Das Septemberhaus

Das Septemberhaus

„Das Septemberhaus“

Die Liebe zum Horror

Halloween ist ja vorbei, klar, aber der Spaß am gediegenen Grusel begleitet zumindest mich das ganze Jahr über – ob in Form von Büchern oder Filmen. Ich liebe es einfach. Es gibt natürlich unfassbar viele Abhandlungen über Horror- Filmen; eine der besten habe ich vor vielen Jahren gelesen: „Von Caligari zu Hitler“. Das Buch analysiert den politischen Hintergrund von Horrorfilmen – ganz großes Kino.

Was ich besonders an Horrorromanen mag, ist, wenn sie die Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen. Es gibt verschiedene Tropen in Büchern und Filmen, die sich immer wiederholen:
– der Ungläubige, der in ein Haus kommt und mit Gespenstern oder Monstern konfrontiert wird;
– die harmlose Familie, die ein Haus auf dem Land kauft und das Übernatürliche erlebt; oder
– Jugendliche, die unwillentlich Dämonen beschwören.
Das alles langweilt mich inzwischen unsagbar.
Von zwei Ausnahmen abgesehen – „Shaun of the Dead“ und „Ash vs Evil Dead“ – akzeptiere ich auch selten Humor in diesem Genre.

Und jetzt zum Buch….

Damit komme ich zu dem Buch, das ich euch heute vorstellen will. Es war ein wirklicher Zufallsfund: „Das Septemberhaus“ von Carissa Orlando, erschienen im Festa Verlag. Ich muss warnen: Die Printversion war lange Zeit im normalen Handel vergriffen, man kann es jetzt aber wieder bestellen.

Das Design des Buchs ist cool gemacht, und auf dem Einband darf der Rabe nicht fehlen – in Gedenken an den Urvater des Horrors, Edgar Allan Poe, und seine Ballade „The Raven“. Wer die beste Interpretation davon hören will, sollte auf YouTube nach Vincent Price suchen. Ich liebe Vincent Price, er hat mich schon als Kind den Nachtschlaf gekostet. Eine große Empfehlung ist auch der Film „Dragonwyck“ (deutsch: „Weißer Oleander“) mit ihm, der auf dem fantastischen Roman „Dragonwyck“ von Anya Seton basiert.

Die Handlung: Ein Traumhaus mit Tücken

Im „Septemberhaus“ dreht sich alles um Margaret. Sie erzählt die Geschichte.

Ihr Mann Hal ist zu Beginn des Romans verschwunden und wir wissen nicht, was mit ihm geschehen ist.

Als ihre Tochter Katherine ihren Besuch ankündigt, gerät Margarets Leben in ein noch größeres Chaos als das, in welchem es sich bereits befunden hat…

Katherine, die keine Ahnung vom Verschwinden ihres Vaters hatte (warum??? 😉), ist besorgt und will ihn suchen, doch die Polizei sieht keinen Hinweis auf ein Verbrechen.

Margaret hat jedoch noch ganz andere Probleme: Sie hat Probleme mit ihrem Haus. Sie und Hal hatten immer von einem viktorianischen Haus geträumt. Sie fanden dieses wunderschöne Haus mit Ecktürmchen und Veranda. Die Immobilienmaklerin teilte ihnen damals mit, dass es im Haus Todesfälle gab – einen Mord vor über 100 Jahren und andere Vorfälle. Sie hörten kaum zu, sie wollten dieses Haus unbedingt.

Der Keller gefiel Margaret von Anfang an nicht; er fühlte sich „falsch“ an. Doch sie kauften es. Die ersten Wochen waren Glückseligkeit, doch das war im Mai. Warum das Haus „Septemberhaus“ heißt, erfährt man schnell:
Im September bluten die Wände. Es beginnt im obersten Stockwerk, direkt über dem Bett. Dazu kommt nächtliches Stöhnen, das sich gegen Ende des Monats zu Schreien steigert.
Und wir erfahren sehr schnell, dass Margarete alles andere als alleine ist in ihrem Haus…

Ein außergewöhnlicher Erzählstil
Was mich an diesem Buch fasziniert, ist der nonchalante Erzählstil von Margaret. Sie nimmt die Geister als Teil ihres Lebens wahr. Sie will nicht ausziehen, sie will nur einen Weg finden, mit den Geistern zu leben. Als ihre Tochter Katherine auftaucht, wird es kompliziert: Margaret muss die Geister vor ihr verbergen und gleichzeitig geheim halten, dass das Haus schreit und blutet.
Wie sie das schafft, ist alleine für sich genommen schon spannend und man fiebert als Leser permanent mit, wenn ein Aufeinandertreffen von Katherine und den nicht ganz ungefährlichen Geistern droht.

Die tiefere Ebene: Häusliche Gewalt
Das Buch hat dabei noch eine zweite, ungeheuer spannende Ebene: Margaret ist ein Opfer häuslicher Gewalt. Sie wurde über Jahre von ihrem Mann Hal misshandelt. Die Tochter konnte sie nur retten, indem sie sie wegschickte, doch Margaret blieb bei Hal. Sie kommt aus dieser Beziehung nicht heraus, wie es vielen misshandelten Frauen geschieht.
Die Autorin schildert das unfassbar klug und nachvollziehbar. Man versteht, was im Inneren dieser Frau vorgeht.
Nach wenigen Seiten fragt man sich nicht mehr: „Warum geht die nicht einfach weg?“

Margaret hält sich an Regeln, um sich zu schützen. Regeln, die der kontrollsüchtige Hal aufgestellt hat.
Sie achtet darauf, keine männlichen Kassierer zu wählen oder schickt Hal regelmäßig SMS, damit er nicht „austickt“, wenn sie einkaufen ist. Diese Konditionierung hilft ihr ironischerweise dann auch im Umgang mit den Regeln des verfluchten Hauses.

