Archie und Lilibet – mehr als eine Frage des Titel

Vor kurzem hatte ich anlässlich von Prince Harrys ABC- Interview auf Instagram das Thema behandelt, was mit seinen Titeln würde, wenn er amerikanischer Staatsbürger würde.
Da ich inzwischen auch schon mehrmals nach den Titeln seiner Kinder gefragt wurde, dachte ich: schreib mal was Ausführlicheres dazu, denn die Sache ist komplexer als man denkt …

What about Harry?

Was Prince Harry angeht, so stehen die Dinge relativ klar: Derzeit ist er britischer Staatsangehöriger und trägt all seine Titel zurecht.
Durch seine Frau hat er ein aufenthaltsrecht in den USA.
Sollte er aber bei seinem Visa-Antrag gelogen haben, könnte das weitreichende Konsequenzen, bis hin zur Ausweisung, nach sich ziehen. Mit einem US-Bürger verheiratet zu sein, schützt einen nämlich im Fall von Straffälligkeit nicht vor der Ausweisung.

Würde er allerdings US-Bürger werden, so müsste er nach amerikanischem Recht alle Titel zurückgeben, denn es ist US-Bürgern nicht erlaubt, Titel zu tragen. Dann allerdings könnte er auch im Fall von Straffälligkeit in den USA bleiben.

Könnte Harry eine doppelte Staatsbürgerschaft beantragen?
Das wäre tatsächlich nicht möglich. Er muss sich sozusagen für eine Seite entscheiden und das mit allen Konsequenzen.



Der Fall Archie und Lilibet

Im Fall seiner Kinder liegen die Dinge anders:
Sie haben qua Geburt zwei Staatsbürgerschaften: die amerikanische durch ihre Mutter und die englische durch ihren Vater.

Deswegen können sie auch die Prinzen/ Prinzessinnen-Titel in Amerika tragen. Das tun sie dann nämlich sozusagen als die Kinder ihres Vaters.

Meghan Markle hat ihre amerikanische Staatsbürgerschaft nie abgelegt, wie es eigentlich bei einer royalen Braut üblich gewesen wäre.

Blut oder Boden?

Es gibt bei Staatsbürgerschaften im Prinzip zwei Varianten:
1. „Blut“ (= „Ius Sanguinis“): Hierbei bekommt das Baby die Staatsbürgerschaft entsprechend jener (im Normalfall) der Mutter. Es ist also die Abstammung ausschlaggebend.
2. „Boden“ (= „Ius Soli“): In manchen Ländern erhält das Kind die Staatsbürgerschaft je nachdem ob es im betreffenden Land geboren wurde. Woher die Eltern stammen spielt dabei keine Rolle. So ist zum Beispiel ein Kind, das nach dem 1. Januar 2000 in Deutschland geboren wurde, automatisch deutscher Staatsbürger. Allerdings müssen noch weitere Voraussetzungen erfüllt werden. So muss sich ein Elternteil mindestens acht Jahre gewöhnlich und rechtmäßig in Deutschland aufgehalten haben.
Es gilt das „Geburtsortsprinzip“ . Welche Staatsangehörigkeit die Eltern haben, spielt keine Rolle.

Für die USA ergab sich aus diesem Prinzip das Problem, dass tausende von hochschwangeren Frauen aus China, Taiwan, Russland etc in die USA einreisten, um dort ihre Kinder zu gebären, die dann automatisch US-Staatsbürger wurden. Gegen Reiseagenturen, die das organisierten wurde zwischenzeitlich Klage erhoben.

Zurück zu den Sussexes …

Archie:
Er wurde in England geboren, hat aber durch seine Eltern zwei Staatsbürgerschaften
Lilibet:
Sie wurde in den USA geboren und hat durch ihre Eltern beide Staatsbürgerschaften

Schauen wir ein wenig in die Zukunft:

Was passiert möglicherweise wenn die beiden älter sind?
Das National Constitution Center schreibt dazu, dass bislang US-Bürger, die in königliche Familien geheiratet haben (zum Beispiel die in Washington D.C. geborene Königin Noor al Hussein, geborene Lisa Najeeb Halaby), oder die den Thron eines Landes eingenommen haben (Prinz Albert von Monaco), üblicherweise mit diesem Schritt, oder der Volljährigkeit, die US-Staatsbürgerschaft abgelegt haben.
Fürst Albert von Monaco hatte die amerikanische Staatsbürgerschaft durch seine Mutter, Grace Kelly.

Dadurch vermeidet man Konflikte mit dem royalen Satus.

Im Fall der beiden Sussex- Kinder stünde dies potentiell ebenfalls im Raum. Wobei dabei auch ausschlaggebend sein könnte, wo die beiden ihren Lebensmittelpunkt sehen und ob sie ihr Leben so gestaltet haben, dass sie keinen königlichen Titel brauchen, um erfolgreich zu sein.
Für ihre Eltern gilt ja nach wie vor, dass der königliche Titel ihr Geschäftsmodell ist und sie insofern auf diesen auch gar nicht verzichten können.

Was aber, wenn Archie und Lilibet eines Tages Kinder bekommen?
Die englische Regierung schreibt dazu: Diese Kinder, sollten sie auerhalb von Großbritannien geboren werden, müssten eines Tages die britische Staatsbürgerschaft ganz normal beantragen.

Haben Royals Pässe?

Ja. alles außer dem König. Da alle Pässe in seinem Namen ausgestellt werden, braucht er selbst keinen. Alle anderen Familienmitglieder brauchen hingegen einen, um ins Ausland reisen zu können.

Dunkle Wolken über Windsor Castle

Hochkarätige Royals aus ganz Europa trafen sich gestern auf Windsor Castle, um des verstorbenen ehemaligen Königs Constantin von Griechenland zu gedenken.
Bei diesem Großereignis fehlten allerdings die wichtigsten Royals derzeit …

Wer in den europäischen Königshäusern einen Namen hat, versammelte sich gestern in Windsor Castle, um des vor einem Jahr verstorbenen Ex-Königs Konstantin von Griechenland zu gedenken.

Die englische und die griechische Königsfamilie war praktisch geschlossen vor Ort, ebenso sah man das spanische Königspaar und Königin Noor von Jordanien, die in Begleitung von Kyril von Bulgarien erschien.

Sie war nicht die einzige Verfemte, die sich gestern nahe London eingefunden hatte. Auch Ex-König Juan Carlos von Spanien zeigte sich an der Seite von Sohn und Schwiegertochter. Wenn auch sichtlich gealtert, stützte er sich doch bei seinem Sohn ab, war er doch offenbar bester Laune.

Zur großen Überraschung wohl der meisten Beobachter, zeigte sich Sarah Ferguson, die Herzogin von York, gut gelaunt an der Seite ihres Ex-Mannes Andrew. Wie das Ereignis an jenem Frühlingstag nicht von Trauer, sondern Heiterkeit geprägt war.

Es schien nur vier Personen zu geben, denen es an diesem Tag wirklich nicht gut ging:

Queen Camilla weinte während des Gottesdienstes. Offensichtlich verlangten die zurückliegenden Wochen voller Sorgen und Krankheit ihren Tribut.

Man beachte übrigens die Brosche der Königin: Ein Efeublatt. Es steht für ewige Treue. Ein schöner Ansatz an solch einem Tag.

Die frühere Königin scheint nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein, seit sie ihren Mann verloren hat. In meinen Augen hatten die beiden eine der ganz wenigen glücklichen im europäischen Hochadel.

Ihr Sohn hat inzwischen auch seine Augenklappe abgelegt, die er aufgrund einer Retina-Operation tragen musste, und die ihm etwas ungemein Romantisch-Verwegenes gegeben hatte.

Dass König Charles aufgrund seiner Krebs-Behandlung derzeit keine Termine wahrnimmt, ist bekannt. Aber am gestrigen Tag fehlte der zweitwichtigste Mann des Königshauses ebenfalls: Prince William!

Eigentlich hätte er als Patensohn des verstorbenen Griechen-Königs eine wichtige Position bei der Gedenkfeier einnehmen sollen: er sollte die Lesung halten.

Tatsächlich entschuldigte William kurz vor Beginn der Gedenkfeier. Er könne aus persönlichen Gründen nicht kommen, ließ der Palast verlautbaren.

Sofort waren natürlich alle alarmiert. Hatte seine Absage etwas mit dem Gesundheitszustand seiner Frau Catherine oder dem seines Vaters zu tun? Hatte die Queen deswegen geweint?
Der Palast bemühte sich zwar um Schadensbegrenzung und teilte mit, die Prinzessin befinde sich weiter auf dem Weg der Besserung, aber wirklich beruhigt dürfte dieses Statement der seit Wochen komplett aus den Augen der Öffentlichkeit Verschwundenen keinen haben.

Eine weitere wichtige Person fehlte ebenfalls: Königin Margrethe von Dänemark!

Warum Königin Margrethe fehlte, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen, ist sie doch die Schwester der Witwe. Die Dritte im Bunde, Prinzessin Benedikte von Dänemark, war allerdings erschienen. Auch hier könnte man mutmaßen, dass Königin Margrethe aus gesundheitlichen Gründen die Reise nicht antreten konnte.

Wer aber sicherlich mit wirklich schwerem Herzen in der St. George’s Chapel gesessen hat, waren Prince Michael of Kent und seine Frau Christine von Reibnitz. Es war nämlich am gleichen Tag vom Palast bekanntgegeben geworden, dass ihr Schwiegersohn Thomas Kingston im Alter von nur 45 Jahren am Sonntag überraschend verstorben war.

