Wie tief steckt der Earthshot Prize im Sumpf?

Wie tief steckt der Earthshot Prize im Sumpf?

Derzeit jagen sich die Horror- Nachrichten …

Dachten wir nach Dianas Tod, es könne für die englischen Royals nicht schlimmer kommen, hatten wir einfach keine Ahnung.
Das ändert sich derzeit.

Es war nur eine Frage der Zeit, wann die Einschläge auch die jüngere Garde treffen würde.

Gestern machte nun die Nachricht die Runde, dass bei einigen Epstein- Emails nach der erfolgreichen Klage mehrerer amerikanischer Abgeordneter, die Schwärzung aufgehoben worden war.
Dadurch wurden auch Mails von Sultan Ahmed bin Sulayem, einem emiratischer Geschäftsmann, der als Chairman und CEO von DP World tätig ist — einem der größten Hafen- und Logistikunternehmen der Welt mit Sitz in Dubai, an Epstein bekannt.

Copyright: wikipedia, gemeinfrei


Besonders grauenerregend: eine Mail von Epstein an ihn mit dem Wortlaut: „Where are you? Are you ok, I loved the torture video.“ (2009) (Übersetzung: „Wo bist du? Geht es dir gut, Ich liebte dein Folter- Video.“)

Was hat nun dieser Sultan mit dem Eartshot Prize von Prinz William zu tun?


DP World ist ein Gründungspartner des Earthshot Prize und bin Sulayem hatte 2022 eine Spende von über einer Million Pfund an Prinz Williams Organisation angekündigt.
Diese Ankündigung war durch einen Fototermin der beiden Männer flankiert.

The Republic hat jetzt eine offizielle Beschwerde bei der Charity Commission des Vereinigten Königreichs eingereicht. Man wirft William vor, seiner Sorgfaltspflicht nicht genüge getan zu haben, indem er den Spender nicht ausreichend überprüft habe.
Die Charity Commission hat dies bestätigt und mitgeteilt, dass sie die Vorwürfe prüft und auch prüft, ob sie weitere Schritte einleiten wird.

Nach den Erlebnissen der letzten Monate und Jahre bin ich da ungeheuer skeptisch. Wir haben gelernt, dass nichts neutral bearbeitet wird, was mit der Königsfamilie zu tun hat.
Anzeigen werden fallen gelassen, Hinweisen wird nicht nachgegangen.
Es wird erfolgreich gedroht und Dinge versickern.

Ob es in diesem Fall anders ist, wage ich stark zu bezweifeln, zumal der Earthshot Prize das einzige namhafte Projekt außer der „Homeward Initiative“ ist, das William überhaupt hat.
Der Earthshot Prize sichert ihm immer wieder die Schlafzeilen, zumal bei der jährlichen Preisverleihung.
( „Heads Together“ zum Beispiel hatte zum letzten Mal 2022 einen royalen Platz auf der Agenda.)
Da wird William alle Fäden ziehen, damit dieses Projekt nicht beschädigt wird.

Dass man sich derzeit nicht zu schnellem Handeln gezwungen sieht, wird alleine schon dadurch klar, dass der Earthshot Prize bislang auf keine Presseanfrage reagiert hat.
Der Hof setzt also einmal mehr auf Aussitzen.
Das war ja bislang auch schon so erfolgreich …

Was sollen wir nur tun?

In den aktuellen Skandalen gibt es nur Verlierer. So scheint es zumindest…

Verlierer Nr. 1
Das englische Königshaus

zunächst schauen wir mal nach London, wo sich König Charles gestern abermals einem Bürger stellen musste, der ihm bei einem Walkabout zurief, ob Andrew sich nicht langsam mal den Behörden stellen müsse.

Der Mann hat so Unrecht nicht.

Stehen doch nicht nur Kindesmissbrauch am Horizont, sondern auch Geheimnisverrat und Untreue. Kurz – Fehlverhalten im öffentlichen Amt.

Andrew Lownie wiederum wird nicht müde zu betonen, dass er diverse Unterlagen hat, die strafrechtlich relevant wären. Auch bietet er sie wie schales Bier den britischen Behörden an, da diese – so seine Einschätzung – wesentlich bessere Mittel zur Verfügung haben als er, um die Unterlagen zu prüfen und für ihre Ermittlungen zu verwenden.

Doch wenn es keine Ermittlungen gibt, bekommt man auch keine Einschätzung der Beweise.

Hier stoßen wir jetzt auf den seit Jahrzehnten propagierten Quatsch von der politischen Zurückhaltung, ja Neutralität des Königshauses.
Sie mögen parteipolitisch den Mund halten, doch wenn es um ihre Belange geht, sind sie jeder Zeit bereit, in die (rechts)staatlichen Abläufe einzugreifen.

Eines der bekanntesten Beispiele: Der Paul Burrell- Prozess.
Hier wurde Paul Burrell, Dianas Butler, angeklagt, zahlreiche Stücke aus ihrem Besitz gestohlen und auf seinem Speicher versteckt zu haben.

Er selbst behauptete, er habe die Sachen nach Dianas Tod in Sicherheit gebracht, da bereits Stücke verschwunden waren.

Im letzten Moment – der Prozess hatte bereits begonnen – der Knalleffekt: Die Königin selbst griff ein und erklärte, sie sei von Burrell unterrichtete worden, dass er Stücke in Sicherheit gebracht habe. Es sei also kein Diebstahl …

Jetzt sinn mer mal speziell und denken nach…
Wieso ist es kein Diebstahl, nur weil ein anderer davon weiß?
Wenn die Sachen nur in Sicherheit gebracht werden sollten – wo wären sie sicherer gewesen als auf einem königlichen Anwesen? In einem königlichen Tresor? Des Weiteren: die von Burrell „gesicherten“ Stücke gehörten Diana – die war tot – also gehörten sie ihren Erben. Wobei mir jetzt irgendwie zuallererst ihre Söhne einfallen.
An deren Stelle – da minderjährig – hätte Charles die Stücke für die Söhne an sich nehmen müssen.
Spannend, dass die Queen eingreift und all diese von mir genannten Punkt ad absurdum führt und damit auch noch durchkommt.
So viel zur „neutralen“ Gerichtsherrin.

Wahrscheinlicherer Grund des Eingreifens:
Man fürchtete, dass Zeugen Unliebsames zutage fördern könnten. Aussagen werden gemacht. Es wird nachgefragt. Man sieht nicht gut dabei aus.

Am Ende des Tages galt es, die Notbremse zu ziehen, was die Königin gemacht hat.

Und irgendwie fand das jeder okay.

Warum eigentlich?

Und auch was Andrew angeht, hat die Queen jahrelang die Türe zugehalten und Wachposten bezogen.
Zahlreiche Zeugen stehen jetzt auf und berichten, wie sie direkt angedroht bekamen, dass es Konsequenzen habe, wenn sie mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit gingen.
Der BBC wurde klargemacht, dass sie jeglichen Zugang zum Palast verlieren würden, wenn sie die Doku über Andrew, Sarah und Jeffrey machen würden.
Andrew Lownie bekam es mit dem geballten Rechtsberaterstab des Palastes zu tun, als er nur die Archive mit den Unterlagen über Edward VII für sein Buch „Traitor King“ einsehen wollte.

Er ist es auch, der der Öffentlichkeit in Erinnerung bringt, dass in den Archiven der königlichen Schlösser einige der größten Kunstwerke der Menschheitsgeschichte lagern und der Öffentlichkeit vorenthalten werden, einfach, weil es die Krone so möchte. Es gibt auch keinerlei Handhabe, sie zu zwingen, einen Zugang zu ermöglichen, respektive eine Ausstellung zu organisieren.
Die Stücke bleiben einfach unter Verschluss, als besitze sie kein europäisches Staatsoberhaupt, sondern ein russischer Oligarch.

Wir sehen – das Königshaus wird immer dann aktiv, wenn es um die eigenen Interessen geht. Sieht man sich (heraus)gefordert, zieht man es vor, mit altbekannten Sprüchen wie „Never complain – never explain“ (Niemals bescheren – niemals erklären) die Menschen abzuspeisen.

Und in dieser Tradition stellt man sich vor den Sohn/ Bruder Andrew und hilft diesem, den Nachstellungen der Justiz zu entgehen.

JETZT ZEIGT ES SICH, WER DEN LÄNGEREN ATEM HAT. KÖNIGSHAUS ODER ÖFFENTLICHKEIT…

Verlierer Nr. 2
Das norwegische Königshaus

Zugegeben – sie sind in einem nicht auflösbaren Dilemma (eigentlich beide Königshäuser)…

Vor Jahren haben sie eine Art Ursünde zugelassen. Im einen Fall ein Prinz, der einfach mit allem durchkam und im anderen Fall, ein Prinz, der mit seiner Herzensdame durchkam.

Beides hätte gutgehen können, wäre den Nachrückern nicht ein gewisser Jeffrey Epstein begegnet.

Dieser packte die Royals wo sie verwundbar waren. Er war ein Mephistopheles, der sie in eine Welt entführte, die er aussehen ließ wie die jeweilige Traumwelt.
Mette Marit erlebte Bestätigung. Vielleicht sogar etwas, das sie für echte Freundschaft hielt. Sarah Ferguson bekam Geld und Anerkennung. Andrew Sex und Privatjets.
So bekam jeder wovon er träumte.
Und sage jetzt niemand, Royals hätten doch alles. Die könnten doch von gar nichts mehr träumen…

Sie biederten sich dem Financier mit Privatinsel an, glitten auf seiner Schleimspur dahin und dachten, die Party werde niemals enden.
Und was bekam Epstein im Gegenzug? Das Glitzern von Krönchen und jahrhundertealter Tradition.
Netzwerke! Die größten, besten, berühmtesten Netzwerke der Welt. Die Queen als ultimativer Jackpot!
Seine Lebensgefährtin Ghislaine Maxwell hatte einen „All Area“- Pass und konnte sich in den königlichen Palästen überall bewegen. Sarah Ferguson ermöglichte Führungen durch die Schlösser.
Sie alle benutzten jene Schlösser, die ihnen gar nicht gehörten als Kulissen für ihre Finanztransaktionen. Mit dem jahrhundertealten Pomp beeindruckten sie zweifelhafte Geschäftspartner.
Eine schmierige Truppe in einer Schmierenkomödie.

Kein Grund für Harmonie

Kein Grund für Harmonie

Finding Harmonie – A King’s Vision

So heißt jener Film, der am Donnerstag der Weltöffentlichkeit erstmals mit großem Pomp auf Windsor Castle vorgestellt wurde.

Worum geht es?
Nun – König Charles befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Thema „Harmonie“ in all ihren Ausprägungen und Auswirkungen. Für ihn ist Harmonie ein ganzheitliches Konzept, das alle Lebensbereich umfasst.
Menschen sollen MIT der Natur leben und nicht nur in ihr. Dazu gehört traditionelles Wissen, ökologische Landwirtschaft, nachhaltige Architektur und Naturschutz.

In der Doku schildert Charles seinen eigenen Weg als Umweltaktivist. Sie zeigt seine Projekte, zusammengefasst in der King’s Foundation, seiner Nachhaltigkeits- Stiftung.
Gedreht wurde unter anderem in Highgrove und Dumfries House. Dabei geht es aber nicht nur um England, sondern um einen globalen Ansatz. Folgerichtig werden erfolgreiche Beispiele seiner Ansätze aus den Wäldern von Guyana bis zu nachhaltigen Gemeinden in Indien vorgestellt.

Moderatorin der Mischung aus Archivmaterial, Interviews und Naturaufnahmen ist dabei keine Geringere als Kate Winslet.

