Die Epstein- Akten

Die Epstein- Akten

Die Epstein- Akten beschäftigen die Welt nun schon geraume Zeit und werden es wohl auch noch sehr lange tun.
Nicht zuletzt, weil sie bei weitem noch nicht vollständig ausgewertet sind.

Wie viel Material liegt eigentlich vor?
Nun – würde man alle Seiten ausdrucken und aufeinander stapeln, erhielte man einen Turm so hoch wie das Empire State Building.

Wer von euch mal selbst reinschauen will, kann das auf dieser Seite tun: https://www.justice.gov/epstein

Ich habe jetzt selbst mal nachgeschaut und direkt einen ziemlich bedenklichen Fund gemacht:

Übersetzt lautet die Mail von Boris Nikolic an Jeffrey Epstein:

„Ich halte dich auf dem Laufenden. Ich spreche mit Hakkon (sic!) non-sto (Gemeint ist wohl „non stop“) und er wird bei ihr sein während der OP.“

(Boris Nikolic war ein enger gemeinsamer Freund von Epstein und Bill Gates.)

Offensichtlich muss man auch Haakon genauer betrachten. Natürlich heißt diese Mail nur, dass er mit Haakon in Dauerkontakt bezüglich Mette Marit war und nicht, dass Haakon sich etwas hat zuschulden kommen lassen.

Wir sehen aber auch das Interesse Epsteins an Mette Marit.

Was sind nun die „Epstein- Files“ überhaupt?

Es handelt sich dabei um eine Sammlung von mehreren Millionen Dokumenten, Filmen und Fotos aus dem Besitz von Jeffrey Epstein.
Hierin kommen Personen aus dem kriminellen Netzwerk, aber auch dem herkömmlichen sozialen Umfeld Epsteins vor.

Insgesamt umfassen die Files über 300 Gigabyte an Daten.
Dazu gehören auch Prozessabsprachen mit der Staatsanwaltschaft und den Geschädigten, sein Adressbuch, Flugprotokolle seiner Flugzeuge und Gerichtsakten, wobei einige in geschwärzter Form veröffentlicht wurden. 

Als Epstein 2019 in der Haft starb, war noch kein Hauptverfahren eröffnet worden, deswegen setzt man jetzt die Hoffnungen auf diese Unterlagen, um Verbrechen zu verifizieren und eventuell noch ermitteln zu können.

Während des Wahlkampfs 2024 versprach Donald Trump, alle Akten freizugeben. Nicht zuletzt auf Druck seiner MAGA- Anhänger hin, die dort Beleg für den „Deep State“ vermuteten.
Trump hatte sich zuvor höchst gegensätzlich zu Epstein geäußert. Zunächst hatte er gesagt, Epstein sei ein feiner Kerl, der schöne Frau ebenso möge wie er selbst und vor allem solche, die etwas jünger seien. Später überdachte er das offensichtlich und nannte Epstein nun Dreck und betonte, dass er diesen schon lange aus Mar-A-Lago, dem Trump- Anwesen rausgeworfen habe.

Es dauerte aber noch bis zum 19 November 2025 bis das Gesetz zur Veröffentlichung der Akten unterzeichnet wurde. Die Dokumente sollten binnen 30 Tagen ab Inkrafttreten veröffentlicht werden, sofern sie nicht den im Gesetz genannten Geheimhaltungsgründen unterliegen, etwa dem Opferschutz oder laufende Ermittlungen und die nationale Sicherheit gefährden würden. 
Das Justizministerium der Vereinigten Staaten veröffentlichte nur einen relativ geringen Teil der Epstein-Akten, was zu parteiübergreifender Kritik führte. Am 30. Januar 2026 wurden zusätzliche drei Millionen Seiten an Dokumenten sowie über 2000 Videos und 180.000 Bilder veröffentlicht. (Quelle: wikipedia)

Hier eine Grafik zu Epsteins Netzwerk, basierend auf diesen Dokumenten. er selbst ist der rote Punkt im Zentrum . (Quelle: wikipedia)

Derzeit analysieren u.a. mit Hilfe von KI diverse Zeitungen von internationalem Rang die Dokumente. Nach Angaben der Washington Post wird es aber wohl noch Jahre dauern, bis alle Dokumente ausgewertet sind.
Dies nicht zuletzt auch, weil bei vielen derzeit auf Beseitigung der Schätzungen geklagt wird.

Auf jeden Fall haben die Unterlagen in Europa schon für massive Erschütterungen gesorgt. Dort wackeln deswegen ganze Regierungen und Throne.

Können die Engländer „Republik“?

Können die Engländer „Republik“?

Wir alle sind mit dem Wissen aufgewachsen, dass Großbritannien eine konstitutionelle Monarchie ist, mit einer Königin oder einem König als Staatsoberhaupt.

Die wenigsten dürften sich hierbei allerdings noch an den Vater der Queen erinnern, die Queen selbst aber gehört zum englischen Inventar wie Miss Marple und Gurkensandwiches.

Schon in meinem Studium der Politikwissenschaft und Zeitgeschichte habe ich mich mit dem Thema des politischen Systems in Großbritannien befasst und im Zuge dessen die Stimmen jener Historiker gehört, die beklagten, dass GB in der „glorreichen Vergangenheit“ stecken geblieben sei.

Während die damaligen „Verlierernationen des WKII“ wie Deutschland oder Japan den Sprung nach vorne in die Moderne gemacht hätten, seien die Briten der glorreichen Vergangenheit verhaftet geblieben und hätten so die Zukunft – auch wirtschaftlich – verpasst.

Als dann der Brexit kam, fühlte ich mich wieder daran erinnert.
Meine Spaziergänge durch Buchhandlung und Zeitschriftenabteilungen taten ihr Übriges.
Hier findet man in ganz Großbritannien Buch an Buch und Zeitschrift an Zeitschrift mit einem fröhlich grüßenden Churchill oder – wahlweise – Queen Victoria.