Twists und Würde
Der Roman schickt den Leser auf falsche Fährten, die so fantastisch gemacht sind, dass es einem den Atem raubt. Der Schluss wartet mit einem Twist auf, der sich gewaschen hat. Selbst für jemanden wie mich, der schon viel gesehen hat, war es überraschend.
Ich saß da und dachte nur: „Wow! DAS habe ich nicht kommen sehen…“

Besonders beeindruckend ist, dass Carissa Orlando ihren Figuren die Würde lässt. Wir bemitleiden Margaret nicht; sie bleibt eine würdevolle Heldin. Sogar der prügelnde Hal wird in seinen verschiedenen Facetten geschildert, was ihn als Charakter greifbar macht.

Fazit:

Ein Muss für Horror-Fans

Ich werde dieses Buch ein zweites Mal lesen – was ich selten tue. Die Geister sind ultra spannend, wie zum Beispiel die mit einer Axt erschlagene Haushälterin Frederica.
Es ist kein 08/15-Horrorroman, sondern etwas ganz Besonderes. Carissa Orlando ist eine junge Autorin, und das ist ihr erster Roman. Ich hoffe sehr, dass sie weitermacht.
Sie schafft das, was besonderere Horror-Romane ausmacht: Sie verbinden das übersinnliche Grauen mit dem realen Horror. In diesem Fall eines Frauenlebens…

Ich empfehle euch „Das Septemberhaus“ von ganzem Herzen. Es hat 426 Seiten. Guckt beim Festa Verlag nach dem Nachdruck oder holt euch das E-Book.

Und was machen wir jetzt? Exakt: Lesen!


Andrew Mountbatten Windsor heute verhaftet


Seinen 66. Geburtstag hat sich Andrew höchstwahrscheinlich auch anders vorgestellt.

Um 8 Uhr standen die Polizisten der Thames Valley Police vor der Haustüre von Wood Farm, seinem neuen Haus auf dem Areal von Sandringham.

Eine Stunde zuvor hatte ich noch berichtet, dass ich es durchaus für möglich halte, dass Andrew versuchen wird, ins Ausland zu kommen. Dass man derzeit mit Ländern z.B. im arabischen Raum verhandeln könnte, wer ihn aufnimmt und gegen welche Gegenleistungen.

Dann wurde ich sozusagen – von der Polizei überholt.

Möglicherweise war ich aber auch nicht die einzige, die eine solche Überlegung angestrengt hat.

Allerdings hatte Andrew bereits seinen Anwalt an seiner Seite, der ihm wohl geraten hat, vorerst keine Aussagen zu machen.

Wegen was wurde er verhaftet?

Wegen Amtsmissbrauch in seiner Zeit als Wirtschaftsbotschafter des Vereinigten Königreichs.

Wirtschaftsbotschafter des Vereinigten Königreichs


Seine Aufgaben waren damals das Netzwerken zugunsten der britischen Wirtschaft.
Andrew sollte royaler Türöffner in Ländern sein, die für besonderen Respekt gegenüber gekrönten Häuptern bekannt waren.

Will man Andrew Lownies Buch „Entitled“ glauben, so sind die Verfehlungen Andrews in diesem Amt mehr als zahlreich. Nicht zuletzt setzte er die „Masseusen“ und sonstigen Prostituierten sowie zahlreiche Flüge mit Helikoptern und Privatjets auf die Rechnung für den Steuerzahler. (In Thailand ließ er sich innerhalb von vier Tagen 40 Prostituierte in seine Suite schicken…)
Er soll diese Reisen aber auch dazu genutzt haben, eigene Geschäfte anzuleiern, respektive unter Dach und Fach zu bringen.

Nicht zuletzt dafür hatte er diverse Bankkonten in den unterschiedlichsten Ländern und kassierte „Vermittlungsgebühren“, wenn jemand sich an ihn wandte, der z.B. Probleme hatte, ein Konto bei einer regulären Bank zu eröffnen. (Und das nicht, weil ihm die Sozialhilfe gestrichen worden wäre …)
Andrew vermittelte dann den Kontakt zu entsprechend großzügig agierenden Finanzinstituten.
Aber das war ein Bereich, in dem er sich aktiv zeigte.
Bei vielen dieser Reisen hatte er auf Steuerzahlerkosten auch seine Töchter dabei, die die Zusammenkünftige mit ausländischen Unternehmern und Potentaten ebenfalls zu schätzen wussten. In diesem Fall, um Kontakte für ihre eigenen Arbeitgeber zu knüpfen.

Vielleicht nicht ganz, was der Steuerzahler sich unter dem Job vorgestellt hatte.

Aber wie war Andrew Ahnungslos überhaupt zu solcher Position gekommen?

Der Ärger begann im Juli 2001 als Andrew nach 22 Jahren aus der Marine entlassen wurde und nichts mit sich anzufangen wusste. Zumal es niemanden gab, der seine Rechnungen bezahlen wollte und die häuften sich. Vor allem vor dem Hintergrund, dass er lediglich 20.000 Pfund pro Jahr Pension und eine Unterstützung durch die Queen in Höhe von 250.000 Pfund pro Jahr erhielt.
Okay – das ist nicht wenig Geld – aber zu wenig, wenn man einen Lebensstil wie Andrew pflegt.

Also musste ein Job her. Zumal einer, bei dem der Steuerzahler die meisten Kosten stemmen würde.

Man wurde dank der Hilfe von Tony Blair und Lord Mandelson (Ja-haaaaa – genau DIE beiden … Stichwort: Epstein- Netzwerk) fündig.
Seit 1978 hatte der Duke of Kent den Job des Wirtschaftsbotschafters innegehabt und diesen unspektakulär ausgefüllt.

Das sollte sich jetzt ändern …

Man übertrug Andrew die Aufgabe und der erkannte seine Chance!

Derzeit liegt aber noch Schwerwiegenderes auf dem Tisch als Prostituierte und Privatjets – Geheimnisverrat wird Andrew vorgeworfen.
Er soll als geheim eingestufte Dokumente direkt z.B. an Epstein weitergegeben haben und dem damit Hinweise auf lukrative Geschäfte. Von diesen Infos profitierten dann wohl auch nicht zuletzt ausländische Geheimdienste.

