Mette Marit missbraucht ihren Diplomaten- Status

Da ich jetzt mehrmals danach gefragt wurde, wollte ich noch einmal auf den Punkt aus meinem gestrigen Film eingehen, der sich auf den Schmuggel von Babies nach Norwegen durch Mette Marit bezieht …

Man darf bezweifeln, dass jene Zwillingsmädchen, die Mette Marit 2019 aus Neu Delhi nach Norwegen gebracht hat, ebenso lustig aussahen, zumal sie wesentlich jünger waren.

Die Mädchen wurden am 23. Oktober 2018 in Neu‑Delhi geboren. Mette Marit war hingereist, um die beiden für ein befreundetes schwules Paar in Empfang zu nehmen und nach Norwegen zu bringen.

Die Väter konnten nicht nach Indien einreisen, weil ihnen die dortige Regierung des Visum verweigerte.
Warum?
Nun, weil Indien eine Leihmutterschaft für ausländische Paare verboten hatte. Zudem waren nur heterosexuelle, indische Paare zu dieser Art, ein Kind zu bekommen, zugelassen.
Man wollte so eine Baby-Export- Industrie verhindern.
Stellte ein Paar einen Visumsantrag, prüften die Behörden ganz genau, ob es sich möglicherweise um einen Versuch handeln konnte, das Kind einer Leihmutter ins Ausland zu befördern.

Mette Marit nutzte nun ihren Diplomaten- Status, um nach Indien zu reisen, die gerade geborenen Zwillinge zu übernehmen und noch in Indien an einen Verwandten der Väter zu übergeben. Sodann wurden die Babies nach Norwegen gebracht.

Im Nachhinein machte sie die Aktion öffentlich, betonte aber, dass sie damit kein politisches Signal habe senden wollen, sondern rein humanitär für dieses Freundespaar gehandelt habe.
Dies unterstützte auch eine Erklärung des Palastes. (Warum denke ich, das Königspaar hatte keine Ahnung von dieser „humanitären Aktion“?)
Dies mitten hinein in eine Diskussion über Leihmutterschaft in Norwegen.

Das – sage ich – geht so definitiv nicht.
Sie mag sich selbst als großes Helferin sehen – aber am Ende des Tages hat sie ihren Status genutzt, um indische Gesetze zu brechen.
Das kann man so machen, ist aber für die künftige Königin eines Landes vielleicht nicht soooo clever.

Ich persönlich frage mich da schon, was sich diese Frau bei so einer Aktion denkt.
Klar, kann man es übel finden, dass Indien gleichgeschlechtliche Paare von Leihmutterschaft-Adoptionen ausschließt. Aber das ist nun mal so. Zudem war Mette Marit eben nicht Frau Irgendwer … Das war es ja auch, was ihr schlussendlich diese Aktion ermöglicht hat.
Zudem frage ich mich, warum ihre Freunde ein Baby ausgerechnet aus Indien wollten?
Das Ganze ist schon ein bisschen kolonialistisch … oder was denkt ihr?

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