Man hat die Engländer seit Jahrzehnten darauf getrimmt, alles was schief läuft, Europa in die Schuhe zu schieben und alles was klappt, der eigenen heroischen Vergangenheit zuzuschreiben.
Das klappte für Politiker aller Couleur ganz ordentlich.

Das musste spätestens nach dem Brexit schiefgehen, denn danach hatte man den Buhmann nicht mehr.

Kein Wunder, dass die Briten noch nie so unzufrieden mit ihren Politikern waren wie heute. Und in diese Unzufriedenheit platzt ein Jeffrey Epstein und ruiniert im Alleingang nicht nur das Königshaus, sondern mal eben nebenbei auch noch die Regierung, deren Fortbestehen an einem seidenen Faden hängt.

Was aber hat dies mit den Royals zu tun? (Abgesehen vom Offensichtlichen)

Nun – es ist die Frage, ob die Briten, speziell die Engländer, sich wirklich ein Leben ohne die Royals vorstellen können.

Gibt es die Psyche der Nation?

Wer weiß. Aber auf jeden Fall kommt es auf diese Psyche an, wenn noch mehr Skandale herauskommen.

Ich denke, derzeit wird in der Polizei und bei den Ermittlungsbehörden allgemein geknobelt, wer seine Karriere an den Nagel hängen mag. Der kriegt dann die Akte Andrew …
Aber nicht nur Andrew hält die Menschen in Atem mit Arroganz und Ignoranz.
Die Kommentatoren werden nicht müde, zu fordern, dass man Andrew die gleiche Behandlung angedeihen lassen müsse wie Lord Mandelson, da beide die gleichen Sachen auf dem Kerbholz haben.

Die Nation muss sich VORSTELLEN können, wie es ohne Monarch wäre.
Käme nun ein geschickter Politiker daher, der ihnen vermitteln könnte, wo ihre massiven Vorteile liegen … dann könnte man für nichts mehr garantieren …

Wie könnten solche Vorteile aussehen?
– Die Einnahmen aus den Grafschaften Cornwall, Lancaster etc. würden nicht mehr in die Taschen des Monarchen, bzw des Prince of Wales wandern. Das wären über 60 Millionen Pfund pro Jahr netto mehr in der Staatskasse
– In den Archiven der königlichen Schlösser lagern für die Allgemeinheit unzugänglich die mit wertvollsten Kunstwerke der Menschheit – die könnten dann in Museen allen zugänglich gemacht werden
– Die königlichen Schlösser könnte man ganzjährig besichtigen; die Gärten könnten ebenfalls der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden und die Einnahmen gingen zu 100% in die Staatskasse
– Ein Präsident könnte abgewählt werden als Staatsoberhaupt, bzw nach einer Legislaturperiode ersetzt werden
– NHS, Armee, Stiftungen, die jetzt noch Millionen an Pacht an den König und den Kronprinzen zahlen müssen, könnten Vorzugskonditionen eingeräumt bekommen, damit würden auch die Bürger entlastet
– Der Monarch und seine Familie könnten keinen Einfluss mehr auf die Politik respektive die Justiz nehmen
– Ein Andrew könnte nicht mehr – gedeckt durch seine Mutter – schalten und walten, sondern wäre ganz regulär dem Gesetz unterworfen
– Das Oberhaus könnte aufgelöst werden und der Adel hätte keinen Einfluss mehr auf die Gesetzgebung

Was fehlen würde?
Nun – der Pomp wäre weg. Aber natürlich auch die Kosten für den Pomp.
Kein König mehr an den diversen Kriegs- Denkmälern…
Keine großen royalen Familienfeste mehr auf Staatskosten (Pssss… Spoileralarm: Sie würden trotzdem noch bombastisch heiraten – müssten das aber selbst bezahlen…)

Was bislang immer gegen eine Abschaffung des Königshauses eingewendet wird, ist die (angebliche) Tatsache, dass das Königshaus ja so viel Geld via Tourismus ins Land brächte.
Ehrlich gesagt, konnte ich diese Zahlen nie nachvollziehen. Auch das Herunterbrechen der Kosten auf den einzelnen Bürger macht für mich keinen Sinn, denn der Betrag fehlt ja nicht pro Bürger, sondern als Gesamtbetrag im Haushalt.

Was den Tourismus angeht – wie will man das überhaupt berechnen?
Woher will man denn wissen, welches Pfund wegen der Royals ausgegeben wurde und welches wegen der Cotswolds?
Das kann man gar nicht festmachen.

Und was sagen die Umfragen?

Derzeit liegt die Zustimmung zur Monarchie als solcher bei besorgniserregenden (?) 57% (laut YouGov- Umfrage vom Januar). Das heißt, im Grund will jeder zweite Brite keine Monarchie mehr.
Einzig wirklich beliebt sind William und Catherine.
Charles Popularität ist inzwischen ein wenig gestiegen, aber immer noch auf einem bemerkenswert niedrigen Level.

Und was ist mit der Revolution?

Mein persönliches Lieblingsargument: In Versailles sitzt auch kein Ludwig mehr und trotzdem kommen jedes Jahr Millionen Touristen hin. Und jeder Cent, den sie dort lassen geht so oder so in die Staatskasse …




Was lernt uns das?
Dass ein Volk sich nur vorstellen muss, wie es ohne König wäre …
Nicht ohne Grund galt alleine das Nachdenken über den Tod des Königs in England als Hochverrat und wurde mit dem Tod bestraft.
Und wenn Charles und William sich nicht schnell eines Besseren besinnen, könnte es verflixt eng werden.