Wusste man das?

Tatsächlich ja. Der MI5 soll die Krone gewarnt haben, doch dort hieß es nur, die Queen wolle solcherlei nicht hören.

Übersetzung:
„Ich habe mit großer Besorgnis die Nachrichten über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt zur Kenntnis genommen. Was nun folgt, ist ein umfassender, fairer und ordnungsgemäßer Prozess, in dessen Rahmen diese Angelegenheit von den zuständigen Behörden in angemessener Weise untersucht wird. Wie ich bereits gesagt habe, haben sie dabei unsere uneingeschränkte und vollständige Unterstützung und Zusammenarbeit. Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen. Während dieser Prozess weitergeht, wäre es nicht richtig, wenn ich mich weiter zu dieser Angelegenheit äußern würde. In der Zwischenzeit werden meine Familie und ich unsere Pflicht und unseren Dienst für Sie alle fortsetzen Charles R.“

Dieses Statement hat König Charles heute veröffentlichen lassen.

Persönlich bin ich der Meinung, es wäre nötig gewesen, sich vor eine Fernsehkamera zu stellen und direkt zum Land zu sprechen.

So wie seinerzeit die Queen nach dem Tod von Diana. (Wobei die auch länger gebraucht hat, bis sie das eingesehen hat…)

Aber – seien wir am Ende dieses Tages froh, dass überhaupt etwas geschehen ist und warten wir, was noch kommt.

Es bleibt spannend …

Die Epstein- Akten

Die Epstein- Akten

Die Epstein- Akten beschäftigen die Welt nun schon geraume Zeit und werden es wohl auch noch sehr lange tun.
Nicht zuletzt, weil sie bei weitem noch nicht vollständig ausgewertet sind.

Wie viel Material liegt eigentlich vor?
Nun – würde man alle Seiten ausdrucken und aufeinander stapeln, erhielte man einen Turm so hoch wie das Empire State Building.

Wer von euch mal selbst reinschauen will, kann das auf dieser Seite tun: https://www.justice.gov/epstein

Ich habe jetzt selbst mal nachgeschaut und direkt einen ziemlich bedenklichen Fund gemacht:

Übersetzt lautet die Mail von Boris Nikolic an Jeffrey Epstein:

„Ich halte dich auf dem Laufenden. Ich spreche mit Hakkon (sic!) non-sto (Gemeint ist wohl „non stop“) und er wird bei ihr sein während der OP.“

(Boris Nikolic war ein enger gemeinsamer Freund von Epstein und Bill Gates.)

Offensichtlich muss man auch Haakon genauer betrachten. Natürlich heißt diese Mail nur, dass er mit Haakon in Dauerkontakt bezüglich Mette Marit war und nicht, dass Haakon sich etwas hat zuschulden kommen lassen.

Wir sehen aber auch das Interesse Epsteins an Mette Marit.

Was sind nun die „Epstein- Files“ überhaupt?

Es handelt sich dabei um eine Sammlung von mehreren Millionen Dokumenten, Filmen und Fotos aus dem Besitz von Jeffrey Epstein.
Hierin kommen Personen aus dem kriminellen Netzwerk, aber auch dem herkömmlichen sozialen Umfeld Epsteins vor.

Insgesamt umfassen die Files über 300 Gigabyte an Daten.
Dazu gehören auch Prozessabsprachen mit der Staatsanwaltschaft und den Geschädigten, sein Adressbuch, Flugprotokolle seiner Flugzeuge und Gerichtsakten, wobei einige in geschwärzter Form veröffentlicht wurden. 

Als Epstein 2019 in der Haft starb, war noch kein Hauptverfahren eröffnet worden, deswegen setzt man jetzt die Hoffnungen auf diese Unterlagen, um Verbrechen zu verifizieren und eventuell noch ermitteln zu können.

Während des Wahlkampfs 2024 versprach Donald Trump, alle Akten freizugeben. Nicht zuletzt auf Druck seiner MAGA- Anhänger hin, die dort Beleg für den „Deep State“ vermuteten.
Trump hatte sich zuvor höchst gegensätzlich zu Epstein geäußert. Zunächst hatte er gesagt, Epstein sei ein feiner Kerl, der schöne Frau ebenso möge wie er selbst und vor allem solche, die etwas jünger seien. Später überdachte er das offensichtlich und nannte Epstein nun Dreck und betonte, dass er diesen schon lange aus Mar-A-Lago, dem Trump- Anwesen rausgeworfen habe.

Es dauerte aber noch bis zum 19 November 2025 bis das Gesetz zur Veröffentlichung der Akten unterzeichnet wurde. Die Dokumente sollten binnen 30 Tagen ab Inkrafttreten veröffentlicht werden, sofern sie nicht den im Gesetz genannten Geheimhaltungsgründen unterliegen, etwa dem Opferschutz oder laufende Ermittlungen und die nationale Sicherheit gefährden würden. 
Das Justizministerium der Vereinigten Staaten veröffentlichte nur einen relativ geringen Teil der Epstein-Akten, was zu parteiübergreifender Kritik führte. Am 30. Januar 2026 wurden zusätzliche drei Millionen Seiten an Dokumenten sowie über 2000 Videos und 180.000 Bilder veröffentlicht. (Quelle: wikipedia)

Hier eine Grafik zu Epsteins Netzwerk, basierend auf diesen Dokumenten. er selbst ist der rote Punkt im Zentrum . (Quelle: wikipedia)

Derzeit analysieren u.a. mit Hilfe von KI diverse Zeitungen von internationalem Rang die Dokumente. Nach Angaben der Washington Post wird es aber wohl noch Jahre dauern, bis alle Dokumente ausgewertet sind.
Dies nicht zuletzt auch, weil bei vielen derzeit auf Beseitigung der Schätzungen geklagt wird.