Wo kann man die Doku sehen?
Ab dem 06. Februar 2026 auf Prime Video.

Bei der aufwendig inszenierten Premiere auf Windsor Castle gaben sich die ranghöchsten Royals ein Stelldichein: Das Königspaar selbst (ganz klar), Edward der Duke of Edinburgh, Sophie Duchess of Edinburgh, sowie der Herzog und die Herzogin von Gloucester.
Weitere prominente Gäste waren Dame Judi Dench und Rod Stewart, sowie die Sprecherin des Films, Kate Winslet.
Wie man sehen konnte, waren alle Anwesenden bester Laune – passend zum Filmtitel.
Man plauderte, scherzte und herzte sich.

Also alles Friede, Freude, Eierkuchen?

Hmmmm…. nicht ganz… Ganz England ist vom König und seinen Fans besetzt. Ganz England? Nein! Ein von unbeugsamen Walisern bevölkertes Schlösschen hört nicht auf, dem Übermächtigen Widerstand zu leisten…

Auf der äußerst bemerkenswerten Liste an englischen (Ehedem-)Promis fehlten zwei große Namen: Prinz William und seine Frau Catherine.

Ja. So geht es bei mancher Party: Wirklich bemerkenswert ist, wer nicht da ist.

Jaaaa – jetzt höre ich euch schon wieder sagen: Ah ja – Die Wales waren nicht da, weil sie das Königspaar nicht überstrahlen wollten (wahlweise: sollten). Das ist ein immer wieder gebrachtes Erklärungsmuster, wenn es um die beachtlich vielen nicht- gemeinsamen Termine von Königspaar und Kronprinzenpaar geht.
Das kann man natürlich sagen. Das ist auch das stets vom Palast- PR- Team wiederholte Liedlein, wenn die ekelhafte Presse keine Ruhe gibt und immer wieder nachfragt.

Tatsächlich kenne ich keine andere Monarchie, in der das Herrscherpaar und sein Nachfolger/ Nachfolgerin derart darauf erpicht sind, sich nicht gemeinsam zu zeigen wie in England.
Haben Felipe und Letizia Angst, sich mit ihren Töchtern zu zeigen?
Fürchten Willem Alexander und Maxima die Strahlkraft der jungen, schönen Amalia?
Meiden König Philippe von Belgien und seine Mathilde die Thronfolgerin Elisabeth?
Suchen König Carl Gustav und Königin Silvia das Weite, wenn Kronprinzessin Victoria bei einem Event auftaucht?

Nicht, dass ich wüsste.

Nur in England ist das scheinbar so.

HARMONIE sieht in meinen Augen anders aus.
Und da kommt die Doku ins Spiel … Wie viel Harmonie gibt es denn im Privatleben des Königs? Wo ist da seine Vision?

Seit Jahrzehnten beobachten wir bei keiner Familie (außer vielleicht bei den Geissens) so viel Disharmonie wie bei den englischen Royals. Wenn man „Dysfunktional“ googelt, dürfte inzwischen ein Fotos der Windsors auftauchen.

Es ging schon mit dem Verhältnis zwischen Queen Elizabeth/ Prince Philip und (dem damals noch) Prince Charles los. Wieder und wieder hörten wir von Sticheleien und offenen Affronts, vor allem von Philip in Charles Richtung, denn er hielt seinen Sohn für ein ausgemachtes Weichei.
Die Königin schien – wenn nicht zwischen den Männern – so im Normalfall auf der Seite ihres Mannes zu stehen.
Weiter zur berüchtigten Ehe mit Diana, bei der sich bald niemand mehr wirklich Mühe gab, die offensichtlichen Risse zu kitten, oder zumindest zu übertünchen. Wir erinnern uns alle des Kriegszustandes, in den die Ehe spätestens Ende der 80er Jahre überging.
Mit William und Harry entstand auch keine wirklich Harmonie. William lud seine Eltern demonstrativ von einem Schulfest aus und warf seiner Mutter ein „I hate you“ („Ich hasse dich!“) an den Kopf, nachdem sie ihm (von Paparazzi beobachtet) in der Schule ihr Panorama- Interview angekündigt hatte. Als dann die heimlich mitgeschnittenen Gespräche zwischen Charles und Camilla, sowie zwischen Diana und James Gilby bekannt wurden, war der Ofen völlig aus.
Was wir nun alle wussten, nur nicht in allen schmuddeligen Details – wurde schlussendlich durch Prince Harrys Memoiren bestätigt.
Rangeleien, Querelen, Petitessen, Zickigkeiten, Eitelkeiten …
All das lief brühwarm aus der Druckerpresse. Und diesmal nicht durch einen Externen, sondern breitgetreten von einem Mann im Herzen der Ereignisse.

Seitdem scheint sich Charles absolut amateurhaft um die Wiederherstellung der niemals vorhandenen Harmonie. Und wenn er sie zu Hause schon nicht schafft, dann doch bitte draußen in der ganzen Welt.
Nach dem Motto: Ich kann zwar nicht Radfahren, aber ich bringe es euch bei…
Ist das nicht irgendwie so als würde jemand Bundestrainer, der nicht mal weiß, was eine Mannschaftsaufstellung ist?

Es mag Zeiten gegeben haben, wo man sich bemüht hat, Einheit zu demonstrieren. Ja – es gab Zeiten wo Charles und William sogar gemeinsame Termine hatten. (Von den obligatorischen Uniform- Events mal abgesehen…)
Die gibt es auch heute noch. (Einen im letzten Jahr).
Aber sieht man da irgendeine Interaktion zwischen Vater und Sohn? Sie kommen gemeinsam an, winken, fertig. Das war’s.
Zuletzt sehr gut beim Staatsbesuch der Steinmeiers in London zu sehen.
Die beiden Paare schauten sich kaum an. Schienen sich bestenfalls gegenseitig im Weg zu stehen. Miteinander plaudern, scherzen, ein humorvoller Austausch – Fehlanzeige.

Und jetzt?
Aber vielleicht habe ich auch einfach den Titel der Doku nicht richtig gelesen… FINDING Harmony, heißt er. Nicht etwa „HAVING Harmony“. Harmonie FINDEN – nicht Harmonie HABEN…
Vielleicht will Charles uns damit ja vor Augen führen, dass man aktiv zur Harmonie beitragen muss….
Vielleicht will er eine Botschaft an seinen Ältesten senden, dass er ihn gerne im Harmonie- Boot hätte.

Wir wissen es nicht.

Aber nach dem, was wir aus dem Palast gehört haben, hat man beim Königspaar schon den Titel der Times „Arise, Queen Catherine!“ („Erhebe dich, Königin Catherine“) eher zickig aufgenommen.
So richtig harmonisch sieht es also auf keiner Seite aus …

Prince William – Eine (Zwischen)- Bilanz

LONDON- UK- 5th May 2023. Copyright: Gemeinfrei; Quelle: Wikipedia

Heute habe ich jemand ganz Besonderes in den Fokus gestellt, nämlich Prinz William, den Thronfolger, den künftigen König von England. Ich hatte ihn ja schon öfter mal in meinen Filmen auf YouTube, aber er war eigentlich immer nur eine Randfigur. Heute will ich mal ein bisschen genauer hinschauen, zumal er auch in letzter Zeit immer öfter seine Visionen seines eigenen Königtums, eines modernen Königtums, mitgeteilt hat.

Da muss ich jetzt etwas vorausschicken und vielleicht auch so ein bisschen etwas zur „Quellenlage“ klären, wie man so schön sagt.
Es ist immer problematisch, wenn man rauskriegen will, was Royals denken, weil sie ja selten in einem „unkontrollierten Umfeld“ zugange sind. Im Normalfall haben Royals immer irgendwelche PR-Leute um sich rum, Berater, Ratgeber, und die schauen sehr genau hin, was die Royals so sagen, und schreiten dann auch ein, wenn ein Royal vielleicht mal versehentlich zu offen plaudert.
Wenn sie das nicht tun, wie im Falle von Andrew Mountbatten-Windsor und dem berüchtigten BBC-Interview, dann sind sie ihren Job auch ziemlich schnell los. (Wovon Frau Thirsk heute ein Lied singen kann…)

William ist ein Mann, der inzwischen ein gutes Stück über 40 ist und sich in seinem Leben, sagen wir mal, zurechtgeruckelt hat. Er ist glücklich verheiratet. Er hat drei glückliche, zufriedene Kinder.
Sein ältester Sohn George wird bereits auf seine künftige Rolle als König vorbereitet, was bedeutet, dass er bei großen Anlässen dabei ist, dass er aber auch schon Termine mit den Eltern wahrnimmt.
Es wird immer großen Wert darauf gelegt, dass die Kinder ein ganz normales (schulisches) Umfeld haben. Inzwischen sind es keine Kleinkinder mehr, es sind (beinahe) Teenager, und als solche unterliegen sie dem englischen Schulsystem. In diesen speziellen Fällen haben wir es mit Ganztagsschulen und Internaten zu tun, wie Eton (ehemals William und Harrys Schule) oder dem Marlborough College (der ehemaligen Schule von Prinzessin Catherine).

Das bedeutet, die Kinder sind von morgens bis zum späten Nachmittag in der Schule. Danach sind sie dann noch mit Hausaufgaben und Lernen beschäftigt. Wenn sie dann in die weiterführende Schule kommen, wird über Internate nachgedacht.
Das sind Internate, bei denen die Schüler nur in den Ferien heimkommen. Das heißt, die Eltern haben dann im Prinzip sieben Tage die Woche Zeit, um ihr Leben so zu gestalten, wie sie das möchten. Dieser Punkt spielt für die Wales insofern eine Rolle, als bislang immer als Grund für die viele Freizeit die Familie genannt wurde. Dass man mit den Kindern mehr Zeit verbringen wolle.

Wie gerade erwähnt, war Andrew ein Beispiel für Royals, die sich in Interviews um Kopf und Kragen reden…
Ein weiteres Beispiel war Prinzessin Diana mit ihrem Panorama-Interview. Das hatte sie ohne Beratung durchgezogen, nur mit dem interviewenden Journalisten Martin Bashir, und das hat sich als ihr Untergang herausgestellt.

Jetzt hat William vor kurzem ein ziemlich ausführliches Gespräch geführt mit dem Schauspieler und Dokumentarfilmer Eugene Levy. Dieser hat auf Apple Plus eine Serie namens „The Reluctant Traveler“ – also der widerspenstige Reisende. Da besichtigt er in einer Folge Windsor Castle und, Überraschung, wer kommt da auf seinem E-Scooter angerollert? Kein Geringerer als Prinz William. Er hat auch noch Zeit mitgebracht und setzt sich nach einem ausführlichen Spaziergang durch Windsor mit Mr. Levy in ein Lokal und dann wird geplaudert bei einem Bierchen. Ein Publicity-Stunt, wie man ihn sich nur träumen kann.

Bei diesem Gespräch nun hat William zum Besten gegeben, wie er sich die Zukunft der Monarchie vorstellt, wie er das Ganze verschlanken will. Fokus auf Modernisierung. Sein Plan ist eigentlich, mit diesem Verschlanken, das schon sein Vater begonnen hat, weiterzumachen. Er will ein Gesamtpaket abliefern. Er will zum einen die Anzahl der „Working Royals“ reduzieren. Er will auch Prinzessin Anne, die ja jetzt immer noch zusammen mit dem König das Terminzugpferd der Show ist, sukzessive rausnehmen.
Ist das der Plan?