Die Skandale der letzten Jahre haben vor allem Christine von Reibnitz sichtlich gezeichnet. Sie hatte Schlagzeilen gemacht, da sie zeitweise mehr oder minder offen mit einem anderen Mann zusammengelebt hatte und durch ihre nicht unbedingt gelungenen Schönheitseingriffe.
Das letzte Mal stand sie inmitten einer heftigen Kontroverse als sie zu einer Einladung, bei der auch Meghan Markle anwesend war, eine so genannte „Blackamoor“- Brosche trug.

Sie entschuldigte sich zwar anschließend, doch trug der Vorfall nicht zu ihrer Beliebtheit bei. Zumal sie seit vielen Jahren als arrogant und unfreundlich in der britischen Öffentlichkeit verschrien ist.

Dies alles dürfte jetzt allerdings in den Hintergrund treten, wenn man bedenkt, dass ihre Tochter nunmehr mit gerade mal 42 Jahren Witwe wurde.

FAZIT:

Die gestrige Gedenkfeier war praktisch eine Zusammenfassung des derzeitigen Zustandes der europäischen Monarchien.
Die Working Royals kann man an zwei Händen abzählen und wenn man die jüngere Generation betrachtet, muss man feststellen, dass noch Jahre vergehen werden, bis z.B. die Kinder von William und Catherine diese Aufgaben übernehmen können.
Wir sehen aber auch zwei Ausnahmen: das spanische Königshaus und (in Abwesenheit) das niederländische. Deren Töchter übernehmen bereits jetzt den einen oder anderen Termin und entlasten damit nicht nur die Eltern, sondern weisen auch in die Zukunft.

Was England betrifft, so sind gestern zwar sehr viele jüngere Mitglieder des Hauses aufgetaucht, wie die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, aber sie übernehmen ja bekanntlich keine offiziellen Aufgaben für die Krone, sondern haben nur Termine bei ihren persönlichen Charities.

Es gilt also, sich Gedanken zu machen, wie man die Lücken zwischen der Senior- Generation und jener von George, Charlotte und Louis überbrücken kann.

Trump vs. Sussex

Die USA befinden sich mitten im Präsidentschaftswahlkampf. Auf Seiten der Republikaner gibt es noch zwei Kandidaten im Rennen: Donald Trump und Nikki Haley. Wobei Trump bislang weit vor seiner Konkurrentin liegt.
Nun hat er sich auch zu Prince Harry geäußert. Das könnte für Harry und Meghan ein spannendes Jahr werden, denn wer hat schon gerne den US-Präsidenten gegen sich?

Im November wählen die Amerikaner den 60. Präsidenten. Was die Republikaner angeht, liegt Donald weit vor seiner Konkurrentin Nikki Haley. Auch gegen Joe Biden, dem das Alter offensichtlich große Probleme bereitet, scheint Trump gut im Rennen zu liegen.

Nun hat sich Trump zum ersten Mal zum Thema Prince Harry geäußert und das lässt für unseren König von Montecito nichts Gutes erwarten.

“I wouldn’t protect him. He betrayed the Queen. That’s unforgivable. He would be on his own if it was down to me.”

(= „Ich würde ihn nicht beschützen. Er hat die Queen verraten. Das ist unverzeihlich. Wenn es nach mir ginge, wäre er auf sich selbst gestellt.“)

Das Ganze kommt für Harry zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, kämpft doch der konservative Thinktank „Heritage Foundation“ vor Gericht für eine Offenlegung seines Visa-Antrags. Dort wird ausdrücklich nach Drogenkonsum gefragt und nun wollen alle wissen, was Harry da geschrieben hat.

Tatsächlich kann Harry nur noch verlieren.

Urteilt das Gericht, dass sein Antrag offengelegt werden muss, so gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder er hat die US-Behörden angelogen oder die Leser seiner Memoiren. Sprich: Entweder hat er wirklich heftigen Drogenmissbrauch betrieben, oder er hat ihn nur vorgegeben, um mehr Bücher zu verkaufen.

Beide Ergebnisse dürften für ihn nicht erfreulich werden.

Urteilt das Gericht, dass der Antrag unter Verschluss bleiben kann, hat er dennoch einen Pyrrhus-Sieg eingefahren, denn dann werden die Mutmaßungen weitergehen. Dass er sich selbst bislang nicht geäußert hat und auch niemand aus seinem Umfeld, zeigt deutlich, wie bewusst Harry das Problem ist.

Würde Trump dann im November gewinnen, käme es sicherlich ganz dick für ihn, denn Trump hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass er die „woken Sussexes“ nicht ausstehen kann.

Tatsächlich ist Trump seit seinem ersten Zusammentreffen mit der Queen ihr Bewunderer gewesen. Nach dem Urteil von Leuten, die bei dem Zusammentreffen dabei waren, entstand zwischen den beiden Staatsoberhäuptern tatsächlich ein angenehmes Verhältnis und Trump war der Queen gegenüber absolut handzahm.

Später ließ er keine Gelegenheit aus, sich warmherzig und respektvoll über sie zu äußern.

Insofern denke ich, kann man ihm seine Empörung über Harry gegenüber durchaus abnehmen.

Allerdings bedeutet dies auch, dass er sich als Rächer für die verstorbene Queen sehen könnte, der dem verräterischen Enkel heimleuchtet.

Die Ursachen der Feindschaft

Das Ganze dürfte auf das Jahr 2016 zurückgehen, wo Meghan Markle in einer Podiumsdiskussion von Comedy Central zum Thema Trump sagte, dass, wenn dieser Präsident würde, sie nach Kanada auswandern würde. Sie nannte ihn einen zerstörerischen Frauenhasser.

2019 dann wurde Trump anlässlich seines Staatsbesuches in England gefragt, ob er wisse, wie Meghan sich über ihn geäußert habe. Er sagte, er habe keine Ahnung gehabt, dass sie sich so hässlich über ihn ausgelassen habe.

Mit einigem Hin und Her brachte es der Palast fertig, dass die beiden sich nicht vorgestellt wurden und so eine problematische diplomatische Situation vermieden wurde.

2022 dann setzte Trump eins drauf, indem er im Interview mit Piers Morgan zur Sussexschen Ehe erklärte: “It’ll end, and it’ll end bad…I want to know what’s going to happen when Harry decides he’s had enough of being bossed around…Or maybe when she decides that she likes some other guy better. I want to know what’s going to happen when it ends, OK?”
(= „Es wird enden, und zwar schlimm… Ich will wissen, was passiert, wenn Harry beschließt, dass er genug davon hat, herumkommandiert zu werden… Oder vielleicht, wenn sie beschließt, dass sie einen anderen Typen lieber mag. Ich will wissen, was passiert, wenn es zu Ende ist, okay?“)

Von daher dürfte die Marschrichtung für beide Seiten klar sein:
Wenn Trump abermals Präsident wird, lässt er sich mit absoluter Sicherheit die Gelegenheit nicht durch die Finger schlüpfen, an H&M ein Exempel zu statuieren.
Es wäre ein wunderbares Bonbon, das er seinen Followern zuwerfen könnte um zu zeigen, dass Amerika sich nicht von royalen „Grifters“ vorschreiben lässt, wie man zu leben habe.

Donald Trump würde nicht so weit gehen? Von wegen. Er hat sich da schon ganz andere Themen vorgenommen. Und zu verlieren hat er definitiv nichts.

Insofern könnte also ein Umzug der Sussexes nach Kanada schneller kommen als erwartet. Für sie wäre es tatsächlich eine Win-Win- Situation, denn sie könnten ihren Umzug als politisch motiviert begründen, sobald ihnen jemand vorhalten sollte, dass sie nur nach Kanada gehen, um sich in die Royal Family zurück zu schmusen.
Damit hätten sie sich als politisch zu allem bereits Liberale positioniert, die zu allem bereit sind im Kampf um ihre politischen Ziele.
Gleichzeitig hätte Trump bei seinen Anhängern einen sicheren Punkt gemacht.

Harrys Interview mit Good Morning America im Wortlaut

Anlässlich der Vorbereitung auf die Invictus Games 2025 in Toronto und Whistler hat Prince Harry dem amerikanischen Frühstücksfernsehen ein recht ausführliches Interview gegeben.
Im Folgenden findet ist die Niederschrift, sowie die Übersetzung …

Das Interview mit Good Morning America

Will: How did you get the news that the King was ill?

Harry: I spoke to him. I jumped on a plane and went to go and see him as soon as I could.

Will: How was that visit for you emotionally?

Harry: I love my family. The fact I was able to get on a plane and go and see him and spend anytime with him? I’m grateful to that.

Will: What is your outlook on his health.

Harry: That stays between me and him.

Will: Illness in the family can have a galvanising and sort of reunifying effect for a family, is that possible in this case?

Harry: I’m sure. Throughout all these families, I see it all on a day to day basis. The strength of the family unit coming together.

Will: Just physically being in California, how have you processed the fact that there is so much happening back with your family where you come from?

Harry: I have my own family as we all do. My family and my life in California is as it is. I have got other trips planned that would take me through the UK or back to the UK, so I will stop in and see my family as much as a I can.

Will: How is Harry the dad?

Harry: I can’t tell you that, that’s classified. That’s top secret. The kids are doing great. The kids are growing up like all kids do very very fast. They both got an incredible sense of humour and make us laugh and keep us grounded every single day like most kids do. I am just very grateful to be a dad.

Will: How are you enjoying your time living in the US?

Harry: It is amazing, I am enjoying every single day.

Will: Do you feel American?

Harry: Err… do I feel American? No? I don’t know how I feel.

Will: Would you think about becoming a citizen?

Harry: I have considered it, yeah.

Will: What would stop you from doing it?

