Neues zu den Epstein- Akten

Neues zu den Epstein- Akten

Ich werde in letzter Zeit immer wieder zum Verhältnis zwischen Jeffrey Epstein, Andrew Mountbatten Windsor und Sarah Ferguson gefragt.

Nun – wie kamen die drei zusammen?

In erster Linie durch Ghislaine Maxwell, der Tochter des britischen Medienmoguls Robert Maxwell.

Geboren als Ján Ludvík Hyman Binyamin Hoch in der damaligen Tschechoslowakei, ging er nach Großbritannien, und wurde dort nicht nur Besitzer diverser Zeitungen und Medienunternehmen (u.a. Daily Mirror), sondern auch für Labour Parlamentsabgeordneter.
Nachforschungen über sein ebenso geheimnisvolles wie schillerndes Leben führten Zutage, dass er Beziehungen nicht nur zum Mossad, sondern auch zum MI6 und KGB gehabt haben könnte.

Er starb unter mysteriösen Umständen 1991 vor den Kanarischen Inseln. Er stürzte über Bord seines Schiffes „Lady Ghislaine“ und ertrank. Danach gab es verschiedene Theorien… Es könnte ein Unfall gewesen sein (gesundheitliche Probleme, rutschiges Deck) … Selbstmord wegen drohender Enthüllungen oder Mord wegen politischer oder wirtschaftlicher Verstrickungen. Geklärt werden konnte der Fall nicht endgültig.

In diesem Umfeld nun wuchs Ghislaine Maxwell auf.

Wie kamen nun die vier Parteien zusammen?

Sarah Ferguson, Jeffrey Epstein nun Ghislaine Maxwell bewegten sich in den 90er Jahren in den gleichen Kreisen. Wann wer wen zuerst traf, kann heute nicht mehr festgestellt werden. (Zumindest derzeit nicht) Sie trafen sich aber Mitte/ Ende der 90er Jahre zum ersten Mal.
1999 wiederum lernten sich Andrew und JE erstmals kennen.
Allerdings nicht durch Sarah, sondern durch Ghislaine Maxwell.

Ghislaine Maxwell und JE waren seit den 80er Jahren ein Paar und traten ab den frühen 90er Jahren gemeinsam auf. Privat wie beruflich. Epstein hatte seit den 80er Jahren sein Netzwerk in New York und Palm Beach aufgebaut.

Andrew und JE hatten nicht nur privat miteinander zu tun, sondern auch geschäftlich. Andrew bat seinen großzügigen Freund auch um Geld für Sarah, damit die einen Teil ihrer Schulden tilgen könne. Hier besonders Gehaltsschulden, da sie ihren ehemaligen persönlichen Assistenten Johnny O’Sullivan nicht bezahlt hatte. Dieser drohte, sie auf mehrere zehntausend Pfund zu verklagen, Sarah konnte ihn aber herunterhandeln.
Er sagte später, er habe sich darauf eingelassen, weil er fürchtete, sonst leer auszugehen.
Da Sarah aber auch diesen Betrag nicht hatte, schritt Andrew zur Tat und bat Epstein darum.

Ein weiteres Mal griff Epstein in den Geldbeutel, um die Feier zum 21. Geburtstag von Prinzessin Beatrice mitzufinanzieren. (Einen opulenten Maskenball, bei dem auch Maxwell sowie Harvey Weinstein eingeladen waren…)

Warum GB und nicht USA?

Das ist eine der spannenden Fragen in diesem Zusammenhang. Während die Epstein- Affäre derzeit nicht nur Großbritannien und Norwegen zum Beben bringt, bleiben die USA überraschend ruhig.

Zwar werden immer neue Dokumente bekannt, die Bill Gates, Bill Clinton, Elon Musk und andere VIPs bloßstellen, doch ein wirkliches politisches Beben bleibt derzeit noch aus.

Woran das liegen könnte – darüber kann man derzeit nur spekulieren …
Zum einen sicherlich, weil die Betroffenen bereits als (mögliche) Täter bekannt sind, bzw die wenigstens (noch) politisch aktiv. Das ändert sich aber derzeit in Einzelfällen, weil auch derzeit aktive Politiker in den Mails auftauchen und damit der Lüge überführt werden, sie hätten mit JE nichts zu tun gehabt.