Mette Marit missbraucht ihren Diplomaten- Status

Da ich jetzt mehrmals danach gefragt wurde, wollte ich noch einmal auf den Punkt aus meinem gestrigen Film eingehen, der sich auf den Schmuggel von Babies nach Norwegen durch Mette Marit bezieht …

Man darf bezweifeln, dass jene Zwillingsmädchen, die Mette Marit 2019 aus Neu Delhi nach Norwegen gebracht hat, ebenso lustig aussahen, zumal sie wesentlich jünger waren.

Die Mädchen wurden am 23. Oktober 2018 in Neu‑Delhi geboren. Mette Marit war hingereist, um die beiden für ein befreundetes schwules Paar in Empfang zu nehmen und nach Norwegen zu bringen.

Die Väter konnten nicht nach Indien einreisen, weil ihnen die dortige Regierung des Visum verweigerte.
Warum?
Nun, weil Indien eine Leihmutterschaft für ausländische Paare verboten hatte. Zudem waren nur heterosexuelle, indische Paare zu dieser Art, ein Kind zu bekommen, zugelassen.
Man wollte so eine Baby-Export- Industrie verhindern.
Stellte ein Paar einen Visumsantrag, prüften die Behörden ganz genau, ob es sich möglicherweise um einen Versuch handeln konnte, das Kind einer Leihmutter ins Ausland zu befördern.

Mette Marit nutzte nun ihren Diplomaten- Status, um nach Indien zu reisen, die gerade geborenen Zwillinge zu übernehmen und noch in Indien an einen Verwandten der Väter zu übergeben. Sodann wurden die Babies nach Norwegen gebracht.

Im Nachhinein machte sie die Aktion öffentlich, betonte aber, dass sie damit kein politisches Signal habe senden wollen, sondern rein humanitär für dieses Freundespaar gehandelt habe.
Dies unterstützte auch eine Erklärung des Palastes. (Warum denke ich, das Königspaar hatte keine Ahnung von dieser „humanitären Aktion“?)
Dies mitten hinein in eine Diskussion über Leihmutterschaft in Norwegen.

Das – sage ich – geht so definitiv nicht.
Sie mag sich selbst als großes Helferin sehen – aber am Ende des Tages hat sie ihren Status genutzt, um indische Gesetze zu brechen.
Das kann man so machen, ist aber für die künftige Königin eines Landes vielleicht nicht soooo clever.

Ich persönlich frage mich da schon, was sich diese Frau bei so einer Aktion denkt.
Klar, kann man es übel finden, dass Indien gleichgeschlechtliche Paare von Leihmutterschaft-Adoptionen ausschließt. Aber das ist nun mal so. Zudem war Mette Marit eben nicht Frau Irgendwer … Das war es ja auch, was ihr schlussendlich diese Aktion ermöglicht hat.
Zudem frage ich mich, warum ihre Freunde ein Baby ausgerechnet aus Indien wollten?
Das Ganze ist schon ein bisschen kolonialistisch … oder was denkt ihr?

Diana im Epstein- Sumpf?

Diana im Epstein- Sumpf?

Screenshot

Wir wissen, dass es einen schier endlosen Sumpf gibt, in dem Jeffrey Epstein der Alpha- Alligator war.

Nun wurden aus den USA Mitschnitte von Aussagen Ghislaine Maxwells bekannt, in denen sie sich auch zu Prinzessin Diana äußert.

Maxwell, Tochter des Medien- Moguls Robert Maxwell, sitzt derzeit in den USA eine 20jährige Freiheitsstrafe ab.

Verurteilt wurde sie für Sexhandel mit Minderjährigen, Verschwörung zum Sexhandel etc.

Da sie versucht, früher entlassen zu werden, ist es für sie ratsam, mit den Behörden zusammenzuarbeiten und gegebenenfalls einen Deal herauszuhandeln.

In den nun bekannt gewordenen Mitschnitten erwähnt sie auch Prinzessin Diana.

Sie wolle nicht schlecht über diese reden, betont sie, hängt dann aber an, es habe ein zwischen ihr und Epstein ein in den frühen 90er Jahren arrangiertes Date gegeben, für das dieser extra nach London geflogen sei.

Wir wissen heute, dass Ghislaine Maxwell sich dank ihres Vaters im Kreis der Royal Family bewegt hat. Nicht nur als Bekannte von Andrew Mountbatten Windsor, sondern weil der Vater Robert ein Wegbegleiter der Queen war.
Es gibt diverse Aufnahmen, die Vater und Tochter mit den Royals zeigen.

Wie ebenfalls bekannt ist, war Richard Branson, der Gründer von Virgin Air ebenfalls integraler Bestandteil des Epstein- Kreises. Er wiederum war ein enger Freund von Prinzessin Diana, die sogar den berühmten „Fly Atlantic – Virgin“- Sweater getragen hat, der zwischenzeitlich für mehrere tausend Dollar versteigert worden ist.
Inzwischen sind Anschuldigungen und wohl auch Bildmaterial aufgetaucht, die Branson bei Sexspielen mit Epstein und einer Frau zeigen. Es haben sich auch Opfer von Epstein zu Wort gemeldet, die an Branson vermittelt worden sein wollen.

Ein weiteres Mitglied des Epstein- Sets kennen wir nun zur Genüge: Andrew Mountbatten Windsor, der wiederum nicht nur Dianas Schwager war, sondern auch ein Freund seit Kindertagen.
Ihren Spitznamen „Dutch“ bekam sie nicht zuletzt deswegen, weil man früh vermutete, sie werde eines Tages Andrew heiraten. Dass es dann doch Charles wurde, konnte damals keiner ahnen.
wie wir von diversen Historikern und Biografen wissen, war Diana bis zu ihrem Tod eng mit Andrew verbunden, von daher frage ich mich, wieviel sie von seinen Verbrechen gewusst hat.