Harry: I have no idea. I am here standing next to these guys and the American citizenship is a thought that has crossed my mind. But it is certainly not something that is a high priority for me right now.

Will: Aside from Invictus, what is keeping you busy when you are out of the house?

Harry: Everything. Everything in the house. Everything out of the house. So the mission continues. Every element of the work continues. Before you know it, February next year, this time in a years time, we will be here doing all this again and hopefully you’ll be here. And we are going to have the whole of Whistler and whole of Canada screaming these guys on for an epic games.

Will: It seems to matter so much to you, where do you get the desire to be so involved in helping other people?

Harry: I have always had a life of service and I get my fix being with these guys. There is no version of me coming here, watching these guys, and not getting involved myself.

Will: When you have these moments of connections, going around meeting folks, what is it doing for them and what it is doing for you?

Harry: It is my fix. Once you leave the military from a uniform standpoint, you never leave the community and to have the games every other year but then also to be able to do a one year to go event as well, is literally my annual fix. To be amongst this community and have a laugh, have fun, no matter which nation they’re from, the banter is the same. I get a lot of energy just from being around these guys.

Harry [after speaking to sister of two wounded Ukrainian soldiers]: It stirs the emotions. It is not lost on me. It is not lost on any of us. The thousands of Ukrainians that are being injured now.

Harry: It is not just about the individual. Everyone pays a lot of attention, rightly so, to the person who has been injured. Once that person gets injured, actually the whole family gets injured because their lives are changed, turned upside down forever. 

You have got to provide the resources, the opportunities and the platform for them to be able to heal themselves. Because they heal themselves and the whole family heals. To me, that is without a doubt, the most rewarding piece to all this.

Die Übersetzung:


Will: Wie haben Sie die Nachricht erhalten, dass der König krank ist?
Harry: Ich habe mit ihm gesprochen. Ich bin in ein Flugzeug gesprungen und habe ihn so schnell wie möglich aufgesucht.
Will: Wie war dieser Besuch für Sie emotional?
Harry: Ich liebe meine Familie. Die Tatsache, dass ich in der Lage war, in ein Flugzeug zu steigen und ihn zu sehen und etwas Zeit mit ihm zu verbringen? Dafür bin ich sehr dankbar.
Will: Wie ist Ihr Ausblick auf seine Gesundheit?
Harry: Das bleibt zwischen mir und ihm.
Will: Krankheit in der Familie kann eine Familie aufrütteln und wieder zusammenführen, ist das in diesem Fall möglich?
Harry: Ich bin mir sicher. In all diesen Familien sehe ich das tagtäglich. Die Stärke der Familieneinheit, die zusammenkommt.
Will: Wie haben Sie die Tatsache, dass Sie in Kalifornien sind, verarbeitet, dass dort, wo Sie herkommen, so viel in Ihrer Familie passiert?
Harry: Ich habe meine eigene Familie, wie wir alle. Meine Familie und mein Leben in Kalifornien sind so, wie sie sind. Ich habe weitere Reisen geplant, die mich durch das Vereinigte Königreich oder zurück nach Großbritannien führen werden, also werde ich meine Familie so oft wie möglich besuchen.
Will: Wie geht es Harry, dem Vater?
Harry: Das kann ich Ihnen nicht sagen, das ist geheim. Das ist streng geheim. Den Kindern geht es gut. Die Kinder wachsen, wie alle Kinder, sehr schnell heran. Sie haben beide einen unglaublichen Sinn für Humor und bringen uns jeden Tag zum Lachen und halten uns auf dem Boden, wie die meisten Kinder. Ich bin einfach sehr dankbar, Vater zu sein.
Will: Wie gefällt Ihnen Ihr Leben in den USA?
Harry: Es ist unglaublich, ich genieße jeden einzelnen Tag.
Will: Fühlen Sie sich als Amerikaner?
Harry: Ähm… fühle ich mich amerikanisch? Nein? Ich weiß nicht, wie ich mich fühle.
Will: Würden Sie darüber nachdenken, ein Staatsbürger zu werden?
Harry: Ich habe es in Betracht gezogen, ja.
Will: Was würde Sie davon abhalten?
Harry: Ich habe keine Ahnung. Ich stehe hier neben diesen Jungs und die amerikanische Staatsbürgerschaft ist ein Gedanke, der mir durch den Kopf gegangen ist. Aber es ist sicherlich nicht etwas, das für mich im Moment eine hohe Priorität hat.
Will: Abgesehen von Invictus, was beschäftigt dich, wenn du nicht zu Hause bist?
Harry: Mit allem. Alles im Haus. Alles außerhalb des Hauses. Die Mission geht also weiter. Jedes Element der Arbeit geht weiter. Ehe Sie sich versehen, werden wir im Februar nächsten Jahres, also in einem Jahr, wieder hier sein und hoffentlich werden Sie dann auch hier sein. Und wir werden ganz Whistler und ganz Kanada dabei haben, die Jungs für ein episches Spiel anzufeuern.
Will: Es scheint dir so viel zu bedeuten, woher nimmst du das Verlangen, dich so für andere Menschen einzusetzen?
Harry: Ich habe schon immer gerne gedient, und ich bekomme meinen Kick, wenn ich mit diesen Jungs zusammen bin. Es gibt keine Version, in der ich hierher komme, diese Jungs beobachte und mich nicht selbst engagiere.
Will: Wenn du diese Momente der Verbindung hast, wenn du Leute triffst, was bedeutet das für sie und was bedeutet es für dich?
Harry: Es ist meine Lösung. Wenn man aus dem Militär ausscheidet, verlässt man die Gemeinschaft nie mehr, und die Spiele alle zwei Jahre zu veranstalten und dann auch noch ein Jahr lang eine Veranstaltung zu organisieren, ist buchstäblich mein jährlicher Fixpunkt. In dieser Gemeinschaft zu sein und zu lachen, Spaß zu haben, egal aus welcher Nation man kommt, das Geplänkel ist dasselbe. Ich bekomme eine Menge Energie, wenn ich mit diesen Jungs zusammen bin.
Harry [nach einem Gespräch mit der Schwester von zwei verwundeten ukrainischen Soldaten]: Das weckt die Emotionen. Das ist mir nicht entgangen. Es geht keinem von uns verloren. Die Tausenden von Ukrainern, die jetzt verletzt werden.
Harry: Es geht nicht nur um den Einzelnen. Jeder schenkt der verletzten Person große Aufmerksamkeit, und das zu Recht. Wenn diese Person verletzt wird, wird eigentlich die ganze Familie verletzt, weil sich ihr Leben verändert, für immer auf den Kopf gestellt wird.
Man muss ihnen die Mittel, die Möglichkeiten und die Plattform bieten, damit sie sich selbst heilen können. Denn wenn sie sich selbst heilen, heilt auch die ganze Familie. Für mich ist das zweifellos der lohnendste Teil der ganzen Sache.

Frederik – Ein König auf glatter Piste

Nur wenige Wochen sind seit der Thronübernahme durch König Frederik vergangen – und schon ist er urlaubsreif.
Ein verdutztes Volk schaut auf sein frischgebackenes Königspaar und die eigentlich a.D. gestellte Königin Margrethe, die nun als Regentin schon wieder zurückgeholt wurde.

So im Tiefschnee gelandet, könnte Frederik auch umgehend im Tiefärger aufschlagen, denn – kaum verwunderlich – fragen sich seine Mitbürger natürlich, was er so Anstrengendes geleistet hat, dass er direkt eine Auszeit braucht …

Ein kurzer Blick in den Hof-Kalender genügt, um Klarheit zu schaffen: seit seinem Amtsantritt hatte er genau zwei Audienzen zu absolvieren plus einen dreitägigen Staatsbesuch in Polen.

Nicht gerade eine Tretmühle.

On top ist auch der Thronfolger im Urlaub und wedelt nun die Hänge herab, während die in Rente gegangene Königin Margrethe schon wieder am Start ist und als Staatsoberhaupt Termine wahrnimmt.

So eröffnete sie am 7. Februar die Prinz Henrik Schule in Frederiksberg, Kopenhagen.

Doch Margrethe übernimmt nicht nur solche Termine, die ihrem Herzen sicherlich sehr nahe sind – sie ist auch als Staatsoberhaupt (nicht zu verwechseln mit ihrer Aufgabe als Regentin) aktiv. Das heißt, sie befasst sich (wieder) mit Staatsgeschäften, trifft Politiker und Diplomaten etc. Dies vor dem Hintergrund, dass weder der Monarch noch der Thronfolger im Land sind.
Ob sie sich ihren Ruhestand so vorgestellt hat?

Man schaut in Dänemark also in den royalen Kalender und stellt fest, dass Frederik sich offensichtlich nicht totschuftet. Die Journalistin Kim Bach („Extra Bladet“) vergleicht Frederik hierbei mit seinen royalen Kollegen in Europa und stellt fest, dass Frederik bei den Terminen definitiv am Ende der Liste auftaucht. Fleisssternchen gibt es für so etwas sicher nicht.

Dass König und Kronprinz gleichzeitig außer Landes im Urlaub sind, zeugt zudem von einer ziemlich bemerkenswerten Einstellung zur eigenen Position und Aufgabe. Wenn man es böse formulieren will, kann man sagen: es ist den beiden Herren offensichtlich piepegal, solange die Mama/ Oma zu Hause den Stall zusammenhält.

Wie sieht nun Frederiks Kalender in der kommenden Zeit aus?

Seit Kurzem gibt es den Hof- Kalender digital und mit nicht mehr nur – wie früher – mit Terminen 14 Tage im Voraus, sondern mit einem umfassenderen Überblick.
Wenn es denn Termine zum Überblicken gibt.