Er will aber auch nicht seine Cousinen, zum Beispiel Zara Tindall oder die York-Schwestern, intensiver einbinden. Die Zauberformel ist: Wir werden weniger Themen abdecken, nämlich nur Nachhaltigkeit (also Umweltschutz) und das soziale Thema.
Da dachte ich mir: Okay, wie viele andere Themen gibt es für englische Royals sonst noch?
Diese wenigen Themen sollen durch das Engagement für wenige Charities abgebildet werden. Das zeigt sich jetzt schon: Catherine und er haben gerade mal jeder drei oder vier Schirmherrschaften, die sie regelmäßig besuchen. Im Gegensatz zu Prinzessin Anne, die mehrere hundert Schirmherrschaften hat, genau wie der König und vor ihm seine Mutter.

William selbst sieht das Ganze mehr wie ein Sozialunternehmer. Er sieht das Ganze als eine Firma. Er ist der Geschäftsführer, der General Manager. Er legt fest, wer wie unterstützt werden soll, und das sollen eben nur wenige Gruppen sein. Die restliche Zeit soll Hintergrundarbeit stattfinden.
Hier ist für mich ein Punkt erreicht, wo ich sage: Stopp!
Es ist klar, die Zeiten, wo Royals acht Kinder zur Welt gebracht haben, die dann früh ins royale Geschäft eingestiegen sind, sind vorbei. Aber viele Kinder zu haben, bedeutete auch immer eine starke Personaldecke.

Wie die Show einbricht, haben wir alle gesehen, als im vorletzten Jahr die Krebserkrankungen des Königs und von Catherine bekannt wurden. Zwei der stärksten Säulen sind weggebrochen. Catherine hat schon vorher nicht viele Termine gemacht, aber diese Termine haben eine weite Abdeckung in den Medien erfahren. Wenn der König zehn Termine gemacht hat, wurde er in einer Handvoll britischer Zeitungen erwähnt, aber wenn Catherine einen machte, wurde sie international gezeigt. Umso schmerzhafter war dieses Jahr der Erkrankung.

William hat dieses Jahr 2024 gegenüber Eugene Levy als das schlimmste Jahr seines Lebens bezeichnet. Das ist mehr als nur nachvollziehbar.
Es muss verheerend sein, wenn du nicht nur um das Leben eines geliebten Menschen bangen musst, sondern auch um eine Säule deiner Institution. Dazu kamen die ganzen Querschüsse von seinem Bruder aus Montecito.
Von daher müsste er eigentlich am besten wissen, dass es mit noch weniger Personal noch schlechter zu schaffen ist. Da nutzt es auch nichts, wenn man sagt: „Qualität statt Quantität.“

Für mich ist jemand, der zum Königshaus gehört, jemand, der seine Berühmtheit für so viel Gutes wie möglich nutzen sollte.

Er muss Organisationen nicht beraten, er muss Leute zusammenbringen.

Ein Beispiel: Eine kleine Kirchengemeinde im englischen Hinterland musste ihre Kirche renovieren und hatte kein Geld. Sie wandten sich an das Büro der Princess Royal (Anne) und baten um einen Brief, mit dem sie Spenden sammeln könnten. Die Antwort war: Wäre es nicht hilfreicher, wenn die Prinzessin persönlich vorbeikäme? Sie kam, es wurde in den Medien abgebildet, und die Gemeinde bekam ihr Geld zusammen. Das ist für mich „Soft Power“. Wenn William sich nur als Manager sieht, der bestimmte Dinge fördert, die in sein Portfolio passen, dann passt dieser moderne Managementansatz einfach nicht dazu.
Wir sind von Königshäusern einfach ein anderes Vorgehen gewohnt.

William hat zwei große, aktive Projekte:
Die „Homewards„-Initiative gegen Obdachlosigkeit. Er hat dafür eigenes Land der Duchy of Cornwall hergegeben. Das Ganze soll bis 2028 beendet sein. Es gibt Partnerschaften mit Banken und Unternehmen – eine Win-Win-Situation.
Dann gibt es den „Earthshot Prize„, sein zweites zentrales Projekt. Ziel ist es, junge Leute zu finden, die sich um Nachhaltigkeit und Umweltschutz verdient machen. Hier sollen neue Technologien und besondere, neue Ansätze gefördert werden.
Der Earthshot Prize hat William inzwischen internationales Renommee eingebracht und seine Position als Macher gestärkt. Mit dem Earthshot Prize ist William in den obersten Rängen der Wohltäter gelandet.
Aber ich bin der Meinung: Das ist großartig, aber du darfst die anderen Dinge nicht hinten runterfallen lassen. Nicht jeder Brite ist obdachlos. Die verrottende Kirche im Dorf ist für Leute in ihrem Ort genauso wichtig. Wenn William kommuniziert: „Das ist mein Portfolio, der Rest geht mich nichts mehr an“, dann ist das verheerend. Dann werden noch mehr Leute sagen: „Not my King“.

Mit diesen Projekten repräsentiert er die Kerninteressen seiner Eltern: Nachhaltigkeit von Charles und Obdachlosigkeit von Diana.

Dasselbe haben wir bei Catherine. Sie hat nur wenige ausgewählte Schirmherrschaften, zum Beispiel die Förderung der ersten Lebensjahre, Rugby, die National Portrait Gallery. Das ist nicht ansatzweise das, was wir früher gewohnt waren. Die Sichtbarkeit der königlichen Familie in der Öffentlichkeit wird weiter sinken sobald die Zugpferde wie Charles oder Anne fehlen.

Die Royal Foundation


Das Geld, das nach Dianas Tod gespendet wurde, geht heute zur Hälfte an die Royal Foundation von William und Catherine und zur Hälfte an Prince Harry und dessen Charities.
Die Royal Foundation hat im vergangenen Jahr ein Plus von über drei Millionen Pfund erwirtschaftet. (Böse gesagt sind das wahrscheinlich die drei Millionen, die Archewell ins Minus gerutscht ist.)

Die Personaldecke



Schauen wir uns die Personaldecke an: Wir haben momentan elf aktive Working Royals. Stand Januar 2026 ist das Durchschnittsalter 69 Jahre. Angeführt wird die Pyramide vom Herzog von Kent (90) und Prinzessin Alexandra (89). Dann kommen der Herzog von Gloucester (81), Birgitte (79), König Charles (77), Camilla (78) und Prinzessin Anne (75). Die „Jungspunde“ sind Edward und Sophie (beide 61), William (43) und Catherine (44).

Im Jahr 2025 sah die Termin-Hierarchie so aus: An der Spitze stand König Charles mit 535 Terminen, gefolgt von Anne mit 478. (Sie hatte weniger Termine als sonst wegen ihres Unfalls mit einem Pferd). Dann kam Edward (313), Sophie (235), Camilla (228), der Herzog von Gloucester (212), Prinz William (202), Birgitte (113), der Herzog von Kent (77) und an letzter Stelle Catherine mit 68 Terminen (wegen ihrer Erkrankung).
Wir haben also sehr alte Royals, die aller Voraussicht nach nicht mehr lange leben werden. Am Ende wird William seine Regentschaft vielleicht mit fünf oder sieben Personen bestreiten müssen. Wenn nicht sogar noch weniger.

Die Umfragen

Die Unterstützung für das Königshaus ist laut Umfragen auf einem Allzeittief von etwas über 60%. Besonders dramatisch sind die Zahlen bei den 18- bis 24-Jährigen. Da liegt die Zustimmung zur Monarchie nur noch bei 30 bis 37%. Die Royals werden als abgehoben und distanziert wahrgenommen. William befasst sich zwar mit Obdachlosigkeit, aber die jungen Briten haben andere Probleme wie Arbeitslosigkeit (15,9% bei den 16- bis 24-Jährigen) und prekäre Arbeitsverhältnisse wie die „Zero Hour Contracts“. (Arbeitsverträge, die nach Stunden bezahlt werden, wobei vertraglich keine Mindeststundenzahl festgelegt wird)

Die junge Generation empfindet Traditionen als veraltet. Es fehlt jemand wie Diana, die mit 20 Jahren die jungen Leute abgeholt hat. Catherine ist heute doppelt so alt wie Diana damals zu Beginn ihrer royalen Karriere und funktioniert als Role Model eher für wohlhabende, nicht berufstätige Frauen.
Auch die Kinder von William und Catherine wirken sehr elitär. Sie laufen in Maßkleidung rum, man sieht George nie in zerrissenen Jeans oder Charlotte in oversized Hoodies wie ihre Altersgenossen. Sie gehen auf Schulen wie das Marlborough College, die mehr kosten, als der Durchschnittsbrite verdient. Da ist kein Anknüpfungspunkt für das Volk.

Warum sind William und Catherine trotzdem beliebt?
Sie kommen medial gut rüber, lachen viel, machen Shoutouts und Selfies mit. Sie nutzen Social Media perfekt. Aber in Umfragen werden sie oft nur im Vergleich zu den anderen Royals als die Beliebtesten genannt, weil die anderen als irrelevant wahrgenommen werden.
Spannend wird es bei der Frage: Wie wichtig ist die Monarchie für die Zukunft? Da sagen immer mehr Leute: Juckt mich nicht. In Schottland dümpelt die Zustimmungsrate bei 30%. Viele Regionen fühlen sich abgekoppelt, weil die meisten Termine im Großraum London stattfinden.

Ein großes Problem ist auch das Geld. Unter Queen Elizabeth hat sich das Einkommen der Royals fast versiebzehnfacht. Die Briten müssen den Gürtel enger schnallen, während investigative Medien enthüllen, dass Charles und William Millionen vom klammen NHS kassieren. Da hilft es nicht, wenn man eine Krebsstation besucht, aber gleichzeitig Geld aus dem Gesundheitssystem zieht. Die Generation, die königstreu war und von solchen Untiefen gar nichts wissen wollte, stirbt derweil weg.

William wird oft als derjenige präsentiert, der aufräumt, besonders in der Kausa Andrew. Es heißt, er habe zusammen mit Camilla den König dazu gebracht, Andrew die Titel zu nehmen und ihn aus der Royal Lodge auszuweisen. Doch wirkliche Gerechtigkeit gäbe es erst, wenn ein Royal sich auch der Justiz stellen müsste. Andrew zieht nur von einem Schloss ins andere, sein Vermögen bleibt unangetastet. Er lässt sich privat auch sicher immer noch mit „Königliche Hoheit“ ansprechen. Insofern hat sich für ihn wenig geändert. Er wird noch immer zu Wochenendparties eingeladen und spricht seinerseits Einladungen aus.

William selbst lässt sich auch nicht gerne reinreden. Er zahlt keine Erbschaftssteuer und verweigert Einblicke in seine Finanzen. In ihm sehe ich immer noch Anteile des Schulhofbullies, der er mal war. Er war ein Rowdy, der andere Kinder mobbt. Selbst die Queen sagte damals, er sei „unhinged“ (von der Leine gelassen). Und das nicht in der guten Art und Weise.
Nicht zuletzt deswegen hat sie ihn so oft als möglich zum Tee eingeladen, als er noch in Eton zur Schule ging. Einfach um ihn an die Leine zu legen. Ihm ein Gefühl für die Anforderungen seiner Rolle zu geben.

Ob es ihr gelungen ist, werden wir sehen, wenn er König ist. Er will die Krönung modernisieren, keine traditionellen Gewänder mehr sehen und bestimmte Personen wie Andrew oder Harry nicht dabei haben. Er will eine personelle Verschlankung, nicht zuletzt, weil eine kleine Gruppe besser zu steuern ist.

Was ist mit Harry?