Auf jeden Fall haben die Unterlagen in Europa schon für massive Erschütterungen gesorgt. Dort wackeln deswegen ganze Regierungen und Throne.

Können die Engländer „Republik“?

Können die Engländer „Republik“?

Wir alle sind mit dem Wissen aufgewachsen, dass Großbritannien eine konstitutionelle Monarchie ist, mit einer Königin oder einem König als Staatsoberhaupt.

Die wenigsten dürften sich hierbei allerdings noch an den Vater der Queen erinnern, die Queen selbst aber gehört zum englischen Inventar wie Miss Marple und Gurkensandwiches.

Schon in meinem Studium der Politikwissenschaft und Zeitgeschichte habe ich mich mit dem Thema des politischen Systems in Großbritannien befasst und im Zuge dessen die Stimmen jener Historiker gehört, die beklagten, dass GB in der „glorreichen Vergangenheit“ stecken geblieben sei.

Während die damaligen „Verlierernationen des WKII“ wie Deutschland oder Japan den Sprung nach vorne in die Moderne gemacht hätten, seien die Briten der glorreichen Vergangenheit verhaftet geblieben und hätten so die Zukunft – auch wirtschaftlich – verpasst.

Als dann der Brexit kam, fühlte ich mich wieder daran erinnert.
Meine Spaziergänge durch Buchhandlung und Zeitschriftenabteilungen taten ihr Übriges.
Hier findet man in ganz Großbritannien Buch an Buch und Zeitschrift an Zeitschrift mit einem fröhlich grüßenden Churchill oder – wahlweise – Queen Victoria.

Man hat die Engländer seit Jahrzehnten darauf getrimmt, alles was schief läuft, Europa in die Schuhe zu schieben und alles was klappt, der eigenen heroischen Vergangenheit zuzuschreiben.
Das klappte für Politiker aller Couleur ganz ordentlich.

Das musste spätestens nach dem Brexit schiefgehen, denn danach hatte man den Buhmann nicht mehr.

Kein Wunder, dass die Briten noch nie so unzufrieden mit ihren Politikern waren wie heute. Und in diese Unzufriedenheit platzt ein Jeffrey Epstein und ruiniert im Alleingang nicht nur das Königshaus, sondern mal eben nebenbei auch noch die Regierung, deren Fortbestehen an einem seidenen Faden hängt.

Was aber hat dies mit den Royals zu tun? (Abgesehen vom Offensichtlichen)

Nun – es ist die Frage, ob die Briten, speziell die Engländer, sich wirklich ein Leben ohne die Royals vorstellen können.

Gibt es die Psyche der Nation?

Wer weiß. Aber auf jeden Fall kommt es auf diese Psyche an, wenn noch mehr Skandale herauskommen.

Ich denke, derzeit wird in der Polizei und bei den Ermittlungsbehörden allgemein geknobelt, wer seine Karriere an den Nagel hängen mag. Der kriegt dann die Akte Andrew …
Aber nicht nur Andrew hält die Menschen in Atem mit Arroganz und Ignoranz.
Die Kommentatoren werden nicht müde, zu fordern, dass man Andrew die gleiche Behandlung angedeihen lassen müsse wie Lord Mandelson, da beide die gleichen Sachen auf dem Kerbholz haben.

Die Nation muss sich VORSTELLEN können, wie es ohne Monarch wäre.
Käme nun ein geschickter Politiker daher, der ihnen vermitteln könnte, wo ihre massiven Vorteile liegen … dann könnte man für nichts mehr garantieren …

Wie könnten solche Vorteile aussehen?
– Die Einnahmen aus den Grafschaften Cornwall, Lancaster etc. würden nicht mehr in die Taschen des Monarchen, bzw des Prince of Wales wandern. Das wären über 60 Millionen Pfund pro Jahr netto mehr in der Staatskasse
– In den Archiven der königlichen Schlösser lagern für die Allgemeinheit unzugänglich die mit wertvollsten Kunstwerke der Menschheit – die könnten dann in Museen allen zugänglich gemacht werden
– Die königlichen Schlösser könnte man ganzjährig besichtigen; die Gärten könnten ebenfalls der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden und die Einnahmen gingen zu 100% in die Staatskasse
– Ein Präsident könnte abgewählt werden als Staatsoberhaupt, bzw nach einer Legislaturperiode ersetzt werden
– NHS, Armee, Stiftungen, die jetzt noch Millionen an Pacht an den König und den Kronprinzen zahlen müssen, könnten Vorzugskonditionen eingeräumt bekommen, damit würden auch die Bürger entlastet
– Der Monarch und seine Familie könnten keinen Einfluss mehr auf die Politik respektive die Justiz nehmen
– Ein Andrew könnte nicht mehr – gedeckt durch seine Mutter – schalten und walten, sondern wäre ganz regulär dem Gesetz unterworfen
– Das Oberhaus könnte aufgelöst werden und der Adel hätte keinen Einfluss mehr auf die Gesetzgebung

Was fehlen würde?
Nun – der Pomp wäre weg. Aber natürlich auch die Kosten für den Pomp.
Kein König mehr an den diversen Kriegs- Denkmälern…
Keine großen royalen Familienfeste mehr auf Staatskosten (Pssss… Spoileralarm: Sie würden trotzdem noch bombastisch heiraten – müssten das aber selbst bezahlen…)

Was bislang immer gegen eine Abschaffung des Königshauses eingewendet wird, ist die (angebliche) Tatsache, dass das Königshaus ja so viel Geld via Tourismus ins Land brächte.
Ehrlich gesagt, konnte ich diese Zahlen nie nachvollziehen. Auch das Herunterbrechen der Kosten auf den einzelnen Bürger macht für mich keinen Sinn, denn der Betrag fehlt ja nicht pro Bürger, sondern als Gesamtbetrag im Haushalt.

Was den Tourismus angeht – wie will man das überhaupt berechnen?
Woher will man denn wissen, welches Pfund wegen der Royals ausgegeben wurde und welches wegen der Cotswolds?
Das kann man gar nicht festmachen.