Tatsächlich findet sich genau ein Termin des Königs dort: 19. Februar: öffentliche Audienz.
Drumherum nur freie Tage.

Und wo ist das Königspaar jetzt?
Höchstwahrscheinlich im malerischen Schweizer Skiort Verbier. Dort besitzen sie seit 2020 ein luxuriöses Chalet.

Das Skandal- Chalet

Prinzipiell wäre dieses Chalet kein Problem, doch dann wurde bekannt, dass jeder, der über das entsprechende Kleingeld verfügt, dieses Chalet vom (damals noch) Kronprinzenpaar mieten konnte.

Und mehr noch: Diese Einnahme ist für die beiden steuerfrei. (Wie gut, wenn man ein Royal ist …)
Nach der entsprechenden Aufregung in Dänemark, stellte man zwar die Vermietung zwar ein, Besitzer des Anwesens sind die beiden aber noch immer.

Von der Sonne in den Schnee …

Wann hatte das Königspaar denn eigentlich seinen letzten Urlaub?, fragten sich die Dänen und mussten nicht lange überlegen: Bereits im Dezember hatte man einen ausgiebigen Aufenthalt in der alten Heimat der späteren Königin. Australien bot den passenden Hintergrund für eine sonnendurchflutete Vorweihnachtszeit.

Und die dänischen Medien können rechnen …
Man hat sich also den Hofkalender 2022 vorgenommen und dabei festgestellt, dass es Frederik gerade mal auf 70 Arbeitstage gebracht hat.


2023 explodierte dann sein Kalender, da die Königin sich krankmelden musste und er einspringen.

Sensationelle 123 Arbeitstage hat er da geschafft. Umgerechnet etwa 10 Tage pro MONAT!

Davon können Normalsterbliche nur träumen.

Umso fassungsloser ist man in Dänemark, wenn man in seinem frisch erschienen Buch liest

„Auszeiten sind wichtig, denn wir werden wahrscheinlich noch mehr zu tun haben. Mary und ich haben Interessensgebiete, die zunehmend unsere Präsenz in den verschiedenen Foren im In- und Ausland erfordern werden.“

Hier hört man wohl unschwer heraus, dass da der Weg für noch mehr Urlaub geebnet werden soll.

Das Problem hierbei ist, dass nach dem hurtigen Thronwechsel eigentlich genug Arbeit zu erledigen wäre. Frederik sollte eigentlich einen übervollen Kalender haben.

Einen Präzedenzfall für einen neuen Herrscher, der gleich mal in Urlaub geht, gibt es so noch nicht. Wie man in Dänemark betont, sei es vollkommen undenkbar gewesen, dass Königin Margrethe sich 1972 erstmal in die Ferien verabschiedet hätte.

Meine Meinung: Wenn sich Frederik nicht ganz schnell eine bessere Arbeitsmoral zulegt, dürfte sein Volk unter Umständen dazu verleitet werden, darüber nachzudenken, was sie mit einem teuren Frühstücks-König sollen und ob der das ganze schöne Geld wert ist, das man ihm hinterherwirft. Immerhin macht sein Volk im ganzen Jahr so viel Urlaub wie er in einem Monat arbeitet …

König Charles – Krebs. Die Schocknachricht!

Die schlechten Nachrichten aus London nehmen kein Ende. Erschien die Prostata-Erkrankung des Königs noch mit einem kleinen Eingriff behandelbar, folgte auf dem Fuß die Mitteilung des Kensington Palace, dass Prinzessin Catherine eine Bauch-OP hinter sich habe und bis nach Ostern ausfallen werde. Ganz zu schweigen von den Nachrichten zur Herzogin von York, bei der nach der Brustkrebs-OP nun ein bösartiger Hautkrebs festgestellt wurde. Schauen wir genauer hin …

Sarah Ferguson, die Duchess of York

Die erste Schreckensnachricht kam von der Herzogin von York, Sarah Ferguson.
Bei einer Routine- Mammographie, zu der sie im vergangenen Jahr von ihrer Schwester gedrängt worden war, stellte man bei der Herzogin von York Brustkrebs fest. Sie gab dies im Juni, nach dem erfolgreichen Eingriff bekannt, dem eine Operation im Bereich der wiederherstellenden Chirurgie gefolgt war.
Nimmermüde eilte sie von Interview zu Interview und ermahnte die Frauen, es besser zu machen als sie selbst und regelmäßig zur Vorsorge zu gehen.

Einmal mehr bestätigte sie damit das positive Bild, das sie sich in den zurückliegenden Jahren in der Öffentlichkeit erarbeitet hat, als eine Frau, die nicht nur auf ihr persönliches Wohlergehen achtet, sondern auch immer auf die anderen schaut.

Nicht zuletzt deswegen wurde ihre jahrelange Arbeit im Bereich der Krebsforschung und Unterstützung von Betroffenen von der V Foundation gewürdigt: man benannte ein Forschungsstipendium nach ihr.

Fergie betonte auch immer wieder, wie froh sie sei, dass der Eingriff laut der Ärzte erfolgreich gewesen sei. Umgeben von ihrer Familie befasse sie sich vor allem damit, gesund zu werden.
Die Aussichten schienen gut zu sein.

Gerade ein halbes Jahr Ruhe war ihr aber tatsächlich vergönnt.

Zum Weihnachtsfest hielt sie sich zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder in Sandringham bei der königlichen Familie auf.

Man freute sich mit ihr, als sie den Weg von und zum Schloss in Sandringham unternahm und dabei von den Umstehenden freudig gegrüßt wurde.

Im Januar dann der neuerliche Schock: Man fand eine bösartige Form von Hautkrebs bei ihr.

Während des Brustkrebs- Eingriffs hatte man ein auffälliges Muttermal entnommen und festgestellt, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt.

Nun musste sie sich abermals in Behandlung begeben. Wie sie inzwischen mitgeteilt hat, wurden alle problematischen Anteile entfernt und sie sieht sich selbst auf dem Weg der Heilung. Wünschen wir ihr alles Gute.

König Charles III

Da ich chronologisch vorgehen möchte, werfe ich jetzt einen Blick auf den Fall von König Charles.
Extrem überraschend traf uns alle die Verlautbarung des Palastes, dass er an einer Vergrößerung der Prostata leide und sich deswegen einem Eingriff unterziehen müsse.

Es handele sich um einen Eingriff, wie ihn tausende Männer täglich in UK hinter sich brächten.

Verbunden mit dieser Mitteilung war die Aufforderung an alle Männer, sich den Vorsorgeuntersuchungen zu unterziehen.

Das Statement war von bislang beispielloser Offenheit, zumal es sich um einen höchst intimen Bereich handelt, der da operiert wurde.
Umso begeisterter reagierten alle. Man fand es offensichtlich enorm gut, dass der König derart direkt war und damit einmal mehr die alten Zöpfe des Palastes abgeschnitten hat.

Aber was dann kam – damit hatte wirklich niemand gerechnet …

Wir bewunderten während der Abwesenheit des Königs Queen Camilla, die sich bei mehreren Terminen zeigte und unablässig für ihren Mann Termine übernahm.

Als er dann ein paar Tage später entlassen wurde, schien die Welt wieder in Ordnung. Wenn er auch bleich und mitgenommen wirkte, schienen er und die Königin doch gut gelaunt.

Dem entsprach auch die Tatsache, dass die beiden sich nach Sandringham zurückzogen, damit der König sich weiter erholen könne, beide sich aber auch hier beim Kirchgang filmen und fotografieren ließen. Nach wie vor schienen beide mitgenommen, aber bei guter Laune.

Umso mehr traf uns alle die Bombe gestern Abend, wo der Buckingham Palace in einem neuen Statement mitteilte, dass während des gut verlaufenen Eingriffs Krebs festgestellt worden sei.
Es handele sich allerdings nicht um Prostata-Krebs.
Seine Majestät habe bereits die Behandlung begonnen.

Die Schockwellen gingen um die Welt und man kann nur erahnen, wie viele Menschen jetzt besonders für den König beten. Kann es wirklich sein, dass er – der so lange auf dieses Amt hat warten müssen und der es mit solcher Energie und Leidenschaft ausfüllt, derart schnell abberufen wird?
Und was würde aus der Königin, die so viel aufgeben musste, um bei der Liebe ihres Lebens zu sein?

Alles, was wir heute – am Tag danach – wissen, ist, dass der König in Behandlung ist und guter Dinge, diese Krankheit zu überstehen.

Dies dürfte speziell in seinem Fall gute Chancen haben, denn kaum ein Mann seines Alters dürfte eine derart gute Konstitution haben. Er lebt seit Jahrzehnten gesund, ist sportlich und bei Essen und Trinken enorm diszipliniert. Dazu bewegt er sich viel an der frischen Luft.

Auch ohne die Krebsart zu kennen, denke ich, kann man dennoch guter Hoffnung sein, denn der König bringt die besten Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung mit.

Jetzt können wir alle nur abwarten, was der Palast als nächstes kommunizieren wird.

Eine schwierige Zeit für Prinz William – aus mehr als einem Grund …

Catherine, die Prinzessin von Wales

Der richtige Schocker kam am gleichen Tag als der BP die Operation des Königs mitteilte: die Prinzessin Wales wurde in ein Krankenhaus gebracht und hatte sich dort eine Operation im Bauchbereich unterzogen. Man rechne damit, dass sie 14 Tage in der Klinik werde bleiben müssen und sich dann zu Hause weiter erholen werde. All ihre Termine bis Ostern seien gestrichen und auch der Prince of Wales habe seine Termine weitestgehend abgesagt, um bei seiner Frau sein zu können.