Eine weitere wichtige Persönlichkeit ist in diesem Zusammenhang Rosa Monckton, die bis zu deren Tod, Dianas wichtigste Freundin war. Monckton wiederum soll – so Maxwell – eine Einladung gegeben haben, um Diana und Epstein zusammenzubringen.
Es würde mich wundern, wenn ihr das nicht gelungen sein sollte.

Wir wissen heute, dass Diana – speziell nach ihrer Scheidung – die Nähe von vermögenden, gerne auch älteren Männern suchte. Epstein hätte mit Sicherheit bei Diana alle Kästchen abgehakt, was das angeht.

Wenn wir uns nun diese Punkte so ansehen – was denkt ihr – müssen wir uns auf noch wesentlich düsterere Neuigkeiten gefasst machen, zumal jetzt das Gerücht aufgetaucht ist, es gäbe Fotos mit anderen englischen Royals beim Sex mit Epstein?

Wie tief steckt der Earthshot Prize im Sumpf?

Wie tief steckt der Earthshot Prize im Sumpf?

Derzeit jagen sich die Horror- Nachrichten …

Dachten wir nach Dianas Tod, es könne für die englischen Royals nicht schlimmer kommen, hatten wir einfach keine Ahnung.
Das ändert sich derzeit.

Es war nur eine Frage der Zeit, wann die Einschläge auch die jüngere Garde treffen würde.

Gestern machte nun die Nachricht die Runde, dass bei einigen Epstein- Emails nach der erfolgreichen Klage mehrerer amerikanischer Abgeordneter, die Schwärzung aufgehoben worden war.
Dadurch wurden auch Mails von Sultan Ahmed bin Sulayem, einem emiratischer Geschäftsmann, der als Chairman und CEO von DP World tätig ist — einem der größten Hafen- und Logistikunternehmen der Welt mit Sitz in Dubai, an Epstein bekannt.

Copyright: wikipedia, gemeinfrei


Besonders grauenerregend: eine Mail von Epstein an ihn mit dem Wortlaut: „Where are you? Are you ok, I loved the torture video.“ (2009) (Übersetzung: „Wo bist du? Geht es dir gut, Ich liebte dein Folter- Video.“)

Was hat nun dieser Sultan mit dem Eartshot Prize von Prinz William zu tun?


DP World ist ein Gründungspartner des Earthshot Prize und bin Sulayem hatte 2022 eine Spende von über einer Million Pfund an Prinz Williams Organisation angekündigt.
Diese Ankündigung war durch einen Fototermin der beiden Männer flankiert.

The Republic hat jetzt eine offizielle Beschwerde bei der Charity Commission des Vereinigten Königreichs eingereicht. Man wirft William vor, seiner Sorgfaltspflicht nicht genüge getan zu haben, indem er den Spender nicht ausreichend überprüft habe.
Die Charity Commission hat dies bestätigt und mitgeteilt, dass sie die Vorwürfe prüft und auch prüft, ob sie weitere Schritte einleiten wird.

Nach den Erlebnissen der letzten Monate und Jahre bin ich da ungeheuer skeptisch. Wir haben gelernt, dass nichts neutral bearbeitet wird, was mit der Königsfamilie zu tun hat.
Anzeigen werden fallen gelassen, Hinweisen wird nicht nachgegangen.
Es wird erfolgreich gedroht und Dinge versickern.

Ob es in diesem Fall anders ist, wage ich stark zu bezweifeln, zumal der Earthshot Prize das einzige namhafte Projekt außer der „Homeward Initiative“ ist, das William überhaupt hat.
Der Earthshot Prize sichert ihm immer wieder die Schlafzeilen, zumal bei der jährlichen Preisverleihung.
( „Heads Together“ zum Beispiel hatte zum letzten Mal 2022 einen royalen Platz auf der Agenda.)
Da wird William alle Fäden ziehen, damit dieses Projekt nicht beschädigt wird.

Dass man sich derzeit nicht zu schnellem Handeln gezwungen sieht, wird alleine schon dadurch klar, dass der Earthshot Prize bislang auf keine Presseanfrage reagiert hat.
Der Hof setzt also einmal mehr auf Aussitzen.
Das war ja bislang auch schon so erfolgreich …

Neues zu den Epstein- Akten

Neues zu den Epstein- Akten

Ich werde in letzter Zeit immer wieder zum Verhältnis zwischen Jeffrey Epstein, Andrew Mountbatten Windsor und Sarah Ferguson gefragt.

Nun – wie kamen die drei zusammen?

In erster Linie durch Ghislaine Maxwell, der Tochter des britischen Medienmoguls Robert Maxwell.

Geboren als Ján Ludvík Hyman Binyamin Hoch in der damaligen Tschechoslowakei, ging er nach Großbritannien, und wurde dort nicht nur Besitzer diverser Zeitungen und Medienunternehmen (u.a. Daily Mirror), sondern auch für Labour Parlamentsabgeordneter.
Nachforschungen über sein ebenso geheimnisvolles wie schillerndes Leben führten Zutage, dass er Beziehungen nicht nur zum Mossad, sondern auch zum MI6 und KGB gehabt haben könnte.

Er starb unter mysteriösen Umständen 1991 vor den Kanarischen Inseln. Er stürzte über Bord seines Schiffes „Lady Ghislaine“ und ertrank. Danach gab es verschiedene Theorien… Es könnte ein Unfall gewesen sein (gesundheitliche Probleme, rutschiges Deck) … Selbstmord wegen drohender Enthüllungen oder Mord wegen politischer oder wirtschaftlicher Verstrickungen. Geklärt werden konnte der Fall nicht endgültig.

In diesem Umfeld nun wuchs Ghislaine Maxwell auf.

Wie kamen nun die vier Parteien zusammen?