Was Harry angeht: William sieht wohl kein Licht am Ende des Tunnels.
Loyalität ist für Royals die absolute Existenzgrundlage.
Harry hat das Vertrauen missbraucht, indem er aus dem Nähkästchen geplaudert hat – über körperliche Auseinandersetzungen oder Chats zwischen Catherine und Meghan. Harry hat keine wirklichen Skandale aufgedeckt, sondern nur peinliche Skandälchen. Er hat seinen eigenen Ruf ruiniert und das Verhältnis zu seinem Bruder für immer zerstört.

Die Menschen haben einen Wunsch nach Fairness. Deswegen heißt es immer wieder: „Warte bis William an die Reihe kommt – der wird mit Harry abrechnen. Der wird den Sussexes alle Titel nehmen.“
Dass Andrew seine Titel verloren hat, wird als Erniedrigung wahrgenommen, aber am Ende des Tages ist ihm nichts passiert. Er musste sich nie vor irgendeinem Gericht verantworten.

Wir projizieren auf William, dass er der Macher ist, während Charles der Weichherzige ist. Das ist wie im Nibelungenlied: Gut gegen Böse. William nutzt dieses Narrativ sehr geschickt. Dass William derjenige ist, der aufräumen wird mit all den Royals, die uns von den Medien als Schurken präsentiert werden.

Aber am Ende müssen Strukturen geschaffen werden, die Skandale verhindern. Ein Königshaus darf nicht über dem Gesetz stehen. Solange William das nicht verstanden hat, hat er ein Problem, denn die junge Generation buckelt vor keinem König mehr. Wenn die Royals nicht liefern für die Millionen, die sie bekommen, dann wird die Frage nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis immer lauter.

Wie William und Catherine nach dem Ende von Catherines Erkrankung ihr öffentliches Leben gestalten, werden wir in den kommenden Monaten und Jahren sehen.
Als nächstes geht es für William auf jeden Fall im Auftrag der Regierung nach Saudi Arabien. Catherine bleibt derweil in England und absolviert dort Termine.

Es bleibt also spannend…

Prinzessin von Wales bricht ihr Schweigen

Wochenlang haben wir gebangt und gegrübelt, was mit der Prinzessin von Wales sein könnte. Gestern hat sie nun ihr Schweigen gebrochen und hier findet ihr die Übersetzung ihrer Videobotschaft.

DEUTSCH

Freitag, 227. März 2024
STRIKTES EMBARGO BIS FREITAG, 22**. MÄRZ 2024, 18 UHR GMT
EINE ABSCHRIFT EINER VIDEOBOTSCHAFT VON
CATHERINE, DIE PRINZESSIN VON WALES
Ich wollte diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen persönlich für all die wunderbaren Botschaften zu danken
für Eure Unterstützung und Euer Verständnis, während ich mich von einer Operation erholt habe.
Es waren ein paar unglaublich harte Monate für unsere gesamte Familie, aber ich hatte ein fantastisches
dem medizinischen Team, das sich hervorragend um mich gekümmert hat, wofür ich sehr dankbar bin.
Im Januar unterzog ich mich in London einer großen Bauchoperation, und damals dachte man
Ich habe erfahren, dass ich nicht an Krebs erkrankt bin. Die Operation war erfolgreich. Nach der Operation wurde jedoch bei Tests
Bei der Operation wurde festgestellt, dass Krebs vorhanden war. Mein medizinisches Team riet mir daher, mich
Ich unterzog mich einer vorbeugenden Chemotherapie und befinde mich jetzt in der Anfangsphase dieser
Behandlung.
Das war natürlich ein großer Schock, und William und ich haben alles getan, was wir konnten, um
Ich habe mich entschlossen, diese Behandlung zum Wohle unserer jungen Familie privat durchzuführen.
Wie Sie sich vorstellen können, hat dies einige Zeit in Anspruch genommen. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich von der großen Operation zu erholen
um meine Behandlung zu beginnen. Aber vor allem hat es uns Zeit gekostet, George, Charlotte und Louis alles so zu erklären
Ich möchte George, Charlotte und Louis auf eine für sie angemessene Weise informieren und ihnen versichern, dass ich
Ich werde wieder gesund.
Ich habe ihnen gesagt, dass es mir gut geht und ich jeden Tag stärker werde, indem ich mich auf die Dinge konzentriere, die
Die Behandlung wird mir helfen, zu heilen – geistig, körperlich und seelisch.
William an meiner Seite zu haben, ist auch eine große Quelle des Trostes und der Beruhigung. Das gilt auch für die Liebe,
Ich freue mich über die Unterstützung und die Freundlichkeit, die mir so viele von Ihnen entgegengebracht haben. Das bedeutet uns beiden so viel.
Wir hoffen, dass Sie verstehen werden, dass wir als Familie jetzt etwas Zeit, Raum und Privatsphäre brauchen
während ich meine Behandlung abschließe. Meine Arbeit hat mir immer große Freude bereitet und ich freue mich
Ich freue mich darauf, wieder dabei zu sein, wenn es mir möglich ist, aber im Moment muss ich mich auf meine vollständige Genesung konzentrieren.
In dieser Zeit denke ich auch an all diejenigen, deren Leben von Krebs betroffen ist. Für
Alle, die mit dieser Krankheit konfrontiert sind, egal in welcher Form, verlieren bitte nicht den Glauben oder die Hoffnung. Sie sind nicht
allein.
END

ESPAÑOL

Viernes 227 Marzo, 2024
ESTRICTAMENTE EMBARGADO HASTA LAS 18.00 H GMT DEL VIERNES 22** DE MARZO DE 2024
TRANSCRIPCIÓN DE UN MENSAJE DE VÍDEO DE
CATHERINE, LA PRINCESA DE GALES
Quería aprovechar esta oportunidad para darles las gracias, personalmente, por todos los maravillosos mensajes…
de apoyo y por vuestra comprensión mientras me recuperaba de la operación.
Han sido un par de meses increíblemente duros para toda nuestra familia, pero he tenido un fantástico
equipo médico que me ha cuidado con esmero, por lo que estoy muy agradecida.
En enero, me sometí a una cirugía abdominal mayor en Londres y, en ese momento, se pensó que mi condición no era cancerosa.
de que mi enfermedad no era cancerosa. La operación fue un éxito. Sin embargo, las pruebas
En la operación se descubrió que había cáncer. Por ello, mi equipo médico me aconsejó que
Me sometí a un tratamiento de quimioterapia preventiva y ahora estoy en las primeras fases de ese tratamiento.
tratamiento.
William y yo hemos hecho todo lo posible para procesar y gestionar esta situación de forma privada, por el bien de mi familia.
y gestionarlo de forma privada por el bien de nuestra joven familia.
Como puedes imaginar, esto ha llevado tiempo. Me ha llevado tiempo recuperarme de una cirugía mayor para poder empezar el tratamiento.
para empezar mi tratamiento. Pero, lo más importante, nos ha llevado tiempo explicárselo todo a
George, Charlotte y Louis de una manera apropiada para ellos, y para asegurarles que yo
Voy a estar bien.
Como les he dicho; estoy bien y me hago más fuerte cada día centrándome en las cosas que
me ayudará a curarme; en mi mente, cuerpo y espíritu.
Tener a William a mi lado también es una gran fuente de consuelo y tranquilidad. Al igual que el amor
El apoyo y la amabilidad que me han mostrado tantos de ustedes. Significa mucho para los dos.
Esperamos que entiendan que, como familia, ahora necesitamos tiempo, espacio y privacidad…
mientras completo mi tratamiento. Mi trabajo siempre me ha llenado de alegría y espero volver cuando pueda.
Espero estar de vuelta cuando pueda, pero por ahora debo centrarme en recuperarme por completo.
En estos momentos, también pienso en todos aquellos cuyas vidas se han visto afectadas por el cáncer. Para
A todos los que se enfrentan a esta enfermedad, en cualquiera de sus formas, les ruego que no pierdan la fe ni la esperanza. Usted no está
solo.
FINALES

FRANZÖSISCH

Vendredi 227 mars 2024
STRICTEMENT SOUS EMBARGO JUSQU’A 1800HRS GMT LE VENDREDI 22** MARS 2024
TRANSCRIPTION D’UN MESSAGE VIDÉO DE
CATHERINE, PRINCESSE DU PAYS DE GALLES
Je voulais profiter de cette occasion pour vous remercier personnellement pour tous les merveilleux messages de soutien et pour la compréhension dont vous avez fait preuve pendant que j’étais à l’hôpital.
Je vous remercie de votre soutien et de votre compréhension pendant que je me remettais de mon opération.
Ces deux mois ont été incroyablement difficiles pour toute notre famille, mais j’ai bénéficié d’une équipe médicale fantastique qui s’est beaucoup occupée de moi.
l’équipe médicale qui a pris grand soin de moi, et je lui en suis très reconnaissante.
En janvier, j’ai subi une importante opération abdominale à Londres et, à l’époque, on pensait que mon état n’était pas cancéreux.
que mon état n’était pas cancéreux. L’opération s’est déroulée avec succès. Cependant, les tests effectués après l’opération ont révélé la présence d’un cancer.
L’opération a révélé la présence d’un cancer. Mon équipe médicale m’a donc conseillé de
J’ai suivi une chimiothérapie préventive et j’en suis maintenant aux premiers stades de ce traitement.
traitement.
Cela a bien sûr été un choc énorme, et William et moi avons fait tout ce que nous pouvions pour traiter et gérer cette situation en privé, dans l’intérêt de la famille.
Mon équipe médicale m’a donc conseillé de traiter et de gérer cela en privé pour le bien de notre jeune famille.
Comme vous pouvez l’imaginer, cela a pris du temps. Il m’a fallu du temps pour me remettre d’une opération chirurgicale majeure afin de commencer mon traitement.
Nous avons fait tout ce qui était en notre pouvoir pour commencer mon traitement. Mais surtout, il nous a fallu du temps pour tout expliquer à George, Charlotte et Louis d’une manière qui leur permette de se sentir à l’aise.
George, Charlotte et Louis d’une manière qui leur convienne, et pour les rassurer sur le fait que je vais m’en sortir.
Je me suis dit que tout irait bien.
Comme je leur ai dit, je vais bien et je me renforce chaque jour en me concentrant sur les choses qui m’aideront à guérir.
Le traitement va m’aider à guérir, dans ma tête, mon corps et mon esprit.
Le fait d’avoir William à mes côtés est également une grande source de réconfort et d’assurance. Tout comme l’amour,
Je suis heureuse de pouvoir compter sur le soutien et la gentillesse de tant d’entre vous. Cela représente beaucoup pour nous deux.
Nous espérons que vous comprendrez qu’en tant que famille, nous avons besoin de temps, d’espace et d’intimité pendant que je termine mon traitement.
pendant que je termine mon traitement. Mon travail m’a toujours apporté un profond sentiment de joie et j’ai hâte d’être de retour quand je le pourrai.
Je me réjouis d’être de retour dès que je le pourrai, mais pour l’instant, je dois me concentrer sur mon rétablissement complet.
En ce moment, je pense aussi à tous ceux dont la vie a été affectée par le cancer. Pour
À tous ceux qui sont confrontés à cette maladie, sous quelque forme que ce soit, je demande de ne pas perdre la foi ni l’espoir. Vous n’êtes pas
Je suis seul.
FIN

Foto manipuliert – So what?!

Ach – was hatten wir uns am Wochenende über das Foto von Catherine, der Prinzessin von Wales, gefreut. Anlässlich des Muttertags hatte der Kensington Palast ein Foto von Catherine und den Kindern veröffentlicht, das William anfangs der Woche angeblich geschossen hatte.
Angeblich? Wieso angeblich?