Danach hörte und sah man nichts mehr von den Wales. Die einzige Mitteilung, die kam, lautete, dass nicht mal die Kinder sie besuchen dürften, was auf nichts Gutes schließen ließ. stattdessen hatte man Videokonferenzen abgehalten.

Mehr noch – es lag nahe, dass ein vierzehntägiger Krankenhausaufenthalt auf einen schwerwiegenden Eingriff schließen ließ. Wie man aus der Vergangenheit weiß, können die Räume der diversen königlichen Schlösser sogar zu OP-Sälen umgewandelt werden. (Das wurde in der Vergangenheit bereits gemacht) Heute würde man das vielleicht nicht mehr unbedingt machen, aber die Räume können durchaus zu Krankenzimmern umgestaltet werden.

Personal – auch zur Pflege – ist ebenfalls bei der Hand.

Insofern muss man sich fragen, wie schwerwiegend der Eingriff bei der Prinzessin wirklich war, wenn sie volle zwei Wochen in einer „wirklichen“ Klinik bleiben musste. Zuzüglich der bereits angekündigten Rekonvaleszenz von mehreren Monaten.

Ich selbst habe mir dann bei Herausgabe der Erklärung zu Charles Krebserkrankung voller Schrecken die Frage gestellt, ob Catherine vielleicht sogar Krebs haben könnte … (Auch wenn Krebs natürlich nicht ansteckend ist …)

Was nun den Besuch ihrer Kinder angeht, mag dies den modernen „Empfindlichkeiten“ geschuldet sein. (Nicht böse gemeint) Denn ich erinnere mich an viele Besuche in Krankenhäusern in meiner Kindheit und da wurde eigentlich nicht danach gefragt, wie die Kinder emotional mit dem Zustand der Patienten klarkommen. Da wurde man maximal mit einem Malbuch in eine Ecke gesetzt und musste stille sein.
Wenn man auch sagen mag, dass für Louis der Anblick einer an Maschinen angeschlossenen Mutter schwer zu verkraften wäre und man ihn deswegen nur mit zur Zoom-Konferenz nimmt, stellt sich doch die Frage, warum die älteren Geschwister nicht mitdurften.

Im Guten würde ich jetzt sagen: das hat man halt wegen des Gleichbehandlungsprinzips so entschieden. Wenn ich es im Schlechten deute, sage ich: die Prinzessin war in einem so schlechten Zustand, dass man auch den älteren Kindern den Gesamtanblick vorenthalten wollte.

Was tatsächlich Sache ist, werden wir wohl frühestens rund um das Osterfest erfahren, denn dann – so ist es ja zumindest angekündigt – soll die Prinzessin ihre Pflichten wieder aufnehmen.

Was diese Pflichten angeht, so muss auch William früher als erwartet wieder zum Dienst am Land antreten, denn bedingt durch die Krebserkrankung seines Vaters werden derzeit die Termine neu unter den Royals verteilt.

Laut BBC übernimmt der Duke of Edinburgh wesentlichen Anteile an den Terminen des Königs. Queen Camilla, die in den letzten Tagen bereits sehr viele Termine alleine wahrgenommen hat, wird das auch in der nächsten Zeit tun.

Am Ende des Tages können wir nur hoffen, dass sich alles zum Guten wendet und wir in einem Jahr zurückblicken werden und sagen: „Das Jahr hat schlecht angefangen, aber dann ist es doch noch ganz gut geworden …“


Monaco – die wahren Herrscherinnen sind die Frauen

Fürst Rainier, so wurde es immer wieder kolportiert, führte sein winziges Fürstentum wie ein südfranzösischer Patriarch. Bei ihm begannen alle Wege und bei ihm endeten sie. Ohne Parlament regierte er mehr oder minder nach Gutsherrenart bis hinein in seine Familie.
Da könnte man jetzt annehmen, dass es um ihn herum nur so von verhuschten Weiblein wimmelte, die sich ihm zu unterwerfen hatten. Doch weit gefehlt. In kaum einer Fürstenfamilie findet man derart starke und entschlossene Frauen wie bei den Grimaldis.

Als Fürst Rainier den Zwergstaat übernahm, übernahm er gleichzeitig massive wirtschaftliche und politische Probleme. De Gaulle saß ihm im Nacken, was die Nachfolge-Frage anging und wirtschaftlich hatte der winzige Staat nicht viel zu bieten.

Es war die Stärke Rainers, dass er nicht nur die Probleme energisch anpackte – er suchte sich auch die richtigen Mitstreiter.

Mit Aristoteles Onassis hatte er einen der reichsten Männer seiner Zeit an der Seite, doch wie es mit Haien so ist – sie mögen keine Leinen.

Onassis gehörte die Mehrheit an der Seebäder-Gesellschaft »Société des Bains de Mer« (SBM). Der SBM wiederum gehörte Monaco. Zuvorderst das Kasino (mit einer Oper, vier Restaurants, zehn Bars, sowie vier Nachtklubs), der „Sporting Club“ (mit Hotel, Spielkasino, drei Orchestern und Bade-Bungalows), das Hotels »Hôtel de Paris« und »Hermitage«, ein Schwimmbad, 12 000 Quadratmeter Tennisplätze, zwei Golfplätze, und last but not least den Badestrand Larvotto und drei Häfen. Die SBM veranstaltet die »Rallye Monte Carlo« und das »Grand Prix«-Autorennen von Monte Carlo, Bälle und Regatten.

Dreh und Angelpunkt war allerdings die Steuerfreiheit, die in Monaco herrschte und herrscht.

Nicht schlecht, oder?

Nun ja – Haupteinnahmequelle war immer das Kasino gewesen, doch dessen Umsätze sanken rapide. Die Steuerfreiheit lockte die Superreichen, doch denen genügte der Wohnsitz. In Monaco aufhalten und Geld ausgeben – dazu hatten sie weniger Lust. Also kamen durch sie auch nur wenig Einnahmen ins Land.

Der Fürst aber sah eine Lösung seines Problems: Massentourismus!

Wo aber den Platz für „Massen“ hernehmen? („Zwerg“- Staat heißt es ja nicht ohne Grund…)
Auch hier wusste der Fürst Rat: Man baue ins Meer.
Problem: ein solches Vorhaben kostet Geld. Viel Geld.

Wo aber hernehmen? Zudem: Rainier wollte auch in Monaco bauen. Hotels. Und zwar solche, die preiswerte Zimmer für die Touristen anböten. Diese Grundstücke aber gehörten allesamt der Bädergesellschaft, also Onassis.
Und der wollte nicht.

Sein Argument: fielen erstmal die Habenichtse in Monaco ein, würden die Superreichen ganz schnell ihre Louis Vuitton- Taschen packen und verschwinden. Der Fürst argumentierte dagegen: Sollen sie ruhig, sie nutzen uns ja eh nur aus.

Die Sache wurde persönlich …

In Radioansprachen kritisierte der Fürst zunächst Spekulanten und Geschäftemacher. Als sich überraschenderweise niemand angesprochen fühlte, begann er, Namen zu nennen. Und zwar den von Onassis. In einem Interview sagte Rainier, Onassis sei einer der »Spekulanten, der systematisch den Ausbau und die Modernisierung des Fürstentums hintertreibt«

Der kleine Fürst hatte sich für diesen Kampf allerdings einen großen Partner gesucht: General De Gaulle. Mit Frankreich war Monaco nämlich seit 1865 in einer Zollunion verbunden und laut dem entsprechenden Vertrag, würde Monaco an Frankreich zurückfallen, sollte ein Fürst ohne (ehelichen) männlichen Nachkommen sterben.

Insofern hatte der General guten Grund, sich um Monaco zu kümmern.

Da Onassis seine Aktien nach Panama verlegt hatte, griff Rainier zur ultimativen Drohung: gehe Onassis nicht auf seine Wünsche ein, werde er die Bädergesellschaft – mit der Zustimmung Frankreichs – verstaatlichen.

Onassis, dessen Glück sich auch insgesamt zu wenden schien, gab klein bei und verkaufte seine Bäder-Aktien.

Nun kontrollierte der Fürst die Bäder-Gesellschaft und die Touristen konnten kommen.

In der ganzen Zeit ist mit der ehemaligen Grace Kelly DER Touristenmagnet schlechthin an seiner Seite.

Mit Hollywood-Star Grace Kelly hatte der Fürst den Jackpot geknackt. Denn er bekam mit ihr nicht nur eine der schönsten Frauen ihrer Zeit, sondern auch noch 1 Million Dollar Mitgift von ihrem Vater, einem vermögenden Bauunternehmer.

FUN-FACT:
Grace Kelly hat mütterlicherseits deutsche Wurzeln. Ihre Großmutter Margaretha Berg wurde in Heppenheim an der Bergstraße geboren. Das Haus, in dem sie aufwuchs, steht übrigens noch heute.

Ausgestattet mit einem Oscar reiste der Filmstar nach Monaco.

Im Gegensatz zu dem, was man so über Grace Kelly denken könnte, war sie stets ein zurückhaltendes, schüchternes Mädchen. In ihrer Familie, wo Konkurrenzdenken und Wettbewerb auch zwischen den Geschwistern vorherrschte, galt Grace als graue Maus.
Wie in so vielen Lebensgeschichten, liest man auch bei Grace Kelly von der nimmermüden Suche nach dem Respekt und die Zuneigung durch die Eltern, vor allem durch den Vater.

Sie erhielt beides nicht.

Selbst als sie in Hollywood mit Hitchcock drehte, war den Eltern dieses Künstlertum suspekt.

Der Heiratsantrag des dubiosen Kleinfürsten stieß bei den Kellys auch nicht auf sofortige Begeisterungsausbrüche. Im Gegenteil. Vater Kelly verweigerte die Zustimmung. Erst ein Gespräch mit dem Beichtvater des Fürsten änderte die Meinung des überzeugten Katholiken Kelly. Die beiden durften heiraten.