Sarah Ferguson, Jeffrey Epstein nun Ghislaine Maxwell bewegten sich in den 90er Jahren in den gleichen Kreisen. Wann wer wen zuerst traf, kann heute nicht mehr festgestellt werden. (Zumindest derzeit nicht) Sie trafen sich aber Mitte/ Ende der 90er Jahre zum ersten Mal.
1999 wiederum lernten sich Andrew und JE erstmals kennen.
Allerdings nicht durch Sarah, sondern durch Ghislaine Maxwell.

Ghislaine Maxwell und JE waren seit den 80er Jahren ein Paar und traten ab den frühen 90er Jahren gemeinsam auf. Privat wie beruflich. Epstein hatte seit den 80er Jahren sein Netzwerk in New York und Palm Beach aufgebaut.

Andrew und JE hatten nicht nur privat miteinander zu tun, sondern auch geschäftlich. Andrew bat seinen großzügigen Freund auch um Geld für Sarah, damit die einen Teil ihrer Schulden tilgen könne. Hier besonders Gehaltsschulden, da sie ihren ehemaligen persönlichen Assistenten Johnny O’Sullivan nicht bezahlt hatte. Dieser drohte, sie auf mehrere zehntausend Pfund zu verklagen, Sarah konnte ihn aber herunterhandeln.
Er sagte später, er habe sich darauf eingelassen, weil er fürchtete, sonst leer auszugehen.
Da Sarah aber auch diesen Betrag nicht hatte, schritt Andrew zur Tat und bat Epstein darum.

Ein weiteres Mal griff Epstein in den Geldbeutel, um die Feier zum 21. Geburtstag von Prinzessin Beatrice mitzufinanzieren. (Einen opulenten Maskenball, bei dem auch Maxwell sowie Harvey Weinstein eingeladen waren…)

Warum GB und nicht USA?

Das ist eine der spannenden Fragen in diesem Zusammenhang. Während die Epstein- Affäre derzeit nicht nur Großbritannien und Norwegen zum Beben bringt, bleiben die USA überraschend ruhig.

Zwar werden immer neue Dokumente bekannt, die Bill Gates, Bill Clinton, Elon Musk und andere VIPs bloßstellen, doch ein wirkliches politisches Beben bleibt derzeit noch aus.

Woran das liegen könnte – darüber kann man derzeit nur spekulieren …
Zum einen sicherlich, weil die Betroffenen bereits als (mögliche) Täter bekannt sind, bzw die wenigstens (noch) politisch aktiv. Das ändert sich aber derzeit in Einzelfällen, weil auch derzeit aktive Politiker in den Mails auftauchen und damit der Lüge überführt werden, sie hätten mit JE nichts zu tun gehabt.

Da aber noch ca. 3 Millionen Dokumente bislang gar nicht freigegeben sind, könnte sich da noch einiges tun. Im Übrigen klagen derzeit mehrere Institutionen auf eine Offenlegung der geschwärzten Stellen nach dem „Freedom of Information- Act“.

Möglicherweise versuchen Regierungsstellen in den USA auch eine gezielte Destabilisierung gewisser europäischer Staaten. Das weiß man heutzutage nie.

Dazu kommt natürlich, dass wir in Europa Königshäuser haben, die teilweise tief im Epstein- Sumpf drinnen stecken. Bei Andrew Mountbatten Windsor wird ja sogar von Geheimnisverrat gesprochen…

Wir sehen also: das letzte Wort ist definitiv noch nicht gesprochen!

Immunität bei Königs

Immunität bei Königs

Rund um das Thema Marius Borg Høiby und Andrew Mountbatten- Windsor, stoßen wir immer wieder auf die Frage, inwieweit Könige und ihre Familien eigentlich Immunität genießen…

Was bedeutet das eigentlich?

Hier ein bisschen Aufklärung:

Nun – erstens bezieht sich die juristische Immunität nur auf den Monarchen selbst und auf seine Amtszeit. Nicht auf seine Familie!

Die Immunität eines Monarchen ist ein völkerrechtliches und verfassungsrechtliches Privileg, das den regierenden Souverän vor strafrechtlicher Verfolgung und zivilrechtlicher Haftung schützt. Es basiert auf dem Grundsatz, dass der Monarch als Staatsoberhaupt und Souverän nicht der Gerichtsbarkeit eines anderen (oder sogar des eigenen) Staates unterworfen werden kann

Hier sind die wichtigsten Aspekte der monarchischen Immunität:

1. Reichweite der Immunität

  • Absolute Immunität: Historisch und in vielen verbleibenden Monarchien gilt, dass der Monarch weder in Straf- noch in Zivilverfahren belangt werden kann.
  • Immunität ratione personae: Diese persönliche Immunität gilt absolut, solange die Person im Amt ist – also auch für private Handlungen außerhalb der Funktion.
  • Immunität ratione materiae: Nach dem Ausscheiden aus dem Amt bleibt oft eine funktionelle Immunität für Amtshandlungen bestehen. 

2. Rechtliche Grundlagen

  • Souveränität: Der Monarch verkörpert den Staat. Da ein Staat nicht gegen sich selbst klagen kann (bzw. nicht von anderen Staaten beurteilt wird), ist der Monarch als dessen Vertreter immun.
  • Monarchisches Prinzip: Der Fürst ist der souveräne Träger der Staatsgewalt.
  • Internationale Beziehungen: Monarchen genießen dieselbe Immunität wie Diplomaten oder Staatsoberhäupter, auch Exterritorialität genannt. 

3. Einschränkungen und Grenzen

  • Internationale Straftaten: Die Immunität ist nicht grenzenlos. Vor internationalen Strafgerichtshöfen (z.B. IStGH) kann die Immunität bei schweren Völkerrechtsverbrechen (Kriegsverbrechen, Völkermord) entfallen.
  • Verzicht: Ein Monarch kann auf seine Immunität verzichten, was jedoch selten vorkommt.
  • Konstitutionelle Monarchie: In modernen konstitutionellen Monarchien (z.B. Spanien, Großbritannien) ist die Immunität oft auf den regierenden Monarchen beschränkt, während die politische Verantwortung bei den Ministern liegt. 