Gestern wurde anlässlich des britischen Muttertags ein wunderhübsches Foto der Prinzessin von Wales und ihrer Kinder vom Kensington Palace veröffentlicht. Prince William hatte es anfangs der Woche aufgenommen und es erfreute alle Beobachter der Royal Family, zeigt es doch eine rundum glückliche Prinzessin, der man nichts von der zurückliegenden schweren Operation anmerkt, die sie monatelang außer Gefecht gesetzt hatte.

Dann heute Morgen der Schock: Vier der größten Agenturen zogen das Foto wegen offensichtlicher Manipulationen zurück.

Sie erklärten, dass man kleinere Veränderungen akzeptiere, so z.B. das Löschen von Stäubchen, die sich auf der Kameralinse befunden hätten oder Probleme bei der Darstellung von Farben. Allerdings seien weitergehende Veränderungen inakzeptabel.
Mehrere Agenturen haben auch bereits dringend um eine Stellungnahme des Palastes gebeten, bislang aber keine bekommen.

Wo ist das Problem?

… wurde ich jetzt auf Instagram gefragt. Da wurden halt ein paar Finger umgebaut und die Bäume sind grüner als zu erwarten wäre Mitte März.

Stimmt! Was macht das schon? Und vielleicht sind die Bäume im vom Golfstrom verwöhnten Windsor wirklich weiter als die bei uns …
Eine fehlender Ehering hier, ein löchriger Ärmel dort – kein Problem.

Oder vielleicht doch?

Vielleicht bin ich da besonders pingelig – aber wenn du (als eine Institution, die von der Glaubwürdigkeit und der Akzeptanz) in der Bevölkerung abhängig bist, so achtlos mit der Wahrheit umgehst – was soll man dir dann noch glauben?

Erinnert ihr euch an das Märchen vom Hirtenjungen und dem Wolf? Der gelangweilte Hirtenjunge rief zum Spaß „Wolf!!!“, woraufhin die Dorfbewohner zur Hilfe eilten. Als sie sahen, dass kein Wolf da war, gingen sie weg. Als dann aber wirklich der Wolf kam und der Hirtenjunge rief, kam ihm niemand mehr zur Hilfe.

Heutzutage werden Menschen in so vielfältiger Weise manipuliert, dass sie extrem misstrauisch geworden sind. Insofern hätten besonders Prince William und der Kensington Palast allen Grund, aufrichtig und bei ihren Veröffentlichungen unantastbar zu sein.

Was ich nicht verstehe, ist aber Folgendes: Wo ist die Notwendigkeit? Man hat eine der schönsten Frauen der Welt und die hübschesten Kinder als Motive – wieso muss man da an Fotos überhaupt rumdoktern???

Zudem dürfte William eigentlich ausreichend Erfahrung mit den negativen Reaktionen auf manipulierte Fotos haben …

Vor Jahren hatte man sich weltweit über Williams „Eitelkeit“ lustig gemacht, da er mit enorm verdichtetem (und nachgedunkeltem) Haar auf diversen Covers von Illustrierten aufgetaucht war.

Klar kann man sagen: Was Soll’s – geht doch niemand dran kaputt, wenn da ein bisschen getrickst wird. Doch: wo hörst du auf? Müssten wir nicht sagen: Wehret den Anfängen!!!


Wenn William keine Lust auf Termine hat – schickt er dann irgendwann einen virtuellen Doppelgänger und werden dann von dem Fotos verbreitet, wie er Hände schüttelt?
Wenn der König stirbt – werden dann Fotos verbreitet, die ihn beim Spaziergang durch seinen Park zeigen? Wenn man jemanden loswerden will – fabriziert man dann inkriminierende Bilder und bringt die in Verbreitung?

Es gibt genügend Beispiele für Manipulationen durch das Königshaus. Sei es, dass die Info über Tod eines Königs zurückgehalten wird, um die BBC- Hauptnachrichten zu erwischen, oder Prince Harry, der mitteilt, seine Meghan läge jetzt in den Wehen, wo sie tatsächlich mit Sohn Archie bereits längst wieder zu Hause war.

Wieso aber muss das Königshaus überhaupt so unglaublich vertrauenswürdig und glaubwürdig sein?
Nun – ganz einfach: weil sie ein nationaler Kompass sein wollen. sein müssen.
Es gibt heute keinen Grund mehr, ein Königshaus zu haben. Sie müssen keine Gesetze mehr erlassen oder die Politik dirigieren. Ob sie Minister mögen oder lieber auf der Stelle entlassen würden, interessiert keinen. b der Monarch ein Gesetz abzeichnet oder ablehnt – unwichtig.

Es verhält sich also de facto so, dass würden wir mit Harry Potters Zauberstab die Königsfamilie verschwinden lassen, sich absolut nichts in Großbritannien verändern würde. Alles ginge genauso weiter wie bisher. Es würden lediglich ein paar Millionen Pfund z.B. aus den Grafschaften Lancaster und Cornwall nicht mehr in royale Taschen wandern, sondern in die der jeweiligen Grafschaft.

Sprich: Die einzige Existenzberechtigung des Königshauses liegt in dem Nutzen, der ihm von seinen Bürgern zugesprochen wird. Sieht man den nicht mehr als gegeben, ist Schluss mit lustig.

Sie müssen der moralische Kompass sein, an dem sich die Nation ausrichten kann. Sie müssen ein vorbildliches Leben führen, wie es schon Prince Albert vorgegeben und vorgelebt hat. Sie müssen als neutraler Vermittler zur Verfügung stehen, wenn die Politik sich heillos zerstritten hat.

Ob sie dies aber können und auch akzeptiert werden, hängt zunächst und vor allem von ihrer Glaubwürdigkeit ab. Stellt man die in der Öffentlichkeit in Frage, ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Republik.
Hätte William sich zwischenzeitlich ein kleinwenig intensiver mit der Geschichte seines Hauses nach dem Tod seiner Mutter befasst, wüsste er, wie klein der Schritt wirklich ist und wie viel harte Arbeit es braucht, um die Scharte auszuwetzen.

In Zeiten, wo man William sowieso schon für die höchst spärliche Kommunikation zu Catherines Gesundheitszustand kritisiert, plus on top seine immer schlechter werdende Presse für seinen mangelnden Fleiss, sollte man sich im Palast heftige Gedanken machen, wie man das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen kann.

Mit manipulierten Bildern klappt das sicherlich nicht.

Archie und Lilibet – mehr als eine Frage des Titel

Vor kurzem hatte ich anlässlich von Prince Harrys ABC- Interview auf Instagram das Thema behandelt, was mit seinen Titeln würde, wenn er amerikanischer Staatsbürger würde.
Da ich inzwischen auch schon mehrmals nach den Titeln seiner Kinder gefragt wurde, dachte ich: schreib mal was Ausführlicheres dazu, denn die Sache ist komplexer als man denkt …

What about Harry?

Was Prince Harry angeht, so stehen die Dinge relativ klar: Derzeit ist er britischer Staatsangehöriger und trägt all seine Titel zurecht.
Durch seine Frau hat er ein aufenthaltsrecht in den USA.
Sollte er aber bei seinem Visa-Antrag gelogen haben, könnte das weitreichende Konsequenzen, bis hin zur Ausweisung, nach sich ziehen. Mit einem US-Bürger verheiratet zu sein, schützt einen nämlich im Fall von Straffälligkeit nicht vor der Ausweisung.

Würde er allerdings US-Bürger werden, so müsste er nach amerikanischem Recht alle Titel zurückgeben, denn es ist US-Bürgern nicht erlaubt, Titel zu tragen. Dann allerdings könnte er auch im Fall von Straffälligkeit in den USA bleiben.

Könnte Harry eine doppelte Staatsbürgerschaft beantragen?
Das wäre tatsächlich nicht möglich. Er muss sich sozusagen für eine Seite entscheiden und das mit allen Konsequenzen.



Der Fall Archie und Lilibet

Im Fall seiner Kinder liegen die Dinge anders:
Sie haben qua Geburt zwei Staatsbürgerschaften: die amerikanische durch ihre Mutter und die englische durch ihren Vater.

Deswegen können sie auch die Prinzen/ Prinzessinnen-Titel in Amerika tragen. Das tun sie dann nämlich sozusagen als die Kinder ihres Vaters.

Meghan Markle hat ihre amerikanische Staatsbürgerschaft nie abgelegt, wie es eigentlich bei einer royalen Braut üblich gewesen wäre.

Blut oder Boden?

Es gibt bei Staatsbürgerschaften im Prinzip zwei Varianten:
1. „Blut“ (= „Ius Sanguinis“): Hierbei bekommt das Baby die Staatsbürgerschaft entsprechend jener (im Normalfall) der Mutter. Es ist also die Abstammung ausschlaggebend.
2. „Boden“ (= „Ius Soli“): In manchen Ländern erhält das Kind die Staatsbürgerschaft je nachdem ob es im betreffenden Land geboren wurde. Woher die Eltern stammen spielt dabei keine Rolle. So ist zum Beispiel ein Kind, das nach dem 1. Januar 2000 in Deutschland geboren wurde, automatisch deutscher Staatsbürger. Allerdings müssen noch weitere Voraussetzungen erfüllt werden. So muss sich ein Elternteil mindestens acht Jahre gewöhnlich und rechtmäßig in Deutschland aufgehalten haben.
Es gilt das „Geburtsortsprinzip“ . Welche Staatsangehörigkeit die Eltern haben, spielt keine Rolle.

Für die USA ergab sich aus diesem Prinzip das Problem, dass tausende von hochschwangeren Frauen aus China, Taiwan, Russland etc in die USA einreisten, um dort ihre Kinder zu gebären, die dann automatisch US-Staatsbürger wurden. Gegen Reiseagenturen, die das organisierten wurde zwischenzeitlich Klage erhoben.

Zurück zu den Sussexes …

Archie:
Er wurde in England geboren, hat aber durch seine Eltern zwei Staatsbürgerschaften
Lilibet:
Sie wurde in den USA geboren und hat durch ihre Eltern beide Staatsbürgerschaften

Schauen wir ein wenig in die Zukunft:

Was passiert möglicherweise wenn die beiden älter sind?
Das National Constitution Center schreibt dazu, dass bislang US-Bürger, die in königliche Familien geheiratet haben (zum Beispiel die in Washington D.C. geborene Königin Noor al Hussein, geborene Lisa Najeeb Halaby), oder die den Thron eines Landes eingenommen haben (Prinz Albert von Monaco), üblicherweise mit diesem Schritt, oder der Volljährigkeit, die US-Staatsbürgerschaft abgelegt haben.
Fürst Albert von Monaco hatte die amerikanische Staatsbürgerschaft durch seine Mutter, Grace Kelly.

Dadurch vermeidet man Konflikte mit dem royalen Satus.

Im Fall der beiden Sussex- Kinder stünde dies potentiell ebenfalls im Raum. Wobei dabei auch ausschlaggebend sein könnte, wo die beiden ihren Lebensmittelpunkt sehen und ob sie ihr Leben so gestaltet haben, dass sie keinen königlichen Titel brauchen, um erfolgreich zu sein.
Für ihre Eltern gilt ja nach wie vor, dass der königliche Titel ihr Geschäftsmodell ist und sie insofern auf diesen auch gar nicht verzichten können.

Was aber, wenn Archie und Lilibet eines Tages Kinder bekommen?
Die englische Regierung schreibt dazu: Diese Kinder, sollten sie auerhalb von Großbritannien geboren werden, müssten eines Tages die britische Staatsbürgerschaft ganz normal beantragen.

Haben Royals Pässe?

Ja. alles außer dem König. Da alle Pässe in seinem Namen ausgestellt werden, braucht er selbst keinen. Alle anderen Familienmitglieder brauchen hingegen einen, um ins Ausland reisen zu können.