Von jenem Tag an, da Grace Kelly in Monaco ankam, prägte sie das Bild des Landes. Sie war diejenige, die die Massen anzog. Ihre alten Weggefährten aus Hollywood kamen immer wieder gerne „zu Besuch“ ins Fürstentum und gaben neuerliche positive Schlagzeilen ab.

Sie erfüllte als Fürstin ihre Pflicht und brachte drei Kinder zur Welt: zunächst Prinzessin Caroline, dann den Thronfolger Albert und schlussendlich als Nesthäkchen Prinzessin Stéphanie.

Mit Albert war denn auch die Furcht vom Tisch, Frankreich könne Monaco nach dem Tod Rainers schlucken.

Also alles Sonnenschein an der Côte?

Mitnichten.

Die Fürstin fand sich – entgegen der glanzvollen Fotos und Berichterstattung – in einem goldenen Käfig wieder. Und die Monegassen waren auch nicht wirklich glücklich mit ihrer Fürstin. Zu langsam lebte sie sich in Monaco ein.
Selbst nach Jahren war sie im Französischen nicht sattelfest.
Letzteres führte dazu, dass man sie als arrogant und distanziert wahrnahm.

Ein weiteres Problem kam aus Hollywood: seit Jahren hatten die Medien spekuliert, ob Grace Kelly zumindest für einen Film nach Amerika zurückkehren werde. Man schickte ihr Drehbücher zu und kontaktierte das Büro des Fürsten.

Erst als Hitchcock mit einem Projekt kam, nickte Rainier zustimmend. Die Vorarbeiten begannen. Aber dann machte eine Zeitung eine Umfrage unter den Monegassen, was diese von einer schauspielernden Fürstin hielten.
Zur Überraschung vieler waren die eher konservativen Untertanen nicht begeistert.

Wahrscheinlich hatten sie den Begriff des „Operetten-Staates“ schon ein bisschen zu oft gehört und waren der Meinung, dass ein bisschen Würde zu wahren angebracht sei.

Die Umfrage plus die entsprechenden Posteingänge im Palast brachten den Fürsten dazu, im letzten Moment die Reißleine zu ziehen. Man ließ ausrichten, man sei wirklich sehr unglücklich, habe aber die Entscheidung im Sinne und entsprechend den Wünschen Monacos und seiner Bürger so treffen müssen.

Von nun an sah man die Fürstin höchstens noch bei Lesungen für wohltätige Zwecke. Ihre große Leidenschaft galt fortan Trockenblumenbildern, die sie anfertigte und ausstellen ließ.

Wenn man mich fragt – ganz ehrlich – fand ich es sprechend, dass eine Frau, die ihren späteren Ehemann in einem berühmt gewordenen Kleid mit buntem Blumenmuster zum ersten Mal traf, später in ihrem Leben mit toten Blumen Bilder anfertigte, die man so in jedem VHS-Kurs gesehen hätte.

Das erste Treffen – alles nur PR

Das berühmte erste Treffen der beiden fand anlässlich eines Paris Match- Artikels statt.
Der Hollywood-Star ist zu den Dreharbeiten für den neuesten Hitchcock-Streifen in Monaco und trifft den Fürsten.
So war es geplant.

Grace Kelly zog den PR-Termin gewohnt professionell durch und hatte keine weiteren Ambitionen im Fürstentum. Zu Hause wartete ihr Verlobter Oleg Cassini, jener Modedesigner, der wenige Jahre später als Schöpfer von Jackie Kennedys Look Weltruhm erlangen sollte.

Nachdem die Avancen des Fürsten weitergegangen waren und er schließlich einen Heiratsantrag machte, brach Kelly mit Cassini und sagte „Ja“ zum Fürsten.
Was sie dazu bewogen haben mag? Möglicherweise sah sie in Monaco den Ort, an dem sie auch nach Ende ihrer Hollywood-Karriere Erfolg haben könnte. Vielleicht teilte sie die Vision des jungen Fürsten für sein Land.
Wir wissen es nicht.

Auf jeden Fall dürfte es nach allem, was man heute weiß, nicht die große, alles überrennende Liebesaffäre gewesen sein, wie sie gerne in den bunten Illustrierten dargestellt wurde.

Im Gegenteil. Die Fürstin litt mehr und mehr unter den Beschränkungen ihrer Rolle. Teilweise wird auch behauptet, sie habe eine Alkoholabhängigkeit entwickelt, die später u.a. zu jenem Schlaganfall geführt habe, dem sie zum Opfer fiel. Ganz genau wissen das sicherlich nur wenige Menschen: die behandelnden Ärzte der Fürstin sowie der Fürst.

Worunter Gracia Patricia noch litt, war mit Sicherheit die ständige Aufmerksamkeit der Medien nicht nur in Monaco.

Selbst in Paris, wohin es Gracia und ihre Familie immer wieder zog, wurden sie von Paparazzi begleitet.

Diese Verfolgung durch die Medien endete nie. Es ging sogar so weit, dass Prinzessin Caroline, wenn sie von ihrer Mutter zum Ballett-Unterricht gefahren wurde, sich in den Kofferraum des Wagens legen musste, um nicht belästigt zu werden.
Welchen Druck das für die Fürstin bedeutet haben muss, kann man sich wohl kaum vorstellen.
Wobei es umso mehr verwundert, dass sie auf den meisten dieser alten Paparazzi-Fotos eher gutgelaunt wirkt. Offensichtlich hatte sie den Habitus des Hollywood-Stars nie abgelegt, der immer ein strahlendes Lächeln aufsetzt, wenn er Presse sieht.

Dazu kamen dann noch Probleme innerhalb der Familie.
Die älteste Tochter Caroline mauserte sich bald von der Ballett-Elevin zur gefeierten Schönheit.

Wie nicht anders zu erwarten, wurde sie bald in den Schlagzeilen mit jedem Mann verlobt, der auch nur neben ihr saß. Selbst vor Prinz Charles machte man nicht halt, für den es allerdings extrem schwer gewesen wäre, Familie und Parlament von einer katholischen Braut zu überzeugen.

Was vielleicht weniger bekannt ist – Caroline war nicht nur ein umjubelter Teil des internationalen Jet Set – sie hat auch ein Studium der Philosophie an der Sorbonne in Paris abgeschlossen.

Im Hafen der Ehe landete sie schließlich mit Philippe Junot, einem wesentlich älteren Lebemann (ja – so nannte man das damals), der – dem Vernehmen nach – nur höchst verhalten als Schwiegersohn in der Fürstenfamilie begrüßt wurde.

Wer aber dachte, dies sei die einzige Hürde, die die Fürstenfamilie in den kommenden Jahren zu nehmen haben würde, sah sich getäuscht.

Ich wurde gerade mal wieder nach dem „Fluch der Grimaldi“ gefragt und was ich davon hielte – nun, naturgemäß nichts. Allerdings trafen die Familie bis in die jüngste Zeit so viele Skandale und Schicksalsschläge, dass man schon zumindest von einer außergewöhnlichen Häufung sprechen kann.

Dass Carolines Ehe nur vom Juni 1978 bis Oktober 1980 hielt, war traurig, aber wohl zu verschmerzen. Was aber dann kam, war mehr als ein Mensch normalerweise ertragen kann.

1982 starb Gracia Patricia an den Folgen eines Autounfalls, der wohl von einem Schlaganfall ausgelöst wurde, in dessen Folge sie die Kontrolle über den Wagen verlor. Kurze Zeit später ließ der Fürst die lebenserhaltenden Geräte abschalten. Die Beisetzung fand ohne Tochter Stéphanie statt, die zu diesem Zeitpunkt noch im Krankenhaus lag.

Der Unfall war auf jener Straße passiert, über die Grace Kelly im Film „Über den Dächern von Nizza“ hinabgerast war.

Tragischerweise war sie mit ihrer Tochter gerade auf dem Weg zum Bahnhof Monaco. Stéphanie sollte ein Praktikum bei Christian Dior in Paris beginnen und die Fürstin wollte sie am Bahnhof absetzen.

Wer damals die Beerdigung verfolgt hat, wird die Bilder der vollkommen aufgelösten Caroline und des zerschmetterten Witwers nicht vergessen, die zusammen mit dem fassungslosen Albert hinter dem Sarg der Frau und Mutter hergingen.

Doch es sollte nicht der letzte Schicksalsschlag bleiben …

Ein Jahr später heiratete Caroline den Bauunternehmer Stefano Casiraghi und bekam mit ihm drei Kinder: Andrea, Charlotte und Pierre.

Einzig die Skandale klebten an den Grimaldi. Sei es die nach dem Unfall endlich genesene und mit den Erinnerungen kämpfende Stéphanie, die sich als Popstar versuchte, oder Prinz Albert, der sich nur zu gerne mit den falschen Frauen einließ.

Es gab für den alten Fürsten genug Sorgen.

Stéphanie: „Es ist fatal – sie hat nen Hang zum Küchenpersonal“ …

1986 veröffentlichte Stéphanie ihre erste Single und landete dann mehrere Chart-Erfolge, wenn auch mit eher dünner Stimme. Sie nahm sogar einen Song zusammen mit Michael Jackson für dessen Album „Dangerous“ auf.
Mit den 80er Jahren endete auch Stéphanies Musikkarriere.

Nächster Schritt war die Eröffnung eines Cafés und eines Jeansladens in Monaco. Sicheres Terrain, könnte man meinen. Wenn nicht sogar die Lizenz zum Gelddrucken bei all den Touristen, die einmal Käffchen bei der Prinzessin trinken wollen.