Da aber noch ca. 3 Millionen Dokumente bislang gar nicht freigegeben sind, könnte sich da noch einiges tun. Im Übrigen klagen derzeit mehrere Institutionen auf eine Offenlegung der geschwärzten Stellen nach dem „Freedom of Information- Act“.

Möglicherweise versuchen Regierungsstellen in den USA auch eine gezielte Destabilisierung gewisser europäischer Staaten. Das weiß man heutzutage nie.

Dazu kommt natürlich, dass wir in Europa Königshäuser haben, die teilweise tief im Epstein- Sumpf drinnen stecken. Bei Andrew Mountbatten Windsor wird ja sogar von Geheimnisverrat gesprochen…

Wir sehen also: das letzte Wort ist definitiv noch nicht gesprochen!

Flirt mit dem Untergang …

Flirt mit dem Untergang …

Das Ganze ist mir so peinlich. Was ich geschrieben habe, spiegelt nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte. Ich entschuldige mich. Es war eine absolute Fehleinschätzung. Ich hätte niemals …

So oder so ähnlich tönt es uns in den letzten Wochen wieder und wieder aus Norwegen entgegen.

Von wo die Rufe kommen? Von Kronprinzessin Mette Marit, der künftigen Königin von Norwegen.

Es geht um ihre Freundschaft… nein BEZIEHUNG zum verurteilten Kinderschänder Jeffrey Epstein.

Wieso sage ich „Beziehung“?
Ganz einfach!
Lesen wir die Mails, die die beiden ausgetauscht haben und stellen wir uns vor, es stünden andere Namen als Absender. Paul und Paula? Sven und Annika? Wir würden auf jeden Fall sagen, dass zumindest die Frau heftig in den Mann verknallt ist.
Sie flirtet. Mit dem Untergang – wie wir heute wissen.

Meine Oma hätte mit sehr schmalen Lippen gesagt: „Es schickt sich nicht für eine verheiratete Frau, nachts mit einem anderen Mann als ihrem eigenen durch einen Park zu spazieren.“
Und ich muss ihr Recht geben.

Stellt sich für mich die Frage: Mette Marit hat Epstein im Januar 2013 für vier Tage auf seinem Anwesen in Florida besucht. Sie trafen sich außerdem bei einem Urlaub auf der Insel Saint Barthélemy.
In ihren Emails nennt sie ihn „Sweetheart“ und beteuert ihm, wie sehr sie ihn, „ihren verrückten Freund“, vermisse.

Dass auch die Norweger solches Verhalten ihrer künftigen Königin nicht goutieren, schlägt sich inzwischen in den Umfragen nieder. Nur noch knapp 20% aller Befragten halten sie als künftige Königin noch für tragbar. Tendenz fallend.

Je länger das Königshaus zuschaut, desto verheerender wird das Ergebnis sein. Jeder Tag, den man mit wachsweichen Erklärungen verschwendet, lässt die Abrissbirne einmal mehr in die Krone krachen.

Nun kann man natürlich sagen: Die versuchen zu retten, was zu retten ist. Respektive: sie denken, sie können den Kopf einziehen und warten bis der Sturm vorüberzieht. Aber ist das die Lösung? Ist das die Denke, die wir bei den Leuten an der Spitze unserer Gesellschaften sehen wollen?
In das gleiche Loch fällt die heutige Erklärung des Prinzen und der Prinzessin von Wales, dass die Epstein- Affäre sie mit Sorge erfüllt, ihre Gedanken aber weiterhin auf die Opfer gerichtet sind.
Oh NEIN! WIRKLICH???

Die Situation in England

Den Kopf einzuziehen – das versucht man derzeit in England, hat da aber auch eine andere Gemengelage:
Der dort betroffen Andrew M-W ist ein Ex. Ein Ex- Prinz, ein Ex- Wirtschaftsbotschafter, ein Ex- Offizier, der keine Aufgabe mehr im öffentlichen Leben des Landes hat. Kein Working- Royal.
Man kann ihn aus dem Blick der Öffentlichkeit nehmen und es entsteht keine Lücke.
Das hatte man bereits versucht, doch nachdem man Andrew wieder und wieder auf dem Pferderücken durch den Windsor Great Park hat reiten sehen, oder tiefenentspannt mit dem Auto durch die Gegend schippern (wo er dann auch mal Bauarbeiter angeschnauzt hat, weil sie Bodenschwellen rund um sein Anwesen verlegt haben) – ist dem König offensichtlich die Hutschnur geplatzt und er hat nachts um 2 die Umzugs-LKWs zur Royal Lodge geschickt.