Und was sagen die Umfragen?

Derzeit liegt die Zustimmung zur Monarchie als solcher bei besorgniserregenden (?) 57% (laut YouGov- Umfrage vom Januar). Das heißt, im Grund will jeder zweite Brite keine Monarchie mehr.
Einzig wirklich beliebt sind William und Catherine.
Charles Popularität ist inzwischen ein wenig gestiegen, aber immer noch auf einem bemerkenswert niedrigen Level.

Und was ist mit der Revolution?

Mein persönliches Lieblingsargument: In Versailles sitzt auch kein Ludwig mehr und trotzdem kommen jedes Jahr Millionen Touristen hin. Und jeder Cent, den sie dort lassen geht so oder so in die Staatskasse …




Was lernt uns das?
Dass ein Volk sich nur vorstellen muss, wie es ohne König wäre …
Nicht ohne Grund galt alleine das Nachdenken über den Tod des Königs in England als Hochverrat und wurde mit dem Tod bestraft.
Und wenn Charles und William sich nicht schnell eines Besseren besinnen, könnte es verflixt eng werden.

Mette Marit missbraucht ihren Diplomaten- Status

Da ich jetzt mehrmals danach gefragt wurde, wollte ich noch einmal auf den Punkt aus meinem gestrigen Film eingehen, der sich auf den Schmuggel von Babies nach Norwegen durch Mette Marit bezieht …

Man darf bezweifeln, dass jene Zwillingsmädchen, die Mette Marit 2019 aus Neu Delhi nach Norwegen gebracht hat, ebenso lustig aussahen, zumal sie wesentlich jünger waren.

Die Mädchen wurden am 23. Oktober 2018 in Neu‑Delhi geboren. Mette Marit war hingereist, um die beiden für ein befreundetes schwules Paar in Empfang zu nehmen und nach Norwegen zu bringen.

Die Väter konnten nicht nach Indien einreisen, weil ihnen die dortige Regierung des Visum verweigerte.
Warum?
Nun, weil Indien eine Leihmutterschaft für ausländische Paare verboten hatte. Zudem waren nur heterosexuelle, indische Paare zu dieser Art, ein Kind zu bekommen, zugelassen.
Man wollte so eine Baby-Export- Industrie verhindern.
Stellte ein Paar einen Visumsantrag, prüften die Behörden ganz genau, ob es sich möglicherweise um einen Versuch handeln konnte, das Kind einer Leihmutter ins Ausland zu befördern.

Mette Marit nutzte nun ihren Diplomaten- Status, um nach Indien zu reisen, die gerade geborenen Zwillinge zu übernehmen und noch in Indien an einen Verwandten der Väter zu übergeben. Sodann wurden die Babies nach Norwegen gebracht.

Im Nachhinein machte sie die Aktion öffentlich, betonte aber, dass sie damit kein politisches Signal habe senden wollen, sondern rein humanitär für dieses Freundespaar gehandelt habe.
Dies unterstützte auch eine Erklärung des Palastes. (Warum denke ich, das Königspaar hatte keine Ahnung von dieser „humanitären Aktion“?)
Dies mitten hinein in eine Diskussion über Leihmutterschaft in Norwegen.

Das – sage ich – geht so definitiv nicht.
Sie mag sich selbst als großes Helferin sehen – aber am Ende des Tages hat sie ihren Status genutzt, um indische Gesetze zu brechen.
Das kann man so machen, ist aber für die künftige Königin eines Landes vielleicht nicht soooo clever.

Ich persönlich frage mich da schon, was sich diese Frau bei so einer Aktion denkt.
Klar, kann man es übel finden, dass Indien gleichgeschlechtliche Paare von Leihmutterschaft-Adoptionen ausschließt. Aber das ist nun mal so. Zudem war Mette Marit eben nicht Frau Irgendwer … Das war es ja auch, was ihr schlussendlich diese Aktion ermöglicht hat.
Zudem frage ich mich, warum ihre Freunde ein Baby ausgerechnet aus Indien wollten?
Das Ganze ist schon ein bisschen kolonialistisch … oder was denkt ihr?

Prinzessin Beatrices Stern sinkt …

Prinzessin Beatrices Stern sinkt …

Seit langem warne ich bezüglich der beiden Töchter von Sarah Ferguson und Andrew Mountbatten Windsor.

Jetzt wurden Mails bekannt, die meine Warnungen als gerechtfertigt belegen.

Sarah Ferguson schrieb im April 2011 eine Mail an ihre Sprecherin, dass sie Epstein in einem Interview als Pädophilen bezeichnet habe, sie aber jetzt noch einmal mit ihrer Tochter Beatrice das ganze durchgesprochen habe.

Diese habe sie ermahnt, zu Epstein zu stehen. Er habe seine Strafe abgesessen und damit müsse es gut sein.

Der Rat der damals 22 Jahre alten Beatrice wurde von ihrer Mutter beherzigt, was sicherlich auch Sarahs Vorteile aus dieser Freundschaft erhalten hat. Somit war es eine Win Win- Situation.

TIMELINE

30.06.2008 Epstein wird erstmals wegen Zuhälterei und Prostitution Minderjähriger verurteilt

22.07.2009 Haftentlassung

27.07.2009 Sarah, Beatrice und Eugenie besuchen ihn in Miami zum Mittagessen, um seine Entlassung zu feiern

07.03.2011 Sarah gibt dem Evening Standard ein Interview, in dem sie sagt, dass sie einen gigantischen Fehler im Urteilsvermögen bezüglich Epstein gezeigt habe, und Pädophilie ihr ein Gräuel sei. Sie bereue auch, dass sie von Epstein 15.000 Pfund genommen habe.