4. Beispiele

  • Vereinigtes Königreich: Die Krone (der Monarch) kann grundsätzlich nicht strafrechtlich verfolgt werden.
  • Spanien: Der König genießt während seiner Amtszeit absolute persönliche Immunität (Unverletzlichkeit).
  • Deutschland (Vergleich): Der deutsche Bundespräsident genießt eine ähnliche (außerberufliche) Immunität, die ihn vor Verhaftung schützt. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Immunität eines Monarchen dazu dient, die Funktionsfähigkeit des Staates zu sichern, jedoch in modernen Rechtsstaaten zunehmend durch internationale Standards für schwere Verbrechen eingeschränkt wird. 

Flirt mit dem Untergang …

Flirt mit dem Untergang …

Das Ganze ist mir so peinlich. Was ich geschrieben habe, spiegelt nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte. Ich entschuldige mich. Es war eine absolute Fehleinschätzung. Ich hätte niemals …

So oder so ähnlich tönt es uns in den letzten Wochen wieder und wieder aus Norwegen entgegen.

Von wo die Rufe kommen? Von Kronprinzessin Mette Marit, der künftigen Königin von Norwegen.

Es geht um ihre Freundschaft… nein BEZIEHUNG zum verurteilten Kinderschänder Jeffrey Epstein.

Wieso sage ich „Beziehung“?
Ganz einfach!
Lesen wir die Mails, die die beiden ausgetauscht haben und stellen wir uns vor, es stünden andere Namen als Absender. Paul und Paula? Sven und Annika? Wir würden auf jeden Fall sagen, dass zumindest die Frau heftig in den Mann verknallt ist.
Sie flirtet. Mit dem Untergang – wie wir heute wissen.

Meine Oma hätte mit sehr schmalen Lippen gesagt: „Es schickt sich nicht für eine verheiratete Frau, nachts mit einem anderen Mann als ihrem eigenen durch einen Park zu spazieren.“
Und ich muss ihr Recht geben.

Stellt sich für mich die Frage: Mette Marit hat Epstein im Januar 2013 für vier Tage auf seinem Anwesen in Florida besucht. Sie trafen sich außerdem bei einem Urlaub auf der Insel Saint Barthélemy.
In ihren Emails nennt sie ihn „Sweetheart“ und beteuert ihm, wie sehr sie ihn, „ihren verrückten Freund“, vermisse.

Dass auch die Norweger solches Verhalten ihrer künftigen Königin nicht goutieren, schlägt sich inzwischen in den Umfragen nieder. Nur noch knapp 20% aller Befragten halten sie als künftige Königin noch für tragbar. Tendenz fallend.

Je länger das Königshaus zuschaut, desto verheerender wird das Ergebnis sein. Jeder Tag, den man mit wachsweichen Erklärungen verschwendet, lässt die Abrissbirne einmal mehr in die Krone krachen.

Nun kann man natürlich sagen: Die versuchen zu retten, was zu retten ist. Respektive: sie denken, sie können den Kopf einziehen und warten bis der Sturm vorüberzieht. Aber ist das die Lösung? Ist das die Denke, die wir bei den Leuten an der Spitze unserer Gesellschaften sehen wollen?
In das gleiche Loch fällt die heutige Erklärung des Prinzen und der Prinzessin von Wales, dass die Epstein- Affäre sie mit Sorge erfüllt, ihre Gedanken aber weiterhin auf die Opfer gerichtet sind.
Oh NEIN! WIRKLICH???

Die Situation in England

Den Kopf einzuziehen – das versucht man derzeit in England, hat da aber auch eine andere Gemengelage:
Der dort betroffen Andrew M-W ist ein Ex. Ein Ex- Prinz, ein Ex- Wirtschaftsbotschafter, ein Ex- Offizier, der keine Aufgabe mehr im öffentlichen Leben des Landes hat. Kein Working- Royal.
Man kann ihn aus dem Blick der Öffentlichkeit nehmen und es entsteht keine Lücke.
Das hatte man bereits versucht, doch nachdem man Andrew wieder und wieder auf dem Pferderücken durch den Windsor Great Park hat reiten sehen, oder tiefenentspannt mit dem Auto durch die Gegend schippern (wo er dann auch mal Bauarbeiter angeschnauzt hat, weil sie Bodenschwellen rund um sein Anwesen verlegt haben) – ist dem König offensichtlich die Hutschnur geplatzt und er hat nachts um 2 die Umzugs-LKWs zur Royal Lodge geschickt.

Die Situation in Norwegen

In Norwegen stellt sich die Situation allerdings anders dar.
Hier haben wir es mit der künftigen Königin zu tun.

Selbst wenn ihr Email- Freund nicht der berüchtigte Jeffrey Epstein gewesen wäre, sondern ein x-beliebiger Sören, Malte oder Björn, hätte man verblüfft die Brauen hochgezogen. Eine künftige Königin, die solche Botschaften mit einem Mann austauscht, der nicht ihr Ehemann ist, würde auch so schon für Irritation sorgen, wenn aber dieser Mann auch noch ein verurteilter Sexualstraftäter ist, dann ist Schicht im Schacht.

Am Ende des Tages haben die Epstein- Akten aber nicht nur das englische und norwegische Königshaus ins Wanken gebracht, sondern auch die dortige politische Landschaft, wurde doch jetzt sogar bekannt, dass mehrere Millionen Dollar aus Epsteins Erbe an die Kinder von Rød Larsen (Mitinitiator der Oslo- Friedensverhandlungen und Präsident des International Peace Institute – IPI in New York) und dessen Frau Mona Yuul (vorweg. UN- Botschafterin) gehen sollten.
Zwar gab es Rücktritte etc aber der Schaden ist angerichtet.