Die Situation in Norwegen

In Norwegen stellt sich die Situation allerdings anders dar.
Hier haben wir es mit der künftigen Königin zu tun.

Selbst wenn ihr Email- Freund nicht der berüchtigte Jeffrey Epstein gewesen wäre, sondern ein x-beliebiger Sören, Malte oder Björn, hätte man verblüfft die Brauen hochgezogen. Eine künftige Königin, die solche Botschaften mit einem Mann austauscht, der nicht ihr Ehemann ist, würde auch so schon für Irritation sorgen, wenn aber dieser Mann auch noch ein verurteilter Sexualstraftäter ist, dann ist Schicht im Schacht.

Am Ende des Tages haben die Epstein- Akten aber nicht nur das englische und norwegische Königshaus ins Wanken gebracht, sondern auch die dortige politische Landschaft, wurde doch jetzt sogar bekannt, dass mehrere Millionen Dollar aus Epsteins Erbe an die Kinder von Rød Larsen (Mitinitiator der Oslo- Friedensverhandlungen und Präsident des International Peace Institute – IPI in New York) und dessen Frau Mona Yuul (vorweg. UN- Botschafterin) gehen sollten.
Zwar gab es Rücktritte etc aber der Schaden ist angerichtet.

Jetzt ist es an uns allen, die richtigen Stellschrauben zu drehen, damit solcherlei in Zukunft nicht mehr passieren kann.

Geheimnisverrat?

Massive Vorwürfe gegen Prince Andrew

Immer, wenn man denkt, es könne nicht schlimmer kommen, hebt irgendwo irgendwer einen Deckel hoch und man kann in einen Topf schauen, in den man lieber nicht geblickt hätte …

Im Moment werden schier unfassbare Anschuldigungen laut, die sich aus den neu veröffentlichten Unterlagen von Jeffrey Epstein ergeben.

China- Gate

So ist seit 2005/ 2006 gerichtsnotorisch, dass Andrew einen direkten Informationskanal zum chinesischen Präsidenten Xi Jinping unterhielt.
Sein enger Vertrauter Yang Tengbo (genannt: „H6“) wurde vom britischen Inlandsgeheimdienst MI5 als mutmaßlicher Spion eingestuft und aus Großbritannien verbannt. Er soll versucht haben, Andrews Einfluss für politische Einflussnahme Chinas zu nutzen.
Tengo hatte Andrew unter anderem dabei unterstützt, eine Geburtstagskarte an den Präsidenten zu schreiben.
Das dürfte allerdings noch der harmloseste Freundschaftsdienst gewesen sein …

Es wird derzeit untersucht, ob Gelder aus China über die Initiative „Pitch@Palace“ an Andrew flossen. Der britische Geheimdienst warnte, Andrew sei aufgrund seines angeschlagenen Rufs anfällig für eine sogenannte „Elite Capture“-Operation Pekings gewesen.

From Russia With Love

In den im Februar 2026 veröffentlichten Epstein-Akten finden sich Hinweise darauf, dass Jeffrey Epstein versuchte, über seine Kontakte zu Andrew und anderen Prominenten Einfluss in Russland zu gewinnen. Es gibt jedoch keine Belege für einen direkten Verrat von Staatsgeheimnissen an den Kreml durch Andrew.
Berichten zufolge besaß Andrew sensible Dokumente (das sogenannte „Helmand-Dokument“) aus seiner Zeit als Handelsbotschafter. Es besteht der Verdacht, dass solche Informationen in den Dunstkreis Epsteins und damit potenziell an fremde Mächte gelangt sein könnten.

Ich fürchte, wer denkt, dass ein Jeffrey Epstein keine Gegenleistungen erwartet hat, ist ziemlich naiv. Und Andrew war sicherlich töricht und selbstverliebt genug, um dem Werben des Finanziers nachzugeben.

Bislang ist nur ein Bruchteil der Unterlagen ausgewertet und wir werden definitiv noch mit den Ohren schlackern. Dann geht es nicht mehr nur um solche Sex- Histörchen wie wir sie bislang von Andrew kannten …

Große Trennung oder großer Theaterdonner?