Dunkle Wolken über Windsor Castle

Hochkarätige Royals aus ganz Europa trafen sich gestern auf Windsor Castle, um des verstorbenen ehemaligen Königs Constantin von Griechenland zu gedenken.
Bei diesem Großereignis fehlten allerdings die wichtigsten Royals derzeit …

Wer in den europäischen Königshäusern einen Namen hat, versammelte sich gestern in Windsor Castle, um des vor einem Jahr verstorbenen Ex-Königs Konstantin von Griechenland zu gedenken.

Die englische und die griechische Königsfamilie war praktisch geschlossen vor Ort, ebenso sah man das spanische Königspaar und Königin Noor von Jordanien, die in Begleitung von Kyril von Bulgarien erschien.

Sie war nicht die einzige Verfemte, die sich gestern nahe London eingefunden hatte. Auch Ex-König Juan Carlos von Spanien zeigte sich an der Seite von Sohn und Schwiegertochter. Wenn auch sichtlich gealtert, stützte er sich doch bei seinem Sohn ab, war er doch offenbar bester Laune.

Zur großen Überraschung wohl der meisten Beobachter, zeigte sich Sarah Ferguson, die Herzogin von York, gut gelaunt an der Seite ihres Ex-Mannes Andrew. Wie das Ereignis an jenem Frühlingstag nicht von Trauer, sondern Heiterkeit geprägt war.

Es schien nur vier Personen zu geben, denen es an diesem Tag wirklich nicht gut ging:

Queen Camilla weinte während des Gottesdienstes. Offensichtlich verlangten die zurückliegenden Wochen voller Sorgen und Krankheit ihren Tribut.

Man beachte übrigens die Brosche der Königin: Ein Efeublatt. Es steht für ewige Treue. Ein schöner Ansatz an solch einem Tag.

Die frühere Königin scheint nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein, seit sie ihren Mann verloren hat. In meinen Augen hatten die beiden eine der ganz wenigen glücklichen im europäischen Hochadel.

Ihr Sohn hat inzwischen auch seine Augenklappe abgelegt, die er aufgrund einer Retina-Operation tragen musste, und die ihm etwas ungemein Romantisch-Verwegenes gegeben hatte.

Dass König Charles aufgrund seiner Krebs-Behandlung derzeit keine Termine wahrnimmt, ist bekannt. Aber am gestrigen Tag fehlte der zweitwichtigste Mann des Königshauses ebenfalls: Prince William!

Eigentlich hätte er als Patensohn des verstorbenen Griechen-Königs eine wichtige Position bei der Gedenkfeier einnehmen sollen: er sollte die Lesung halten.

Tatsächlich entschuldigte William kurz vor Beginn der Gedenkfeier. Er könne aus persönlichen Gründen nicht kommen, ließ der Palast verlautbaren.

Sofort waren natürlich alle alarmiert. Hatte seine Absage etwas mit dem Gesundheitszustand seiner Frau Catherine oder dem seines Vaters zu tun? Hatte die Queen deswegen geweint?
Der Palast bemühte sich zwar um Schadensbegrenzung und teilte mit, die Prinzessin befinde sich weiter auf dem Weg der Besserung, aber wirklich beruhigt dürfte dieses Statement der seit Wochen komplett aus den Augen der Öffentlichkeit Verschwundenen keinen haben.

Eine weitere wichtige Person fehlte ebenfalls: Königin Margrethe von Dänemark!

Warum Königin Margrethe fehlte, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen, ist sie doch die Schwester der Witwe. Die Dritte im Bunde, Prinzessin Benedikte von Dänemark, war allerdings erschienen. Auch hier könnte man mutmaßen, dass Königin Margrethe aus gesundheitlichen Gründen die Reise nicht antreten konnte.

Wer aber sicherlich mit wirklich schwerem Herzen in der St. George’s Chapel gesessen hat, waren Prince Michael of Kent und seine Frau Christine von Reibnitz. Es war nämlich am gleichen Tag vom Palast bekanntgegeben geworden, dass ihr Schwiegersohn Thomas Kingston im Alter von nur 45 Jahren am Sonntag überraschend verstorben war.

Die Skandale der letzten Jahre haben vor allem Christine von Reibnitz sichtlich gezeichnet. Sie hatte Schlagzeilen gemacht, da sie zeitweise mehr oder minder offen mit einem anderen Mann zusammengelebt hatte und durch ihre nicht unbedingt gelungenen Schönheitseingriffe.
Das letzte Mal stand sie inmitten einer heftigen Kontroverse als sie zu einer Einladung, bei der auch Meghan Markle anwesend war, eine so genannte „Blackamoor“- Brosche trug.

Sie entschuldigte sich zwar anschließend, doch trug der Vorfall nicht zu ihrer Beliebtheit bei. Zumal sie seit vielen Jahren als arrogant und unfreundlich in der britischen Öffentlichkeit verschrien ist.

Dies alles dürfte jetzt allerdings in den Hintergrund treten, wenn man bedenkt, dass ihre Tochter nunmehr mit gerade mal 42 Jahren Witwe wurde.

FAZIT:

Die gestrige Gedenkfeier war praktisch eine Zusammenfassung des derzeitigen Zustandes der europäischen Monarchien.
Die Working Royals kann man an zwei Händen abzählen und wenn man die jüngere Generation betrachtet, muss man feststellen, dass noch Jahre vergehen werden, bis z.B. die Kinder von William und Catherine diese Aufgaben übernehmen können.
Wir sehen aber auch zwei Ausnahmen: das spanische Königshaus und (in Abwesenheit) das niederländische. Deren Töchter übernehmen bereits jetzt den einen oder anderen Termin und entlasten damit nicht nur die Eltern, sondern weisen auch in die Zukunft.

Was England betrifft, so sind gestern zwar sehr viele jüngere Mitglieder des Hauses aufgetaucht, wie die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, aber sie übernehmen ja bekanntlich keine offiziellen Aufgaben für die Krone, sondern haben nur Termine bei ihren persönlichen Charities.

Es gilt also, sich Gedanken zu machen, wie man die Lücken zwischen der Senior- Generation und jener von George, Charlotte und Louis überbrücken kann.

Diana – Blick zurück im Zorn

Diana – Blick zurück im Zorn

Die Bücher, die über die verstorbene Prinzessin von Wales mittlerweile geschrieben wurden, füllen ganze Bibliotheken. Jeder Aspekt ihres kurzen, wenig glücklichen Lebens wurde auf tausenden von Seiten vorgestellt und analysiert.
Wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass man sich da kaum noch zurechtfindet.
Ein Grund mehr für mich, zu den Wurzeln zurückzukehren und ihre eigenen Worte dazu zu lesen.

Credit: Lifestyle Busse Seewald Verlag

Wenn man sich in all den hunderten und aberhunderten von Titeln zurechtfinden will, die in den vergangenen Jahrzehnten über Prinzessin Diana geschrieben worden sind, ist das ein fast unmögliches Unterfangen. Ob ihre Mode, ihre Beziehung zu ihren Kindern, oder ganz allgemein ihr Lebensweg – es blieb kaum ein Aspekt unbeachtet.

So habe ich mich umso mehr gefreut, dass ich die Gedächtnis- Ausgabe des Buches von Andrew Morton bekommen habe und diese nun vorstellen darf.

Nach dem Vorwort finden wir zunächst Dianas eigene Anmerkungen zu bestimmten Schlagworten. Knapp dreissig Seiten lang lesen wir, was sie unter anderem zu ihrem Mann, ihren Söhnen, ihrer Kindheit und der Königsfamilie zu sagen hatte. Mehr oder minder kurz hingeworfene Gedankenschnipsel, die Morton nicht kommentiert und nicht relativiert.

Der Großteil des Buches dann wird von der offiziellen Version seiner Biografie eingenommen, in der er praktisch nur Dianas eigene Aussagen umformuliert hat.
Jener Biografie, die er mit Hilfe von Dianas besprochenen Tonbändern geschrieben hat und das jahrelang als ausschließlich aus seiner Feder stammend ausgegeben wurde.

Bereits im Vorwort fällt die absolute Distanzlosigkeit auf, die Morton an den Tag legt, wenn er Dianas Situation in ihrer Ehe schildert.

Verschleiern für Fortgeschrittene

Wie sind Diana und Morton nun vorgegangen?

Tatsächlich hatten sie vereinbart, dass sie sich nicht persönlich treffen durften, damit Diana glaubwürdig behaupten konnte, nicht mit Morton unter einer Decke zu stecken. (Lustige Haarspalterei …)

Sie brauchten also einen Mittelsmann. Dianas Wahl fiel auf ihren Freund James Colthurst.

Colthurst und Morton wurden also im Folgenden zu Dianas Mitverschwörern. Morton schickte die Fragen und Diana antwortete auf Tonbändern, die wiederum Colthurst an Morton überbrachte. Das Ganze glich einem Manöver aus der Welt der internationalen Spionage.

Man muss dabei bedenken, dass als Diana die Bänder besprochen hat, sie noch mit Charles, dem damaligen Prince of Wales, verheiratet war und auch mit ihm zusammenlebte. Dennoch folgen in ihren eigenen Worten wenige Seiten später Überlegungen zur Scheidung und wen sie danach wohl heiraten würde. (Was nicht nach einer Frau klingt, die erst mal genug vom Thema Ehe hat …)

Aus zahlreichen Stellen im Vorwort merkt man, wie trunken Morton von seiner eigenen Bedeutung zu dieser Zeit war und dies erklärt sicherlich auch die Kritiklosigkeit, mit der er – sicherlich wider besseres Wissen – jede von Dianas Behauptungen als Faktum übernommen hat. Dass sie ihn sogar um Rat bat, als sie sich von ihrem alten Friseur trennen wollte und nicht wusste, wie sie das zustande bringen sollte, ohne, dass dieser seine Story im Zorn an Zeitungen verkaufte, hat Morton ohne jeden Zweifel enorm geschmeichelt.

Zeigt sich hier Dianas manipulativen Seite? Ihre Fähigkeit aus Außenstehenden klaglose Bewunderer zu machen? Ich denke ja. Denn was Morton für diesen Coup riskierte, war nicht weniger als seine Glaubwürdigkeit, sein Ansehen, ja seine Zukunft. (Wir wissen von Omid Scobie, wie es jemandem ergeht, der sein Schicksal an einen fallenden Stern kettet …)

Dianas Interesse an diesem Buch ging übrigens so weit, dass sie ihren Vater schriftlich bat, Morton Fotos aus seiner Sammlung zu überlassen, was der alte Earl auch tat.
Dies vor dem Hintergrund, dass sie sicherstellen wollte, dass sich das Buch von allen anderen Titeln seiner Art abheben sollte.

Insofern muss man sich auch schon beim Lesen des Vorwortes fragen, ob Diana je geglaubt – beziehungsweise gewollt hat, dass das Buch nicht als mit ihrem Beitrag zustandegekommen ausgegeben werden könnte.

Sie war sogar so von diesem Buch und der eigenen Rechtfertigung besessen, dass sie ihren Schwager Robert Fellowes, den Privatsekretär der Queen, auf dessen direkte Nachfrage angelogen hat. Die Queen hatte ihn um Aufklärung gebeten, weil schnell klar war, dass die Informationen im Buch eigentlich nur von Diana persönlich mitgeteilt, bzw. autorisiert worden sein konnten. Fellowes sprach daraufhin Diana an und überbrachte direkt die Frage der Queen. Diana antwortete, sie habe null und nichts mit dem Buch zu tun.