April 2011 Sarah schreibt eine Mail u.a. an ihren Sprecher, in der sie mitteilt, sie habe seinerzeit mit Beatrice Rücksprache gehalten und diese habe ihr geraten, den Journalisten nochmals anzurufen und mit ihm zu sprechen, dass Epstein nicht negativ dargestellt werden solle. Der habe seine Strafe verbüßt und man müsse nun nach vorne schauen

26.4.2011 Sarah schreibt Entschuldigungs-Mail an Epstein, dass er ihr höchster/ größter Freund („supreme friend“)sei und ihr die Äußerung über ihn als Pädophilen leid tue

Als diese Mail bekannt wird, entziehen ihr ihre Charities die Zusammenarbeit. Sie behauptet jetzt, sie hätte sich bei Epstein auf Anraten ihrer Anwälte entschuldigt, damit dieser sie nicht wegen übler Nachrede verklage.

Dies erscheint unsinnig, denn er war ja dafür verurteilt und inhaftiert. Es war also nur eine Tatsachenfeststellung …

Derzeit ist Sarah aus der Öffentlichkeit abgetaucht, man kann aber davon ausgehen, dass sie derzeit schon wieder an einer Rückkehrstrategie arbeitet. Dies aber augenfällig auf Kosten ihrer Töchter.
Es gibt Eltern, die willst du nicht als Feind …

Ich bin mit meinen Warnungen übrigens nicht alleine. Andrew Lownie („Entitled“) berichtet seit längerem, dass er einige Informationen zu Eugenie und Beatrice hat, die die beiden in einem alles andere als guten Licht dastehen lassen. Diese Informationen werden entweder in seiner erweiterten Neuauflage von „Entitled“ erscheinen, oder im Folgeband.

Die Schwestern profitieren seit Jahren von Steuergeldern. Nicht nur, dass sie Andrew auf seinen offiziellen Auslandsreisen begleitet haben und diese nutzten, um Verbindungen für ihre Arbeitgeber einzufädeln.
Zudem haben sie Villen, respektive Apartments auf dem Areal von Windsor Castle und im St. James Palace. Dies zu einer symbolischen Miete an das Crown Estate, das eigentlich Geld für die Staatskasse erwirtschaften sollte.
Nicht zuletzt machen sie Geld durch Werbung für saudische Banken …
Beatrice erschien im August 2025 bei der Eröffnung der First Abu Dhabi Bank (FAB) in London. Sie erschien auch im Werbematerial der Bank, was in UK für heftige Diskussionen sorgt.

Die Prinzessinnen haben offenbar keine Probleme damit, Termine für zweifelhafte Geldgeber wahrzunehmen, können den schwerkranken König aber nicht mit Terminen entlasten – und das, wo sie doch alles was sie sind und haben eben dieser Krone verdanken!

Diana im Epstein- Sumpf?

Diana im Epstein- Sumpf?

Screenshot

Wir wissen, dass es einen schier endlosen Sumpf gibt, in dem Jeffrey Epstein der Alpha- Alligator war.

Nun wurden aus den USA Mitschnitte von Aussagen Ghislaine Maxwells bekannt, in denen sie sich auch zu Prinzessin Diana äußert.

Maxwell, Tochter des Medien- Moguls Robert Maxwell, sitzt derzeit in den USA eine 20jährige Freiheitsstrafe ab.

Verurteilt wurde sie für Sexhandel mit Minderjährigen, Verschwörung zum Sexhandel etc.

Da sie versucht, früher entlassen zu werden, ist es für sie ratsam, mit den Behörden zusammenzuarbeiten und gegebenenfalls einen Deal herauszuhandeln.

In den nun bekannt gewordenen Mitschnitten erwähnt sie auch Prinzessin Diana.

Sie wolle nicht schlecht über diese reden, betont sie, hängt dann aber an, es habe ein zwischen ihr und Epstein ein in den frühen 90er Jahren arrangiertes Date gegeben, für das dieser extra nach London geflogen sei.

Wir wissen heute, dass Ghislaine Maxwell sich dank ihres Vaters im Kreis der Royal Family bewegt hat. Nicht nur als Bekannte von Andrew Mountbatten Windsor, sondern weil der Vater Robert ein Wegbegleiter der Queen war.
Es gibt diverse Aufnahmen, die Vater und Tochter mit den Royals zeigen.

Wie ebenfalls bekannt ist, war Richard Branson, der Gründer von Virgin Air ebenfalls integraler Bestandteil des Epstein- Kreises. Er wiederum war ein enger Freund von Prinzessin Diana, die sogar den berühmten „Fly Atlantic – Virgin“- Sweater getragen hat, der zwischenzeitlich für mehrere tausend Dollar versteigert worden ist.
Inzwischen sind Anschuldigungen und wohl auch Bildmaterial aufgetaucht, die Branson bei Sexspielen mit Epstein und einer Frau zeigen. Es haben sich auch Opfer von Epstein zu Wort gemeldet, die an Branson vermittelt worden sein wollen.

Ein weiteres Mitglied des Epstein- Sets kennen wir nun zur Genüge: Andrew Mountbatten Windsor, der wiederum nicht nur Dianas Schwager war, sondern auch ein Freund seit Kindertagen.
Ihren Spitznamen „Dutch“ bekam sie nicht zuletzt deswegen, weil man früh vermutete, sie werde eines Tages Andrew heiraten. Dass es dann doch Charles wurde, konnte damals keiner ahnen.
wie wir von diversen Historikern und Biografen wissen, war Diana bis zu ihrem Tod eng mit Andrew verbunden, von daher frage ich mich, wieviel sie von seinen Verbrechen gewusst hat.

Eine weitere wichtige Persönlichkeit ist in diesem Zusammenhang Rosa Monckton, die bis zu deren Tod, Dianas wichtigste Freundin war. Monckton wiederum soll – so Maxwell – eine Einladung gegeben haben, um Diana und Epstein zusammenzubringen.
Es würde mich wundern, wenn ihr das nicht gelungen sein sollte.

Wir wissen heute, dass Diana – speziell nach ihrer Scheidung – die Nähe von vermögenden, gerne auch älteren Männern suchte. Epstein hätte mit Sicherheit bei Diana alle Kästchen abgehakt, was das angeht.