In den letzten Tagen überzieht man uns aus Richtung England mit immer neuen Geschichten über das Verhältnis der Prinzessinnen Beatrice und Eugenie of York und ihrem Vater Andrew Mountbatten Windsor.
Grund genug für mich, mal tiefer in das Thema zu blicken…

Zunächst die Fakten:
Prince Andrew Duke of York verlor mit dem endenden Jahr 2025 all seine Titel und Ehrenränge. Nach dieser öffentlichen Degradierung blieb ihm nur der Name Andrew Mountbatten Windsor.

Des Weiteren wurde er dazu gezwungen, seine bisherige Wohnadresse, die Royal Lodge, zu verlassen und in ein Gebäude auf dem Anwesen von Sandringham zu ziehen. (Wie gut, dass die Windsors mehr als ein Haus zur Verfügung haben…)
Wie es derzeit um den Umzug bestellt ist, lässt sich nicht klären. Es werden wohl immer mal wieder Lastwagen gesehen, doch da diese prinzipiell ohne Firmenlogo unterwegs sind, könnte es sich hierbei auch um Lieferanten handeln.

Nun hat man Andrew zu Beginn der Woche in Windsor ausreiten sehen. An seiner Seite einen Mitarbeiter und im Schlepptau Prinzessin Beatrice, deren Tochter wohl gerade Reiten lernt. Beatrice begleitete ihre Tochter zu Fuß.

Offensichtlich war das Ziel, keine gemeinsamen Fotos von Vater, Tochter und Enkelin machen zu können. Dieses Ziel wurde erreicht.

Nichtsdestotrotz wurde deutlich, dass Beatrice noch immer ein enges Verhältnis zu ihrem Vater pflegt. Offensichtlich sind alle Enthüllungen der letzten Jahre und Monate spurlos am Vater/ Tochter- Verhältnis vorbeigegangen. In bekannter royaler Manier versucht man einfach nur, die Bilder zu steuern und macht ansonsten, was man für richtig hält.

Royales Motto: Duck dich nur tief genug unter dem Sturm weg, dann wird er schon weiterziehen.

Was ist daran so problematisch?
Ganz einfach: Man fragt sich natürlich, inwieweit die Töchter noch glaubwürdig für ihre Charities eintreten können, wenn sie es bislang nicht einmal geschafft, öffentlich zu den Skandalen der Eltern Stellung zu beziehen. Business as usual – ist das wirklich genug?

Schauen wir uns also mal diese Charities der Prinzessinnen an:
Aktuelle Schirmherrschaften und Initiativen von Prinzessin Beatrice:

Teenage Cancer Trust: Zusammen mit ihrer Schwester Eugenie und ihrer Mutter ist sie Schirmherrin des Teenage Cancer Trust, der junge Menschen, die an Krebs erkrankt sind, unterstützt. (Sarah wurde inzwischen vor die Tür gesetzt…)

The Big Change Charitable Trust: Beatrice ist Mitbegründerin dieses Trusts, der sich der Unterstützung junger Menschen widmet, um ihnen zu helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen. (Mach mal jemand das Fenster auf, damit der Wortdunst abziehen kann…)

Outward Bound Trust: Im November 2025 wurde sie zur stellvertretenden Schirmherrin ernannt, nachdem sie zuvor sechs Jahre als Treuhänderin tätig war. Die Organisation inspiriert junge Menschen durch Abenteuer in der Natur. (Hat sich der König mit dieser Ernennung einen Gefallen getan?)

Chartered College of Teaching: Im Juli 2025 (!) übernahm sie die Schirmherrschaft für diese Organisation, eine Rolle, die zuvor ihr Großvater Prinz Philip innehatte. Damit unterstreicht sie ihr Engagement für den Lehrerberuf und Bildung.

Borne: Nach der Frühgeburt ihrer eigenen Tochter im Januar 2025 wurde sie Schirmherrin der Wohltätigkeitsorganisation, die sich für die Erforschung von Frühgeburten einsetzt und das Bewusstsein dafür schärft.