Jetzt ist es an uns allen, die richtigen Stellschrauben zu drehen, damit solcherlei in Zukunft nicht mehr passieren kann.

Richard III ein Kuckuckskind?

Richard III ein Kuckuckskind?

Wie wir wissen, wurden vor einigen Jahren die Knochen von Richard III, dem „Parkplatz- König“, gefunden.

In der Schlacht von Bosworth Field wurde er durch Soldaten seines Gegners Henry Tudor getötet. Dieser setzte sich noch auf dem Schlachtfeld die Krone auf und ward damit King Henry VII (exakt – der Papa von Henry VIII, dem mit den sechs Frauen…)

Die Leiche des toten Königs wurde geschändet und dann in aller Eile verbuddelt.
Warum? Nun – Henrys Anspruch auf den englischen Thron war – vorsichtig gesagt – eher dürftig, denn er kam nicht zuletzt ausschließlich über die mütterliche Linie von Margaret Beauford, die üblicherweise eher zu vernachlässigen ist.

Nun haben Generationen von Historikern und Archäologen nicht geschafft, was einer Hobby- Historikerin gelang: Philippa Langley entdeckte die Überreste des Königs unter einem Parkplatz von Leicester, der auf dem Areal der ehemaligen Greyfriars Church lag, wo – so die Chroniken – der König bestattet worden sei. Daher mein Lieblings-Gag: „He put the KING into ParKING“ 😂

Inzwischen gibt es ein wunderbares Museum in Leicester, in dem nicht nur das Leben Richards vorgestellt wird, sondern auch die Suche nach seinen Überresten, sowie die wissenschaftliche Erforschung seiner Knochen.

Dabei wurden auch DNA- Proben genommen und mittels dieser Proben konnte man feststellen, dass es in Richards Ahnenreihe „Brüche“ gibt …

Ruckzuck waren die Hobby- Forensiker am Zug und Artikel wurden en masse veröffentlicht, die aus Richard ein „Kuckuckskind“ machten. Man verstieg sich sogar zur Überlegung, es sei ein Bogenschütze der Vater gewesen.
In meinen Augen ein weiterer Versuch, Richard zu diskreditieren …

Die Brüche in der Ahnenreihe treffen nun nicht direkt auf Richard zu, sondern auf seine Ahnen. Das heißt – auch sein Bruder (und Vorgänger im Amt) war betroffen und im Nachgang der Thronanspruch aller Lancaster- Könige.

Nichts desto trotz muss man eines feststellen:

Wenn jemand Anspruch auf eine Krone hatte, war das eine feine Sache. Wenn er auf seine Ahnen deuten konnte und sagen: „Die Krone gehört MIR!“
Bekommen hat sie aber derjenige, der sie sich genommen, bzw. in der Schlacht erstritten hat.
Das Konzept, dass man eine Krone „erbt“ und, dass die Erblinie wichtig ist, kommt von der Überzeugung, dass Gott sozusagen seine Finger im Spiel hat.
Dass das „Königsheil“ von Gott an den rechtmäßigen Inhaber übertragen werde.

Das heißt nicht weniger als, dass der jeweilige Amtsinhaber unter Schutz und Zustimmung Gottes steht. Das zeigt sich dann auch gleich an den Heilerfähigkeiten des Monarchen.
In England und Frankreich hielt sich der Glaube bis ins 18. Jahrhundert, dass ein König z.B. Skrofulose (Hauttuberkulose) durch Handauflegen heilen könne. („The Royal Touch“)
In England war Queen Anne die letzte Monarchin, die dieses Handauflegen praktizierte.
Noch heute erinnert der Maundy Service (Gründonnerstagsgottesdienst) an die königliche Tradition am Gründonnerstag, Almosen an Arme zu verteilen, was in England oft mit dem Verteilen von speziellen „Touch-Pieces“ (Berührungsstücken / Münzen) verbunden war. 

Auf dem Photo sehen wir Queen Elizabeth und Prince Philip beim Maundy Service 2005. Der Blumenstrauß für Prince Philip dürfte vielleicht überraschen. Der Strauß erinnert daran, dass die an diesem Tag versammelten Armen und Kranken extrem stark gerochen haben und der Monarch deswegen stark duftende Kräuter bei sich getragen hat. Dies sollte nicht nur den Gestand übertönen, sondern auch die Luftqualität an sich verbessern. Man war der Überzeugung, dass Krankheiten auf „faulige“ Luft zurückgehen. Womit man ja gar nicht soooo falsch lag…

So treffen sich dann schlussendlich Wissenschaft und Religion…

Was sollen wir nur tun?

In den aktuellen Skandalen gibt es nur Verlierer. So scheint es zumindest…

Verlierer Nr. 1
Das englische Königshaus

zunächst schauen wir mal nach London, wo sich König Charles gestern abermals einem Bürger stellen musste, der ihm bei einem Walkabout zurief, ob Andrew sich nicht langsam mal den Behörden stellen müsse.

Der Mann hat so Unrecht nicht.

Stehen doch nicht nur Kindesmissbrauch am Horizont, sondern auch Geheimnisverrat und Untreue. Kurz – Fehlverhalten im öffentlichen Amt.

Andrew Lownie wiederum wird nicht müde zu betonen, dass er diverse Unterlagen hat, die strafrechtlich relevant wären. Auch bietet er sie wie schales Bier den britischen Behörden an, da diese – so seine Einschätzung – wesentlich bessere Mittel zur Verfügung haben als er, um die Unterlagen zu prüfen und für ihre Ermittlungen zu verwenden.

Doch wenn es keine Ermittlungen gibt, bekommt man auch keine Einschätzung der Beweise.

Hier stoßen wir jetzt auf den seit Jahrzehnten propagierten Quatsch von der politischen Zurückhaltung, ja Neutralität des Königshauses.
Sie mögen parteipolitisch den Mund halten, doch wenn es um ihre Belange geht, sind sie jeder Zeit bereit, in die (rechts)staatlichen Abläufe einzugreifen.