Wenn wir uns nun diese Punkte so ansehen – was denkt ihr – müssen wir uns auf noch wesentlich düsterere Neuigkeiten gefasst machen, zumal jetzt das Gerücht aufgetaucht ist, es gäbe Fotos mit anderen englischen Royals beim Sex mit Epstein?

Wie tief steckt der Earthshot Prize im Sumpf?

Wie tief steckt der Earthshot Prize im Sumpf?

Derzeit jagen sich die Horror- Nachrichten …

Dachten wir nach Dianas Tod, es könne für die englischen Royals nicht schlimmer kommen, hatten wir einfach keine Ahnung.
Das ändert sich derzeit.

Es war nur eine Frage der Zeit, wann die Einschläge auch die jüngere Garde treffen würde.

Gestern machte nun die Nachricht die Runde, dass bei einigen Epstein- Emails nach der erfolgreichen Klage mehrerer amerikanischer Abgeordneter, die Schwärzung aufgehoben worden war.
Dadurch wurden auch Mails von Sultan Ahmed bin Sulayem, einem emiratischer Geschäftsmann, der als Chairman und CEO von DP World tätig ist — einem der größten Hafen- und Logistikunternehmen der Welt mit Sitz in Dubai, an Epstein bekannt.

Copyright: wikipedia, gemeinfrei


Besonders grauenerregend: eine Mail von Epstein an ihn mit dem Wortlaut: „Where are you? Are you ok, I loved the torture video.“ (2009) (Übersetzung: „Wo bist du? Geht es dir gut, Ich liebte dein Folter- Video.“)

Was hat nun dieser Sultan mit dem Eartshot Prize von Prinz William zu tun?


DP World ist ein Gründungspartner des Earthshot Prize und bin Sulayem hatte 2022 eine Spende von über einer Million Pfund an Prinz Williams Organisation angekündigt.
Diese Ankündigung war durch einen Fototermin der beiden Männer flankiert.

The Republic hat jetzt eine offizielle Beschwerde bei der Charity Commission des Vereinigten Königreichs eingereicht. Man wirft William vor, seiner Sorgfaltspflicht nicht genüge getan zu haben, indem er den Spender nicht ausreichend überprüft habe.
Die Charity Commission hat dies bestätigt und mitgeteilt, dass sie die Vorwürfe prüft und auch prüft, ob sie weitere Schritte einleiten wird.

Nach den Erlebnissen der letzten Monate und Jahre bin ich da ungeheuer skeptisch. Wir haben gelernt, dass nichts neutral bearbeitet wird, was mit der Königsfamilie zu tun hat.
Anzeigen werden fallen gelassen, Hinweisen wird nicht nachgegangen.
Es wird erfolgreich gedroht und Dinge versickern.

Ob es in diesem Fall anders ist, wage ich stark zu bezweifeln, zumal der Earthshot Prize das einzige namhafte Projekt außer der „Homeward Initiative“ ist, das William überhaupt hat.
Der Earthshot Prize sichert ihm immer wieder die Schlafzeilen, zumal bei der jährlichen Preisverleihung.
( „Heads Together“ zum Beispiel hatte zum letzten Mal 2022 einen royalen Platz auf der Agenda.)
Da wird William alle Fäden ziehen, damit dieses Projekt nicht beschädigt wird.

Dass man sich derzeit nicht zu schnellem Handeln gezwungen sieht, wird alleine schon dadurch klar, dass der Earthshot Prize bislang auf keine Presseanfrage reagiert hat.
Der Hof setzt also einmal mehr auf Aussitzen.
Das war ja bislang auch schon so erfolgreich …

Neues zu den Epstein- Akten

Neues zu den Epstein- Akten

Ich werde in letzter Zeit immer wieder zum Verhältnis zwischen Jeffrey Epstein, Andrew Mountbatten Windsor und Sarah Ferguson gefragt.

Nun – wie kamen die drei zusammen?

In erster Linie durch Ghislaine Maxwell, der Tochter des britischen Medienmoguls Robert Maxwell.

Geboren als Ján Ludvík Hyman Binyamin Hoch in der damaligen Tschechoslowakei, ging er nach Großbritannien, und wurde dort nicht nur Besitzer diverser Zeitungen und Medienunternehmen (u.a. Daily Mirror), sondern auch für Labour Parlamentsabgeordneter.
Nachforschungen über sein ebenso geheimnisvolles wie schillerndes Leben führten Zutage, dass er Beziehungen nicht nur zum Mossad, sondern auch zum MI6 und KGB gehabt haben könnte.

Er starb unter mysteriösen Umständen 1991 vor den Kanarischen Inseln. Er stürzte über Bord seines Schiffes „Lady Ghislaine“ und ertrank. Danach gab es verschiedene Theorien… Es könnte ein Unfall gewesen sein (gesundheitliche Probleme, rutschiges Deck) … Selbstmord wegen drohender Enthüllungen oder Mord wegen politischer oder wirtschaftlicher Verstrickungen. Geklärt werden konnte der Fall nicht endgültig.

In diesem Umfeld nun wuchs Ghislaine Maxwell auf.

Wie kamen nun die vier Parteien zusammen?

Sarah Ferguson, Jeffrey Epstein nun Ghislaine Maxwell bewegten sich in den 90er Jahren in den gleichen Kreisen. Wann wer wen zuerst traf, kann heute nicht mehr festgestellt werden. (Zumindest derzeit nicht) Sie trafen sich aber Mitte/ Ende der 90er Jahre zum ersten Mal.
1999 wiederum lernten sich Andrew und JE erstmals kennen.
Allerdings nicht durch Sarah, sondern durch Ghislaine Maxwell.

Ghislaine Maxwell und JE waren seit den 80er Jahren ein Paar und traten ab den frühen 90er Jahren gemeinsam auf. Privat wie beruflich. Epstein hatte seit den 80er Jahren sein Netzwerk in New York und Palm Beach aufgebaut.