Was ihre Beziehungen angeht, hielt sie nicht nur ihren Vater in Atem, sondern auch die internationale Klatschpresse, für die sie sich als zuverlässige Titelstory-Lieferantin erwies.

Neben VIPs wie Alain Delon- Sohn Anthony, datete sie auch den Sohn von Film- Legende Jean- Paul Belmondo. Weniger bekannt war Jean-Yves Lefur, mit dem sie eine längere Beziehung verband. Die vielgemunkelte Ehe kam allerdings nicht zustande.

Mehr Glück hatte Leibwächter Daniel Ducruet – ihn heiratete sie 1995.

Sie hatte mit Ducruet zu diesem Zeitpunkt bereits die Kinder Louis und Pauline. Geschieden wurde die Ehe im Jahr nach der Hochzeit.

Die Leibwächter hatten es ihr angetan, denn 1998 bekam sie die Tochter Camille von ihrem Leibwächter Jean-Raymond Gottlieb. Obwohl sie diesen nicht geheiratet hatte, trägt Camille den Nachnamen Gottlieb.

2000 bis 2002 hielt Stéphanie abermals alle in Atem, denn sie hatte ein Verhältnis mit dem Zirkusdirektor Franco Knie begonnen. Pikanterweise war Knie verheiratet, was im katholischen Monaco (und auch im Rest der Welt) nicht ganz so gut ankam. Da half es auch nicht, dass sie mit dem Zirkus Knie gemeinsam auf Tournee ging.

Das Jahr 2003 fand sie dann zuerst als Ehefrau des Artisten Adans Lopez Peres wieder. Eine Ehe, die bereits im Folgejahr wieder geschieden wurde. (Hochzeitsbilder konnte ich keine finden.) Es hieß, sie sei zu Daniel Ducruet zurückgekehrt.

Waren dies alles noch relativ harmlose Zwischenfälle (Frau Knie möge mir verzeihen …), so traf der nächste Schlag die Grimaldi mit voller Wucht …

Tod auf dem Meer

Am 3.Oktober 1990 starb Stefano Casiraghi bei einem Offshore- Rennen mit seinem Speed-Boot.

Bis heute werden immer wieder Stimmen laut, die behaupten, Casiraghi sei ermordet worden, weil er bei Baugeschäften in Monaco den falschen Leuten ins Gehege gekommen sei.

Doch wie dem auch sei – bei seiner Familie hinterließ sein Tod Wunden, die bis heute nicht geheilt sind.

Bald sah man der Witwe die Qualen sogar an, denn sie verlor ihr Haar aufgrund der nervlichen Belastung.

Noch Jahre später berichten die Kinder der beiden in Interviews, welch tiefen Wunden dieser Verlust des Vaters gerissen hat. Dass Caroline ihre Familie trotzdem zusammenhalten konnte, ist sicherlich eine ganz besondere Leistung.

Mehr noch: Wann immer sie als Ersatz-Landesmutter gefragt war (und ist), steht sie parat.

Ehe oder Nicht- Ehe – das ist hier die Frage

1999 schien sie dann ein neues Glück im deutschen Welfenfürsten Ernst August von Hannover gefunden zu haben. Bereits mit Tochter Alexandra schwanger, heirateten die beiden in … Ja – das wurde nicht bekanntgegeben. Es gab auch vorher keine Ankündigung. Von der ganzen Feier gibt es nur ein Foto und bekanntgegeben wurde die Hochzeit erst anlässlich Carolines Geburtstag von ihrem Vater.

Bis heute ist die Ehe für Außenstehende ein Rätsel.
Warum?
Nun – die beiden sollten jetzt eigentlich Silberhochzeit feiern, aber – Caroline lebt in Monaco, Ernst August auf seinen diversen über die Welt verstreuten Landsitzen und gemeinsam aufgetreten sind die beiden seit 15 Jahren nicht mehr.
Zudem zeigt Ernst August sich mit einer neuen Liebe.

Caroline hingegen kümmert sich um ihre Wohltätigkeitsarbeit und die Enkelkinder. Bedingt durch die lange Abwesenheit ihrer Schwägerin Charlène, fungierte sie immer wieder als Landesmutter.

Man könnte meinen, dass die beiden sich nur nicht scheiden lassen, damit Caroline den Titel behält und weil man den Aufwand scheut. So lange keiner der beiden neu heiraten will, dürfte das auch in Ordnung gehen.

Seltsamerweise gibt es auch nur sehr alte Fotos von Ernst August mit seiner Tochter Alexandra. Offensichtlich hat er zu ihr das gleiche Nicht-Verhältnis wie zu seinen anderen Kindern.

Auch wunderte man sich von Beginn an, was die beiden aneinander finden mochten, galt Caroline doch als diszipliniert, standesbewusst, perfekt im Auftritt und gebildet. Ernst August hingegen machte sich über die Jahre einen Namen als alkoholsüchtiger Raufbold, der immer wieder unangenehm auffiel und zu Handgreiflichkeiten neigte. In einem Fall musste Caroline dazu sogar vor Gericht aussagen.

Meine ganz persönliche Mutmaßung ist, dass die beiden eine Affäre hatten, die in einem Kind mündete, was so nicht geplant war. Da man die Sache in Ordnung bringen wollte, hat man – ganz traditionell – geheiratet. Danach hat man schnell festgestellt, dass man wenig gemeinsam hat und ist getrennter Wege gegangen.

Fürst Albert der Makellose?!

Wer nun denkt, Albert sei der Ruhige, Staatstragende – der hat sich geirrt.

Die schönen Frauen haben es ihm angetan. Und zwar so sehr, dass er zwei uneheliche Kinder hat: Jazmin Grace Grimaldi und Alexandre Grimaldi Coste.

Prinz albert lernte die amerikanische Kellnerin im Urlaub in Kalifornien kennen. Tochter Jazmin Grace wurde 1992 in Kalifornien geboren. Allerdings bekannte Albert sich erst 2006 zu seiner Tochter. Man muss wohl nicht der größte aller Menschenkenner sein, wenn man in diesem Datum einen Zusammenhang zum Tod von Fürst Rainier 2005 sieht. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er seinem sehr konservativen Vater dies ersparen wollte.
Jazmin Grace hat übrigens Musik und Tanz studiert.

Mehr hört man allerdings von Alexandre Coste und seine Mutter Nicole.

Albert hatte die Flugbegleiterin Nicole Coste 1997 auf einem Flug von Paris nach Nizza kennengelernt. 2003 wurde ihr Sohn Alexandre geboren.
Während nun Tamara Rotolo sich völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, geht Coste den entgegengesetzten Weg. Mutter und Sohn suchen immer wieder die Öffentlichkeit und kommen damit besonders der Fürstin in die Quere.

Ein Höhepunkt der Auseinandersetzungen war sicherlich der Besuch Costes des Gottesdienstes zu Ehren der Schutzheiligen von Monaco, der Heiligen Devota („Sainte Dévote“). Coste erschien in der Kathedrale Notre-Dame-Immaculée in Monaco und sorgte damit für großes Aufsehen.
Nicht zuletzt, weil die Fürstin selbst noch nie an diesem so wichtigen Ereignis teilgenommen hatte.

Coste bezeichnet sich auch selbst in Interviews als bei den Monegassen beliebter als die Fürstin. Ihr Sohn wiederum diktiert Journalisten in die Stifte, dass er als Botschafter Monacos aktiv werde – so der Wunsch seines Vaters.

Sicherlich ist es in dieser Situation auch nicht gerade hilfreich, wenn Fürst Albert Coste zum Beispiel zum letztjährigen Rotkreuzball einlädt, dessen Vorsitzender die Fürstin ist.

Auch kann man davon ausgehen, dass die Interviews seiner Ex-Freundin und ihres Sohnes das Go! des Fürsten haben.

Ich denke, Alberts Vorgehensweise, den Kontakt zu seinen Kindern aufrecht zu erhalten und auch zu deren Müttern in einem guten Verhältnis zu stehen, ist lobenswert. Allerdings sollte dabei gelten, dass man die Ehefrau nicht mit der Ex-Freundin konfrontiert. Würden sich die beiden gut verstehen, wäre das ein anderes Thema. Da Coste aber immer wieder gerne gegen Charlène schießt, von der sie sich arrogant behandelt fühlt, sollte man da einfach Rücksicht walten lassen. (Charlène habe Alexandre bei einem Besuch im Palast in einer Dienstbotenkammer untergebracht).

Fürstin Charlène – Das Sorgenkind der Nation

Sie war mal auf der Erfolgsspur. Da hieß sie noch Charlene Wittstock und schwamm olympisch für ihr Heimatland Südafrika.

Im Jahr 2000 hatte sie den Fürsten kennengelernt und nachdem sie bei immer mehr offiziellen Terminen an seiner Seite aufgetaucht war, galt sie bald als kommende Fürstin gesetzt.
Die Verlobung wurde 2010 bekanntgegeben und die Trauung folgte 2011.

Alles schien zu passen. Selbst die blonden Haare. So mancher freute sich schon, in der neuen Fürstin die alte Fürstin wiederzuerkennen.

Doch bald zeigten sich die ersten Risse in der Fassade. Bis zum Jahr 2014 mussten die Monegassen warten, aber dann konnte der Palast sogar die Geburt gesunder Zwillinge verkünden. Gabriella und Jacques blieben vorerst die einzigen legitimen Kinder des Fürsten. Mit Jacques war dann auch die Thronfolge geregelt.

