Andrew Mountbatten Windsor heute verhaftet


Seinen 66. Geburtstag hat sich Andrew höchstwahrscheinlich auch anders vorgestellt.

Um 8 Uhr standen die Polizisten der Thames Valley Police vor der Haustüre von Wood Farm, seinem neuen Haus auf dem Areal von Sandringham.

Eine Stunde zuvor hatte ich noch berichtet, dass ich es durchaus für möglich halte, dass Andrew versuchen wird, ins Ausland zu kommen. Dass man derzeit mit Ländern z.B. im arabischen Raum verhandeln könnte, wer ihn aufnimmt und gegen welche Gegenleistungen.

Dann wurde ich sozusagen – von der Polizei überholt.

Möglicherweise war ich aber auch nicht die einzige, die eine solche Überlegung angestrengt hat.

Allerdings hatte Andrew bereits seinen Anwalt an seiner Seite, der ihm wohl geraten hat, vorerst keine Aussagen zu machen.

Wegen was wurde er verhaftet?

Wegen Amtsmissbrauch in seiner Zeit als Wirtschaftsbotschafter des Vereinigten Königreichs.

Wirtschaftsbotschafter des Vereinigten Königreichs


Seine Aufgaben waren damals das Netzwerken zugunsten der britischen Wirtschaft.
Andrew sollte royaler Türöffner in Ländern sein, die für besonderen Respekt gegenüber gekrönten Häuptern bekannt waren.

Will man Andrew Lownies Buch „Entitled“ glauben, so sind die Verfehlungen Andrews in diesem Amt mehr als zahlreich. Nicht zuletzt setzte er die „Masseusen“ und sonstigen Prostituierten sowie zahlreiche Flüge mit Helikoptern und Privatjets auf die Rechnung für den Steuerzahler. (In Thailand ließ er sich innerhalb von vier Tagen 40 Prostituierte in seine Suite schicken…)
Er soll diese Reisen aber auch dazu genutzt haben, eigene Geschäfte anzuleiern, respektive unter Dach und Fach zu bringen.

Nicht zuletzt dafür hatte er diverse Bankkonten in den unterschiedlichsten Ländern und kassierte „Vermittlungsgebühren“, wenn jemand sich an ihn wandte, der z.B. Probleme hatte, ein Konto bei einer regulären Bank zu eröffnen. (Und das nicht, weil ihm die Sozialhilfe gestrichen worden wäre …)
Andrew vermittelte dann den Kontakt zu entsprechend großzügig agierenden Finanzinstituten.
Aber das war ein Bereich, in dem er sich aktiv zeigte.
Bei vielen dieser Reisen hatte er auf Steuerzahlerkosten auch seine Töchter dabei, die die Zusammenkünftige mit ausländischen Unternehmern und Potentaten ebenfalls zu schätzen wussten. In diesem Fall, um Kontakte für ihre eigenen Arbeitgeber zu knüpfen.

Vielleicht nicht ganz, was der Steuerzahler sich unter dem Job vorgestellt hatte.

Aber wie war Andrew Ahnungslos überhaupt zu solcher Position gekommen?

Der Ärger begann im Juli 2001 als Andrew nach 22 Jahren aus der Marine entlassen wurde und nichts mit sich anzufangen wusste. Zumal es niemanden gab, der seine Rechnungen bezahlen wollte und die häuften sich. Vor allem vor dem Hintergrund, dass er lediglich 20.000 Pfund pro Jahr Pension und eine Unterstützung durch die Queen in Höhe von 250.000 Pfund pro Jahr erhielt.
Okay – das ist nicht wenig Geld – aber zu wenig, wenn man einen Lebensstil wie Andrew pflegt.

Also musste ein Job her. Zumal einer, bei dem der Steuerzahler die meisten Kosten stemmen würde.

Man wurde dank der Hilfe von Tony Blair und Lord Mandelson (Ja-haaaaa – genau DIE beiden … Stichwort: Epstein- Netzwerk) fündig.
Seit 1978 hatte der Duke of Kent den Job des Wirtschaftsbotschafters innegehabt und diesen unspektakulär ausgefüllt.

Das sollte sich jetzt ändern …

Man übertrug Andrew die Aufgabe und der erkannte seine Chance!

Derzeit liegt aber noch Schwerwiegenderes auf dem Tisch als Prostituierte und Privatjets – Geheimnisverrat wird Andrew vorgeworfen.
Er soll als geheim eingestufte Dokumente direkt z.B. an Epstein weitergegeben haben und dem damit Hinweise auf lukrative Geschäfte. Von diesen Infos profitierten dann wohl auch nicht zuletzt ausländische Geheimdienste.

Wusste man das?

Tatsächlich ja. Der MI5 soll die Krone gewarnt haben, doch dort hieß es nur, die Queen wolle solcherlei nicht hören.

Übersetzung:
„Ich habe mit großer Besorgnis die Nachrichten über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt zur Kenntnis genommen. Was nun folgt, ist ein umfassender, fairer und ordnungsgemäßer Prozess, in dessen Rahmen diese Angelegenheit von den zuständigen Behörden in angemessener Weise untersucht wird. Wie ich bereits gesagt habe, haben sie dabei unsere uneingeschränkte und vollständige Unterstützung und Zusammenarbeit. Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen. Während dieser Prozess weitergeht, wäre es nicht richtig, wenn ich mich weiter zu dieser Angelegenheit äußern würde. In der Zwischenzeit werden meine Familie und ich unsere Pflicht und unseren Dienst für Sie alle fortsetzen Charles R.“

Dieses Statement hat König Charles heute veröffentlichen lassen.

Persönlich bin ich der Meinung, es wäre nötig gewesen, sich vor eine Fernsehkamera zu stellen und direkt zum Land zu sprechen.

So wie seinerzeit die Queen nach dem Tod von Diana. (Wobei die auch länger gebraucht hat, bis sie das eingesehen hat…)

Aber – seien wir am Ende dieses Tages froh, dass überhaupt etwas geschehen ist und warten wir, was noch kommt.

Es bleibt spannend …

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