Andrew und JE hatten nicht nur privat miteinander zu tun, sondern auch geschäftlich. Andrew bat seinen großzügigen Freund auch um Geld für Sarah, damit die einen Teil ihrer Schulden tilgen könne. Hier besonders Gehaltsschulden, da sie ihren ehemaligen persönlichen Assistenten Johnny O’Sullivan nicht bezahlt hatte. Dieser drohte, sie auf mehrere zehntausend Pfund zu verklagen, Sarah konnte ihn aber herunterhandeln.
Er sagte später, er habe sich darauf eingelassen, weil er fürchtete, sonst leer auszugehen.
Da Sarah aber auch diesen Betrag nicht hatte, schritt Andrew zur Tat und bat Epstein darum.

Ein weiteres Mal griff Epstein in den Geldbeutel, um die Feier zum 21. Geburtstag von Prinzessin Beatrice mitzufinanzieren. (Einen opulenten Maskenball, bei dem auch Maxwell sowie Harvey Weinstein eingeladen waren…)

Warum GB und nicht USA?

Das ist eine der spannenden Fragen in diesem Zusammenhang. Während die Epstein- Affäre derzeit nicht nur Großbritannien und Norwegen zum Beben bringt, bleiben die USA überraschend ruhig.

Zwar werden immer neue Dokumente bekannt, die Bill Gates, Bill Clinton, Elon Musk und andere VIPs bloßstellen, doch ein wirkliches politisches Beben bleibt derzeit noch aus.

Woran das liegen könnte – darüber kann man derzeit nur spekulieren …
Zum einen sicherlich, weil die Betroffenen bereits als (mögliche) Täter bekannt sind, bzw die wenigstens (noch) politisch aktiv. Das ändert sich aber derzeit in Einzelfällen, weil auch derzeit aktive Politiker in den Mails auftauchen und damit der Lüge überführt werden, sie hätten mit JE nichts zu tun gehabt.

Da aber noch ca. 3 Millionen Dokumente bislang gar nicht freigegeben sind, könnte sich da noch einiges tun. Im Übrigen klagen derzeit mehrere Institutionen auf eine Offenlegung der geschwärzten Stellen nach dem „Freedom of Information- Act“.

Möglicherweise versuchen Regierungsstellen in den USA auch eine gezielte Destabilisierung gewisser europäischer Staaten. Das weiß man heutzutage nie.

Dazu kommt natürlich, dass wir in Europa Königshäuser haben, die teilweise tief im Epstein- Sumpf drinnen stecken. Bei Andrew Mountbatten Windsor wird ja sogar von Geheimnisverrat gesprochen…

Wir sehen also: das letzte Wort ist definitiv noch nicht gesprochen!

Immunität bei Königs

Immunität bei Königs

Rund um das Thema Marius Borg Høiby und Andrew Mountbatten- Windsor, stoßen wir immer wieder auf die Frage, inwieweit Könige und ihre Familien eigentlich Immunität genießen…

Was bedeutet das eigentlich?

Hier ein bisschen Aufklärung:

Nun – erstens bezieht sich die juristische Immunität nur auf den Monarchen selbst und auf seine Amtszeit. Nicht auf seine Familie!

Die Immunität eines Monarchen ist ein völkerrechtliches und verfassungsrechtliches Privileg, das den regierenden Souverän vor strafrechtlicher Verfolgung und zivilrechtlicher Haftung schützt. Es basiert auf dem Grundsatz, dass der Monarch als Staatsoberhaupt und Souverän nicht der Gerichtsbarkeit eines anderen (oder sogar des eigenen) Staates unterworfen werden kann

Hier sind die wichtigsten Aspekte der monarchischen Immunität:

1. Reichweite der Immunität

  • Absolute Immunität: Historisch und in vielen verbleibenden Monarchien gilt, dass der Monarch weder in Straf- noch in Zivilverfahren belangt werden kann.
  • Immunität ratione personae: Diese persönliche Immunität gilt absolut, solange die Person im Amt ist – also auch für private Handlungen außerhalb der Funktion.
  • Immunität ratione materiae: Nach dem Ausscheiden aus dem Amt bleibt oft eine funktionelle Immunität für Amtshandlungen bestehen. 

2. Rechtliche Grundlagen

  • Souveränität: Der Monarch verkörpert den Staat. Da ein Staat nicht gegen sich selbst klagen kann (bzw. nicht von anderen Staaten beurteilt wird), ist der Monarch als dessen Vertreter immun.
  • Monarchisches Prinzip: Der Fürst ist der souveräne Träger der Staatsgewalt.
  • Internationale Beziehungen: Monarchen genießen dieselbe Immunität wie Diplomaten oder Staatsoberhäupter, auch Exterritorialität genannt. 

3. Einschränkungen und Grenzen

  • Internationale Straftaten: Die Immunität ist nicht grenzenlos. Vor internationalen Strafgerichtshöfen (z.B. IStGH) kann die Immunität bei schweren Völkerrechtsverbrechen (Kriegsverbrechen, Völkermord) entfallen.
  • Verzicht: Ein Monarch kann auf seine Immunität verzichten, was jedoch selten vorkommt.
  • Konstitutionelle Monarchie: In modernen konstitutionellen Monarchien (z.B. Spanien, Großbritannien) ist die Immunität oft auf den regierenden Monarchen beschränkt, während die politische Verantwortung bei den Ministern liegt. 

4. Beispiele

  • Vereinigtes Königreich: Die Krone (der Monarch) kann grundsätzlich nicht strafrechtlich verfolgt werden.
  • Spanien: Der König genießt während seiner Amtszeit absolute persönliche Immunität (Unverletzlichkeit).
  • Deutschland (Vergleich): Der deutsche Bundespräsident genießt eine ähnliche (außerberufliche) Immunität, die ihn vor Verhaftung schützt. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Immunität eines Monarchen dazu dient, die Funktionsfähigkeit des Staates zu sichern, jedoch in modernen Rechtsstaaten zunehmend durch internationale Standards für schwere Verbrechen eingeschränkt wird.