Eines der bekanntesten Beispiele: Der Paul Burrell- Prozess.
Hier wurde Paul Burrell, Dianas Butler, angeklagt, zahlreiche Stücke aus ihrem Besitz gestohlen und auf seinem Speicher versteckt zu haben.

Er selbst behauptete, er habe die Sachen nach Dianas Tod in Sicherheit gebracht, da bereits Stücke verschwunden waren.

Im letzten Moment – der Prozess hatte bereits begonnen – der Knalleffekt: Die Königin selbst griff ein und erklärte, sie sei von Burrell unterrichtete worden, dass er Stücke in Sicherheit gebracht habe. Es sei also kein Diebstahl …

Jetzt sinn mer mal speziell und denken nach…
Wieso ist es kein Diebstahl, nur weil ein anderer davon weiß?
Wenn die Sachen nur in Sicherheit gebracht werden sollten – wo wären sie sicherer gewesen als auf einem königlichen Anwesen? In einem königlichen Tresor? Des Weiteren: die von Burrell „gesicherten“ Stücke gehörten Diana – die war tot – also gehörten sie ihren Erben. Wobei mir jetzt irgendwie zuallererst ihre Söhne einfallen.
An deren Stelle – da minderjährig – hätte Charles die Stücke für die Söhne an sich nehmen müssen.
Spannend, dass die Queen eingreift und all diese von mir genannten Punkt ad absurdum führt und damit auch noch durchkommt.
So viel zur „neutralen“ Gerichtsherrin.

Wahrscheinlicherer Grund des Eingreifens:
Man fürchtete, dass Zeugen Unliebsames zutage fördern könnten. Aussagen werden gemacht. Es wird nachgefragt. Man sieht nicht gut dabei aus.

Am Ende des Tages galt es, die Notbremse zu ziehen, was die Königin gemacht hat.

Und irgendwie fand das jeder okay.

Warum eigentlich?

Und auch was Andrew angeht, hat die Queen jahrelang die Türe zugehalten und Wachposten bezogen.
Zahlreiche Zeugen stehen jetzt auf und berichten, wie sie direkt angedroht bekamen, dass es Konsequenzen habe, wenn sie mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit gingen.
Der BBC wurde klargemacht, dass sie jeglichen Zugang zum Palast verlieren würden, wenn sie die Doku über Andrew, Sarah und Jeffrey machen würden.
Andrew Lownie bekam es mit dem geballten Rechtsberaterstab des Palastes zu tun, als er nur die Archive mit den Unterlagen über Edward VII für sein Buch „Traitor King“ einsehen wollte.

Er ist es auch, der der Öffentlichkeit in Erinnerung bringt, dass in den Archiven der königlichen Schlösser einige der größten Kunstwerke der Menschheitsgeschichte lagern und der Öffentlichkeit vorenthalten werden, einfach, weil es die Krone so möchte. Es gibt auch keinerlei Handhabe, sie zu zwingen, einen Zugang zu ermöglichen, respektive eine Ausstellung zu organisieren.
Die Stücke bleiben einfach unter Verschluss, als besitze sie kein europäisches Staatsoberhaupt, sondern ein russischer Oligarch.

Wir sehen – das Königshaus wird immer dann aktiv, wenn es um die eigenen Interessen geht. Sieht man sich (heraus)gefordert, zieht man es vor, mit altbekannten Sprüchen wie „Never complain – never explain“ (Niemals bescheren – niemals erklären) die Menschen abzuspeisen.

Und in dieser Tradition stellt man sich vor den Sohn/ Bruder Andrew und hilft diesem, den Nachstellungen der Justiz zu entgehen.

JETZT ZEIGT ES SICH, WER DEN LÄNGEREN ATEM HAT. KÖNIGSHAUS ODER ÖFFENTLICHKEIT…

Verlierer Nr. 2
Das norwegische Königshaus

Zugegeben – sie sind in einem nicht auflösbaren Dilemma (eigentlich beide Königshäuser)…

Vor Jahren haben sie eine Art Ursünde zugelassen. Im einen Fall ein Prinz, der einfach mit allem durchkam und im anderen Fall, ein Prinz, der mit seiner Herzensdame durchkam.

Beides hätte gutgehen können, wäre den Nachrückern nicht ein gewisser Jeffrey Epstein begegnet.

Dieser packte die Royals wo sie verwundbar waren. Er war ein Mephistopheles, der sie in eine Welt entführte, die er aussehen ließ wie die jeweilige Traumwelt.
Mette Marit erlebte Bestätigung. Vielleicht sogar etwas, das sie für echte Freundschaft hielt. Sarah Ferguson bekam Geld und Anerkennung. Andrew Sex und Privatjets.
So bekam jeder wovon er träumte.
Und sage jetzt niemand, Royals hätten doch alles. Die könnten doch von gar nichts mehr träumen…

Sie biederten sich dem Financier mit Privatinsel an, glitten auf seiner Schleimspur dahin und dachten, die Party werde niemals enden.
Und was bekam Epstein im Gegenzug? Das Glitzern von Krönchen und jahrhundertealter Tradition.
Netzwerke! Die größten, besten, berühmtesten Netzwerke der Welt. Die Queen als ultimativer Jackpot!
Seine Lebensgefährtin Ghislaine Maxwell hatte einen „All Area“- Pass und konnte sich in den königlichen Palästen überall bewegen. Sarah Ferguson ermöglichte Führungen durch die Schlösser.
Sie alle benutzten jene Schlösser, die ihnen gar nicht gehörten als Kulissen für ihre Finanztransaktionen. Mit dem jahrhundertealten Pomp beeindruckten sie zweifelhafte Geschäftspartner.
Eine schmierige Truppe in einer Schmierenkomödie.