Als herauskam, dass Diana ihn angelogen hatte, ging er sofort zur Queen und bot seinen Rücktritt an, was diese ablehnte.

Am 7. Juni 1992 veröffentlichte die Sunday Times einen ersten Bericht über das Buch und machte hierbei mit Dianas zahlreichen Selbstmordversuchen auf.
Die Welt erstarrte.

Wie wenig Morton selbst die Reaktionen verstand, zeigt sich in meinen Augen alleine schon an dieser Stelle:

„Es ist eine der Ironien in dieser Geschichte, dass eine Biografie, die mit umfassender und enthusiastischer Unterstützung der Betroffenen geschrieben und produziert wurde, fromm boykottiert werden sollte aufgrund des Verdachts, es handele sich um eine falsche Darstellung von Dianas Leben.“

Tatsächlich ist die Biografie wirklich insofern „falsch“, als sie komplett und kritiklos auf den Aussagen der Heldin beruht. Wo es doch eigentlich üblich ist, dass ein Autor solche Selbstzeugnisse zwar heranzieht, sie aber überprüft, hinterfragt und widersprüchliche Funde vorstellt.

Insofern ist es interessant, wenn Morton folgende Anekdote berichtet: „Der Autor und Fernsehstar Clive James erinnerte sich gern daran, wie er sie (Diana) beim Lunch fragte, ob sie selbst hinter dem Buch stecke. Er schrieb: „Mindestens einmal hat sie mich jedoch regelrecht belogen. ‚Ich habe mit dem Buch von Andrew Morton wirklich nichts zu tun gehabt‘, sagte sie mir. ‚Doch nachdem meine Freunde ihm gegenüber ausgepackt hatten, konnte ich sie natürlich nicht im Regen stehen lassen.‘ Und während sie das sagte, sah sie mir direkt in die Augen. So bekam ich also mit, wie plausibel sie aussehen konnte, wenn sie eine faustdicke Lüge auftischte.“

Bevor nun das Buch mit ihren eigenen Worten losgeht, macht der Verlag die Anmerkung, dass auch diese Zitate ausgewählt und editiert wurden. Sprich: wir lesen abermals das, was andere aus Dianas Worten gemacht haben.
In diesem Zusammenhang hätte ich mich gefreut, wenn man diese Editierung kenntlich gemacht hätte. So wissen wir nicht, inwieweit man Veränderungen vorgenommen hat.

Natürlich lesen wir Biografien unter anderem deshalb, weil wir eine bestimmte Person verstehen, beziehungsweise mehr über sie erfahren wollen. Nicht zuletzt, wenn es darum ging, die Prinzessin von Wales als erwachsene Frau einzuschätzen. Insofern war selbst dieses unübertroffen einseitige Buch erhellend für mich.

Dianas Hass

Dass man den Erinnerungen an die Kinderzeit nicht zwingend trauen darf, liegt auf der Hand. Wenn die erwachsene Person aber von Dingen berichtet, die sich nur wenige Jahre zuvor zugetragen haben, darf man sicherlich davon ausgehen, dass sie belastbar sind.

Vor diesem Hintergrund war es besonders schockierend für mich zu lesen, mit welchem Hass sie ihre Stiefmutter Lady Raine Spencer verfolgte.

„Ich weiß noch wie ich ihr richtig an die Gurgel fuhr – ich war so wütend. Ich sagte: ‚Ich hasse dich so sehr, wenn du doch nur gewusst hättest, wie sehr wir alle dich für das, was du getan hast, gehasst haben, du hast das Haus ruiniert, du hast Daddys Geld ausgegeben – und wofür?“
Nun muss man dazu sagen, dass Diana bei diesem „Gespräch“ bereits erwachsen, Mutter und Prinzessin von Wales war. Was war geschehen? Raine hatte, um die immensen Schulden abzuzahlen, die sich über dem schwerkranken Earl seit Jahren türmten, Kunstgegenstände aus dem Schloss verkauft. Nur so konnte sie das Anwesen überhaupt retten.
Ein Faktum, das von allen anerkannt wurde und wird.
Auch ist unumstritten, dass es Raine war, die durch ihre unermüdliche Pflege den Earl am Leben erhielt.
Die Stiefkinder waren die einzigen, die das nicht sahen, sondern sie auch weiterhin mit ihrem unstillbaren Hass aus Jugendtagen verfolgten.

Diese von Diana selbst geschilderte Szene lässt eines vermissen (von der viel beschworenen Caritas abgesehen): Selbstreflexion.
Diana ist auch mit größerer Distanz zum Ereignis unfähig, die Rolle der Stiefmutter neu zu bewerten und über Punkte nachzudenken, die zu deren Entlastung ins Feld geführt werden könnten.
Sie scheint noch immer vom Hass zerfressen auf jene Frau, die nichts anderes getan hat, als den Vater zu heiraten und das Erbe der Spencers zu retten, das seit Jahrzehnten im Niedergang begriffen war. Übrigens hat dann Jahre später Dianas Bruder Charles von der Vorarbeit der „bösen Stiefmutter“ profitiert, da er das Erbe praktisch grundsaniert antreten konnte.

Und es ist nicht nur Raine Spencer, die ihr Fett abbekommt. Selbst die eigene Mutter wird nicht verschont …

„Meine Mutter hat mich furchtbar im Stich gelassen bei der Hochzeit. Sie weinte pausenlos und gab sich so tapfer und sagte, sie sei an der Grenze der Belastbarkeit. Ich dachte irgendwie, dass ich diejenige wäre, die unter Druck stand, denn ich war die Braut. Darum habe ich danach drei oder vier Jahre nicht mehr mit ihr gesprochen.“

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

Und es sei an dieser Stelle nochmals betont, dass wir es nicht mit den Äußerungen eines Teenagers zu tun haben, sondern mit jenen einer erwachsenen Frau. Einer Frau, die selbst mit einem Abstand von mehreren Jahren nicht in der Lage ist zu sagen: Das habe ich falsch gemacht. Das weiß ich heute und es tut mir leid.

Umso überraschender, da sie nicht müde wurde, als Advokatin der Belange anderer aufzutreten und die Fehler am Verhalten anderer aufzuzeigen. Insofern hätte ich ihr zumindest mehr Bewusstsein für die Problematik ihrer Haltung erwartet.

In diesem Zusammenhang frage ich mich auch, ob Dianas Hass auf Camilla aus dem gleichen Brunnen gespeist wurde. Unreflektiert. Egomanisch. (Selbst)Zerstörerisch.
Und da muss man dann ganz klar sagen, dass Diana ihre Medienmacht genutzt hat, nicht nur um den Ruf von Raine Spencer beinahe unwiderruflich zu schädigen, sondern auch, um Camilla zu vernichten.

Kann ich den Tiger wieder einfangen?

Das ist bekanntermaßen ein schwieriges Unterfangen …

Prince William versucht es seit Jahren mit dem desaströsen Panorama- Interview, das Diana seinerzeit gegeben hatte und das ebenfalls dem Wunsch entsprang, sich zu rechtfertigen und die öffentliche Meinung auf die eigene Seite zu ziehen.

Er war dabei in gewissem Maße erfolgreich, denn die BBC hat den Film zwischenzeitlich in den Giftschrank gepackt, nicht zuletzt wegen der Methoden, mit denen Journalist Martin Bashir Diana dazu gekriegt hatte, bei dem Interview mitzumachen. Selbst auf YouTube sind heute nur noch Schnipsel der Sendung zu finden.

Ich persönlich bin der Meinung, dass auch dieses Interview zugänglich sein sollte, denn es ist eh in den Köpfen der Menschen präsent. Die Zitate („Wir waren zu dritt in dieser Ehe und da wurde es ein bisschen eng.“) sind inzwischen Allgemeingut geworden und mindestens genauso schädlich, als würde man das Interview selbst sehen.

Das Panorama- Interview, wie auch Mortons Buch, sind Zeitzeugnisse. Sie müssen allgemein zugänglich bleiben, denn sie erklären viel von Diana und auch viel von ihrem Phänomen, ihrer Faszination.

Will man verstehen, was sich seit ein paar Jahren im Königshaus zuträgt, sind diese Quellen ebenfalls unverzichtbar, denn man lernt durch sie die Frau kennen, die ihre Söhne William und Harry nachhaltig geprägt hat.

Versteht man Diana -> versteht man ihre Faszination bei den Massen -> versteht man ihren Einfluss u.a. auf die Medien -> versteht man, warum das Königshaus so reagiert hat wie es reagiert hat (in der Diana-Krise und danach) -> Versteht man die Reaktion des Königshauses -> versteht man Charles und die Söhne.

Und dies ist das große Verdienst dieses Buches: Wir lernen Diana in all ihren Untiefen kennen. In eben jenem Moment ihres Lebens, als für sie alles auf dem Spiel stand, weil sie alles auf eine Farbe gesetzt hatte. Dadurch, dass kein Autor, kein PR-Berater, kein Mitarbeiter des königlichen Stabes ihre Aussagen durchgesehen und bearbeitet hat, sehen wir tatsächlich einige der Facetten der wirklichen Diana.

Und da darf man sich am Ende der Lektüre durchaus fragen, ob man gerne mit ihr privat zu tun gehabt hätte.

Nicht nur Harry Potter benötigt seinen Nimbus

Wenn wir Dianas Äußerungen betrachten, erkennen wir sehr schnell, dass sie wenig Selbstbewusstsein hatte. Was es davon gab, bezog sie vom Publikum. Sie sagt selbst in Morton Buch, dass sie am besten mit Kindern und Bedürftigen klarkomme und, dass sie in der Arbeit mit diesen Gruppen ihre Zukunft sieht.

Natürlich klingt das auf den ersten Blick nett und „volksnah“, doch auf den zweiten Blick, verbunden mit ihren übrigen Äußerungen, stimmt es doch nachdenklich. Hat sich Diana damit nicht ausgerechnet jene Menschen ausgesucht, von denen sie am wenigstens Widerspruch zu erwarten hatte?

Von Hellsehern und Wunderheilern

Ein weiterer Punkt stimmt einen mehr als nachdenklich: Ihre im Buch nachzulesende Hingabe an Wahrsager und Wunderheiler.
Plus, Dianas Überzeugung, dass sie selbst über die Gabe, in die Zukunft sehen zu können, verfüge.

Wir finden ihre geglaubten hellseherischen Fähigkeiten auch bei Harry wieder, der das Buch offensichtlich förmlich inhaliert haben muss.

Wie komme ich darauf?

Diana schildert Morton an mehreren Stellen, wie sie zukünftige Ereignisse vorhergesehen habe. So sei Prince Charles Pferd an ihr und einem Begleiter vorbeigelaufen und sie habe vorhergesehen (und es dem Begleiter auch gesagt), dass das Pferd an einem Hitzschlag eingehen werde und so sei es auch gekommen. (Das bedarf eigentlich keines Kommentars mehr …)
Wir alle kennen außerdem ihre immer wieder zitierte „Vorhersage“, die Königsfamilie werde einen Unfall inszenieren, bei dem sie getötet werden würde.

Es ist nicht zynisch, wenn ich sage, dass alles, was dann zu ihrem tatsächlichen Tod geführt hat, ein ungenutzter Sicherheitsgurt war. Den hatte die Prinzessin in jener verhängnisvollen Nacht in Paris nämlich einfach nicht angelegt.

Dass sie eine Wahrsagerin als ihre Freundin bezeichnet, mag noch nachvollziehbar sein, doch, dass sie als derart genau beobachtete und verfolgte öffentliche Person sich die Zukunft vorhersagen lässt, bzw. Hinweise geben lässt, wie sie sich verhalten sollte, stimmt zumindest nachdenklich.
Diana hat sich nämlich offensichtlich keinerlei Gedanken gemacht, was passieren würde, wenn sie mit diesen Sachen erpresst würde, denn sie hat sicherlich diesen Freunden -gutgläubig – sehr viel Intimes berichtet.