Wichtigste Schirmherrschaften und Initiativen von Prinzessin Eugenie:

  • The AntiSlavery CollectiveEugenie ist Mitbegründerin dieser Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Bewusstsein für moderne Sklaverei und Menschenhandel zu schärfen und sich für die Rechte der Opfer einzusetzen. Sie arbeitet eng mit Partnern wie der Heilsarmee zusammen, um Überlebende zu unterstützen.
  • Artswork: Im Oktober 2025 wurde sie zur Schirmherrin dieser Kunstorganisation ernannt. Artswork setzt sich dafür ein, jungen Menschen Zugang zum kreativen Sektor zu ermöglichen und ihre Stimmen zu verstärken.
  • Royal National Orthopaedic Hospital (RNOH): Als Schirmherrin unterstützt sie dieses Krankenhaus, in dem sie als Kind selbst wegen Skoliose behandelt wurde. Das Thema liegt ihr sehr am Herzen.
  • Scoliosis Association UK: Seit Oktober 2020 ist sie auch Schirmherrin dieser Vereinigung, die Menschen mit Skoliose und ihren Familien Unterstützung bietet.
  • Teenage Cancer TrustZusammen mit ihrer Mutter Sarah Ferguson und ihrer Schwester Beatrice ist sie Schirmherrin dieser Organisation, die sich um junge Krebskranke kümmert.
  • Horatio’s Garden: Sie ist Schirmherrin dieser Wohltätigkeitsorganisation, die Gärten in Wirbelsäulenverletzungszentren im Vereinigten Königreich anlegt. 

Sie nutzt ihre Plattform auch, um das Bewusstsein für andere Themen wie Umwelt- und Meeresschutz zu schärfen, unter anderem als Botschafterin für die Blue Marine Foundation

Hier springt einem direkt die erste Organisation ins Auge: „The Anti-Slavery Collective“ – eine Gruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, gegen moderne Sklaverei zu kämpfen.
Hierzu zählt mit Sicherheit auch Menschenhandel und Prostitution zumal Minderjähriger.
Finde den Fehler!
Da fragt man sich natürlich schon, wie weit es mit diesem Engagement her ist, wenn die Schirmherrin es noch nicht mal nach Jahren schafft, mit dem eigenen Vater über das Thema zu sprechen und sich von diesem zu distanzieren … Oder hat irgendwer mitbekommen, dass Andrew zu seinen Taten Stellung genommen hätte? Dass er an irgendeiner Stelle mit den amerikanischen Ermittlungsbehörden zusammengearbeitet hätte, so wie er es vollmundig verkündet hatte?

Angeblich – so hören wir jetzt aus England – habe Eugenie jetzt endgültig mit dem Vater gebrochen. „Big Time!“ „Beckham- Style!“
„Aaaaah-ja“, sagt sich da der überraschte Leser.
Seit wann gibt es die Vorwürfe gegen Andrew? Wann gab es die außergerichtliche Einigung zwischen Andrew und Virginia Guiffre? Wann war die Selbsttötung von Virginia Guiffre? Wann sind ihre Memoiren erschienen?
Und JETZT erst fällt es der großen Vorkämpferin gegen moderne Sklaverei ein, sich vom Vater zu distanzieren …
Was für ein mutiger Schritt.

Was lernt uns das? Nun, es lernt uns, dass zumindest Eugenie davon ausgeht, dass sie den Kopf nur einziehen muss und dann wird alles schon wieder. Irgendwie.

Versuchen doch beide Schwestern derzeit den Limbo zwischen Öffentlichkeit, Eltern, Königshaus und ethisch- moralischem Anspruch, sprich dem eigenen Image.
Und vertun wir uns nicht: Dieses Image dient nicht etwa dem persönlichen Seelenfrieden oder einer besseren Welt, sondern ist Grundlage ihrer Geschäfte, ihrer Einnahmen, ihrer Jobs. Ihr wirtschaftlicher Erfolg gründet auf ihrer persönlichen Integrität und da Eugenie sich da offensichtlich derzeit am meisten bedroht fühlt, hat sie an die Medien durchgereicht, dass sie mit dem Vater gebrochen habe.
Was es jetzt noch zu tun gilt? Nun – keine gemeinsamen Fotos auftauchen zu lassen.
Man darf künftig Eugenie weder auf dem Weg zur Royal Lodge fotografieren, noch beim Ausritt mit dem Papa.
Insofern dürfte sie aufatmen, wenn er in Sandringham wohnt, denn dann kann sie ihn besuchen und sagen, sie sei aus anderen Gründen dort gewesen. Zum Beispiel um den König zu treffen.

Bis dahin demonstrieren beide Schwestern Einigkeit mit dem Königshaus, indem sie – wie zuletzt anlässlich des Weihnachtsfestes – Seite an Seite mit dem König marschieren.

Im „Rette sich wer kann“, waren die Yorks ja schon immer Weltmeister.