Selbst dann nicht, als sie auf die harte Tour lernen musste, dass ihre Handys abgehört werden und die Mitschnitte in der Öffentlichkeit landen.

FAZIT:

Es ist erfreulich, dass dieses Buch, das seinerzeit international derart hohe Wellen geschlagen hat, jetzt vom Lifestyle Busse Seewald Verlag in einer erweiterten und bearbeiteten Version auf Deutsch vorgelegt wurde.
Es ist ein unbedingtes Zeitzeugnis und enorm hilfreich beim Verständnis jener Frau, die die Menschen wie kaum eine zweite in der Gegenwart bewegt hat.
Wenn man sich für das englische Königshaus und die englische Zeitgeschichte interessiert, ist die Lektüre ein Muss.
Vielleicht kann es auch dazu dienen, ein wahrhaftigeres Bild der Prinzessin, jenseits aller Heiligenverehrung, zu schaffen.

Insgesamt muss ich gestehen, fand ich speziell die Äußerungen zu den Schlagworten, also die Diana-Zitate, auf Dauer schwer erträglich.
Es handelt sich bei diesen Worten Dianas um eine einzige Aneinanderreihung von Beschwerden. Nach wenigen Seiten bekommt man das Gefühl, selbst in einem sowjetischen Gulag sei es angenehmer gewesen als im Königshaus. Mir wäre praktisch keine Stelle aufgefallen, wo sie sich freundlich oder dankbar geäußert hätte. Alles und alle waren mies. (Sie fand nur süß, dass ihr Vater bereits in St. Martin in the Fields hatte aus der Hochzeitskutsche aussteigen wollen, weil er dachte, sie seien schon in St. Paul’s.)

Insgesamt lernen wir eine unzufriedene, ständig sich beklagende junge Frau kennen, deren Welt nur um sich selbst und ihre Bedürfnisse kreist, und die bereit ist, selbst ihr sehr nahestehende Menschen aufgrund von Nichtigkeiten zum Teil für Jahre zu ghosten. (Was zum Beispiel die Herzogin von York bestätigt hat.)

Man kann nur hoffen, dass – hätte sie länger gelebt – Diana den Groll und die Verletzungen hätte hinter sich lassen können. So aber hat sie (nicht nur) ihren Söhnen ein schweres Erbe hinterlassen.

Wer sich für weitere Titel des Verlages interessiert, dem sei die Homepage der Frech Verlagsgruppe empfohlen:
https://www.topp-kreativ.de

Ich danke dem Verlag dafür, dass sie mir ein Exemplar zur Besprechung überlassen haben.

FAKTEN:

Andrew Morton: Diana. Ihre wahre Geschichte in ihren eigenen Worten. Memorial Edition: Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe zum 25. Todestag: Biographie von … mit Material aus seinen Original-Interviews, Busse Seewald Verlag 2022, 496 Seiten, 30€

Harrys Interview mit Good Morning America im Wortlaut

Anlässlich der Vorbereitung auf die Invictus Games 2025 in Toronto und Whistler hat Prince Harry dem amerikanischen Frühstücksfernsehen ein recht ausführliches Interview gegeben.
Im Folgenden findet ist die Niederschrift, sowie die Übersetzung …

Das Interview mit Good Morning America

Will: How did you get the news that the King was ill?

Harry: I spoke to him. I jumped on a plane and went to go and see him as soon as I could.

Will: How was that visit for you emotionally?

Harry: I love my family. The fact I was able to get on a plane and go and see him and spend anytime with him? I’m grateful to that.

Will: What is your outlook on his health.

Harry: That stays between me and him.

Will: Illness in the family can have a galvanising and sort of reunifying effect for a family, is that possible in this case?

Harry: I’m sure. Throughout all these families, I see it all on a day to day basis. The strength of the family unit coming together.

Will: Just physically being in California, how have you processed the fact that there is so much happening back with your family where you come from?

Harry: I have my own family as we all do. My family and my life in California is as it is. I have got other trips planned that would take me through the UK or back to the UK, so I will stop in and see my family as much as a I can.

Will: How is Harry the dad?

Harry: I can’t tell you that, that’s classified. That’s top secret. The kids are doing great. The kids are growing up like all kids do very very fast. They both got an incredible sense of humour and make us laugh and keep us grounded every single day like most kids do. I am just very grateful to be a dad.

Will: How are you enjoying your time living in the US?

Harry: It is amazing, I am enjoying every single day.

Will: Do you feel American?

Harry: Err… do I feel American? No? I don’t know how I feel.

Will: Would you think about becoming a citizen?

Harry: I have considered it, yeah.

Will: What would stop you from doing it?

Harry: I have no idea. I am here standing next to these guys and the American citizenship is a thought that has crossed my mind. But it is certainly not something that is a high priority for me right now.

Will: Aside from Invictus, what is keeping you busy when you are out of the house?

Harry: Everything. Everything in the house. Everything out of the house. So the mission continues. Every element of the work continues. Before you know it, February next year, this time in a years time, we will be here doing all this again and hopefully you’ll be here. And we are going to have the whole of Whistler and whole of Canada screaming these guys on for an epic games.

Will: It seems to matter so much to you, where do you get the desire to be so involved in helping other people?

Harry: I have always had a life of service and I get my fix being with these guys. There is no version of me coming here, watching these guys, and not getting involved myself.

Will: When you have these moments of connections, going around meeting folks, what is it doing for them and what it is doing for you?

Harry: It is my fix. Once you leave the military from a uniform standpoint, you never leave the community and to have the games every other year but then also to be able to do a one year to go event as well, is literally my annual fix. To be amongst this community and have a laugh, have fun, no matter which nation they’re from, the banter is the same. I get a lot of energy just from being around these guys.

Harry [after speaking to sister of two wounded Ukrainian soldiers]: It stirs the emotions. It is not lost on me. It is not lost on any of us. The thousands of Ukrainians that are being injured now.

Harry: It is not just about the individual. Everyone pays a lot of attention, rightly so, to the person who has been injured. Once that person gets injured, actually the whole family gets injured because their lives are changed, turned upside down forever. 

You have got to provide the resources, the opportunities and the platform for them to be able to heal themselves. Because they heal themselves and the whole family heals. To me, that is without a doubt, the most rewarding piece to all this.

Die Übersetzung:


Will: Wie haben Sie die Nachricht erhalten, dass der König krank ist?
Harry: Ich habe mit ihm gesprochen. Ich bin in ein Flugzeug gesprungen und habe ihn so schnell wie möglich aufgesucht.
Will: Wie war dieser Besuch für Sie emotional?
Harry: Ich liebe meine Familie. Die Tatsache, dass ich in der Lage war, in ein Flugzeug zu steigen und ihn zu sehen und etwas Zeit mit ihm zu verbringen? Dafür bin ich sehr dankbar.
Will: Wie ist Ihr Ausblick auf seine Gesundheit?
Harry: Das bleibt zwischen mir und ihm.
Will: Krankheit in der Familie kann eine Familie aufrütteln und wieder zusammenführen, ist das in diesem Fall möglich?
Harry: Ich bin mir sicher. In all diesen Familien sehe ich das tagtäglich. Die Stärke der Familieneinheit, die zusammenkommt.
Will: Wie haben Sie die Tatsache, dass Sie in Kalifornien sind, verarbeitet, dass dort, wo Sie herkommen, so viel in Ihrer Familie passiert?
Harry: Ich habe meine eigene Familie, wie wir alle. Meine Familie und mein Leben in Kalifornien sind so, wie sie sind. Ich habe weitere Reisen geplant, die mich durch das Vereinigte Königreich oder zurück nach Großbritannien führen werden, also werde ich meine Familie so oft wie möglich besuchen.
Will: Wie geht es Harry, dem Vater?
Harry: Das kann ich Ihnen nicht sagen, das ist geheim. Das ist streng geheim. Den Kindern geht es gut. Die Kinder wachsen, wie alle Kinder, sehr schnell heran. Sie haben beide einen unglaublichen Sinn für Humor und bringen uns jeden Tag zum Lachen und halten uns auf dem Boden, wie die meisten Kinder. Ich bin einfach sehr dankbar, Vater zu sein.
Will: Wie gefällt Ihnen Ihr Leben in den USA?
Harry: Es ist unglaublich, ich genieße jeden einzelnen Tag.
Will: Fühlen Sie sich als Amerikaner?
Harry: Ähm… fühle ich mich amerikanisch? Nein? Ich weiß nicht, wie ich mich fühle.
Will: Würden Sie darüber nachdenken, ein Staatsbürger zu werden?
Harry: Ich habe es in Betracht gezogen, ja.
Will: Was würde Sie davon abhalten?
Harry: Ich habe keine Ahnung. Ich stehe hier neben diesen Jungs und die amerikanische Staatsbürgerschaft ist ein Gedanke, der mir durch den Kopf gegangen ist. Aber es ist sicherlich nicht etwas, das für mich im Moment eine hohe Priorität hat.
Will: Abgesehen von Invictus, was beschäftigt dich, wenn du nicht zu Hause bist?
Harry: Mit allem. Alles im Haus. Alles außerhalb des Hauses. Die Mission geht also weiter. Jedes Element der Arbeit geht weiter. Ehe Sie sich versehen, werden wir im Februar nächsten Jahres, also in einem Jahr, wieder hier sein und hoffentlich werden Sie dann auch hier sein. Und wir werden ganz Whistler und ganz Kanada dabei haben, die Jungs für ein episches Spiel anzufeuern.
Will: Es scheint dir so viel zu bedeuten, woher nimmst du das Verlangen, dich so für andere Menschen einzusetzen?
Harry: Ich habe schon immer gerne gedient, und ich bekomme meinen Kick, wenn ich mit diesen Jungs zusammen bin. Es gibt keine Version, in der ich hierher komme, diese Jungs beobachte und mich nicht selbst engagiere.
Will: Wenn du diese Momente der Verbindung hast, wenn du Leute triffst, was bedeutet das für sie und was bedeutet es für dich?
Harry: Es ist meine Lösung. Wenn man aus dem Militär ausscheidet, verlässt man die Gemeinschaft nie mehr, und die Spiele alle zwei Jahre zu veranstalten und dann auch noch ein Jahr lang eine Veranstaltung zu organisieren, ist buchstäblich mein jährlicher Fixpunkt. In dieser Gemeinschaft zu sein und zu lachen, Spaß zu haben, egal aus welcher Nation man kommt, das Geplänkel ist dasselbe. Ich bekomme eine Menge Energie, wenn ich mit diesen Jungs zusammen bin.
Harry [nach einem Gespräch mit der Schwester von zwei verwundeten ukrainischen Soldaten]: Das weckt die Emotionen. Das ist mir nicht entgangen. Es geht keinem von uns verloren. Die Tausenden von Ukrainern, die jetzt verletzt werden.
Harry: Es geht nicht nur um den Einzelnen. Jeder schenkt der verletzten Person große Aufmerksamkeit, und das zu Recht. Wenn diese Person verletzt wird, wird eigentlich die ganze Familie verletzt, weil sich ihr Leben verändert, für immer auf den Kopf gestellt wird.
Man muss ihnen die Mittel, die Möglichkeiten und die Plattform bieten, damit sie sich selbst heilen können. Denn wenn sie sich selbst heilen, heilt auch die ganze Familie. Für mich ist das zweifellos der lohnendste Teil der ganzen Sache.