2021 wurde für das Fürstenhaus zum Schreckensjahr. Die Fürstin hatte ihre Heimat Südafrika besucht, um sich ihren Charities zu widmen und ihre Familie zu sehen.
Womit niemand gerechnet hatte: die Fürstin zog sich einen HNO-Infekt zu und durfte mehrere Monate lang nicht zurückreisen.

Wo nun allerdings zum Beispiel bei Prinzessin Catherine die Mitteilung über ihre Erkrankung zu einer Welle an Sympathiebekundungen und guten Wünschen führte, befeuere die Krankheit der Fürstin lediglich die Gerüchteküche.

Aber es gab auch Leute, die sie verteidigten und betonten, dass gerade HNO-Probleme oftmals Fliegen unmöglich machen. Ich persönlich hätte als Betroffene auf andere Arten des Reisens zurückgegriffen. Es hätte mich wohl niemand davon abhalten können, mit dem Schiff zu meiner Familie zu gelangen.

Die Fürstin nutzte diese Option aber nicht, sondern blieb über Monate Mann und Kindern fern.

Ich war wohl nicht die Einzige, der das merkwürdig vorkam.

Als sie dann endlich nach Monaco zurückkam, schien sie sich eine gewisse zeitlang zu quälen und suchte sodann eine Klinik in der Schweiz auf. Im Frühjahr 2022 kehrte sie endlich zurück und zog sich direkt eine Corona-Infektion zu.

Die Fotos der Fürstin stimmten ebenfalls alles andere als zuversichtlich. Offensichtlich hatte sie sich diversen Schönheitskorrekturen unterzogen und zwar nicht zu ihrem Vorteil. Als sie bei einem Event mit einem Undercut auftauchte, erinnerte mich die Fürstin eher an einen mit der Pubertät kämpfenden Teenager, denn an die Fürstin von Monaco.

Ab und an sieht man die Fürstin inzwischen aber auch wieder bei offiziellen Terminen.

Welcher Unterschied auch zu ihren Schwägerinnen, die sich mit den Erscheinungen des Alters fröhlich abzufinden scheinen. Falten und graue Haare sind für Caroline und Stéphanie offensichtlich null Problem.


Die beiden sind es auch, die in Monaco mit dem Fürsten zusammen das Sagen haben. Sie sind in seinen Rat berufen worden, der zum Beispiel dann regiert, wenn er abwesend ist oder erkrankt.
Es ist bemerkenswert, dass Charlène dort keinen Platz hat, obwohl sie die Mutter des künftigen Fürsten ist.

Ich denke – Stand heute – bemüht sich Charlène, die Lücken aus der Vergangenheit auszufüllen, die sie gerissen hat. Wobei sie sich – was ihre Charities angeht – ruhig kontroversere Themen auswählen dürfte als Schwimmkursen für Kinder.

Derzeit wirkt es so, als liefen ihr die Kinder ihrer Schwägerinnen ohne mit der Wimper zu zucken den Rang ab, was die öffentlichen Sympathien angeht.

Sei es Camille Gottlieb, die charmant bei keinem Event in Monaco fehlen darf, oder Charlotte Casiraghi, die – in der Tradition ihrer Mama – Philosophie studiert hat und die Philosophischen Gespräche in Monaco an den Start gebracht hat. Selbst Carolines Schwiegertochter Beatrice Borromeo hat sich mit den Jahren einen Namen als Investigativ-Journalistin und Markenbotschafterin gemacht.

Es ist also eine ziemlich starke Konkurrenz, der sich Charlène gegenübersieht. Man kann nur für Monaco hoffen, dass die Fürstin die Kurve bekommt und sich ihren Aufgaben so widmet, wie es mal angemacht war. Dann wird sich sicherlich auch ein Stuhl im Rat des Fürsten für sie finden.

Red Boxes – Oder warum Elizabeth II in Schottland nicht sie selbst ist

Diesmal spreche ich aber nicht von den Red Boxes mit den Regierungsunterlagen, sondern vielmehr von den berühmten britischen Briefkästen. Mit denen hat es nämlich eine besondere Bewandtnis. Vor allem in Schottland…

Wir alle kenne die roten Briefkästen, die über die Generationen eines der vielen Erkennungszeichen Großbritanniens geworden sind.

Heute möchte ich euch von einer Besonderheit dieser Briefkästen berichten: ihr erkennt nämlich auf jedem dieser Briefkästen, in der Regierungszeit welches Monarchen der Briefkasten aufgestellt wurde.

Hier oben sehr ihr noch einen hübsch verschnörkelten aus der Regierungszeit Königin Victorias. Hingegen die modernen, unter König Charles III aufgestellten, kommen da schon wesentlich nüchterner daher:

Der Briefkasten als Politikum

Nun sind nicht alle Teile des Vereinigten Königreichs mit diesen Aufschriften glücklich.

Als mit Beginn der Regentschaft von Queen Elizabeth II in Schottland Briefkästen mit ihrem Kürzel aufgestellt werden sollten, entbrannte der Volkszorn der Schotten.
Denn: Wie kann es in Schottland eine Elizabeth II geben, wenn es nie eine I gab?

Die Erklärung war, dass die Queen und ihre Berater einfach ihren Vorgängern nachgeeifert hatten und die hatten ja auch ihr englisches Kürzel auf schottischen Briefkästen anbringen lassen.
Doch damit waren die Schotten nicht einverstanden.
Vielleicht war es auch einfach, dass man die Frau herausforderte, wo man es mit den Männern vor ihr nicht gewagt hätte.

Winston Churchill wusste Rat:

Die schottischen Briefkasten sollten auf das Kürzel EIIR (= Elizabeth II Regina / Königin) verzichten und einfach nur die schottische Krone als Emblem tragen.
Des Weiteren legte er fest, dass künftige Monarchen zu ihrem Namen jene Ziffer der schottischen oder englischen Könige nehmen sollten, die die höhere wäre.

Klingt kompliziert?

Ääääääh – ja.

Deswegen ein Beispiel:

Bekommt der heutige kleine George eines Tages als König George einen Sohn, den er und seine Frau „James“ nennen, wird dieser als James VIII im gesamten Königreich auftreten.

Grund: Es gab den König James, Sohn von Mary Queen of Scots, der seinerzeit als King James I von England Queen Elizabeth I auf dem englischen Thron ablöste, nachdem er bereits König James VI von Schottland gewesen war. Daher wird er in den Geschichtsbüchern als James VI I geführt.

Daher müsste Georges Sohn eigentlich James III von England sein.

Darf es noch ein bisschen komplizierter werden?

Aber gerne noch:

Es gab in Schottland noch einen James VIII, da der aber erfolglos versuchte, als James III in England und James VIII in Schottland auf den Thron zu gelangen, fiel er bei der Nummerierung raus.

Da dies nicht gelang, wäre der in der Zukunft lebende James dann nach der Vorgabe von Winston Churchill nicht mehr doppelt nummeriert, sondern würde die höhere Nummerierung, sprich die schottische, tragen.

Insofern wäre Elizabeth II und Schottland Elizabeth I … Irritierend, oder?
Da aber Churchills Vorgabe galt, wurde und wird sie sowohl in England als auch in Schottland als Elizabeth II geführt.

Und somit ist es vielleicht besser, dass die Schotten nur die Krone auf ihren Briefkästen haben …




Red Boxes – Hier kommt Arbeit, Majestät!

Wir alle kennen die Red Boxes der Königin.
Haben über sie gelesen und Fotos gesehen, wo die Königin Unterlagen aus diesen Koffern (denn darum handelt es sich tatsächlich) durcharbeitet.

Was hat es aber mit diesen tatsächlich auf sich? Was ist drin? Und was sagen die Boxen über den jeweiligen Monarchen aus?

Die Form
Sie haben die Größe eines kleinen Reisekoffers und sind in den Jahren der Regentschaft der Queen Symbole für ihren Fleiß geworden. Die Red Boxes.

Aber was befindet sich überhaupt in diesen Koffern?
Nun – Papier. Sehr viel Papier. Es sind Memos der Regierung, aber auch Vorschläge für Erhebungen in den Adelsstand. Dazu kommen noch Informationen zu aktuellen Angelegenheiten. Plant der Monarch eine Reise im Auftrag der Regierung, finden sich die wichtigen Vorab-Infos ebenfalls in der Box. Unterlagen aus dem diplomatischen Corps befinden sich dort ebenso wie Parlaments-Memos.

Dazu kommen noch jene Papiere, die der Monarch unterschreiben muss, damit sie Rechtskraft erlangen.

Eine dieser größeren Boxen („Standard-Box“) erhielt die Queen an jedem Wochenende.
Für die Wochentage, wo sie dann ja auch noch offizielle Termine hatte, bekam sie nur eine Box in der Größe eines Schuhkartons mit Unterlagen. Die so genannte „Reading Box“.
Die Königin arbeitete sodann diese Papiere durch, die dann an die Absender zurückgeschickt wurden. Damit hatte die Königin ihren Auftrag, zu „warnen“ und zu „ermuntern“ erfüllt.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass diese Arbeit eher symbolisch ist, denn ein Monarch kann noch so energisch warnen oder ermuntern – wenn die Regierung oder das Parlament nicht will, passiert es nicht.

Umso wichtiger ist der Ruf, der einem Monarchen vorauseilt.
Die Queen hatte also alleine schon aufgrund ihrer Erfahrung großen Einfluss. Will sagen: Wenn sie in einer Sache warnte, nahm man ihre Argumente durchaus ernst und bezog sie in die Entscheidungen ein.
Schließlich kannte sie mehr Staatschefs und Monarchen, aber auch Päpste, als irgendein anderes Staatsoberhaupt der Neuzeit. Bedingt durch ihre ruhige und besonnene Art wurde sie von vielen Politikern, besonders in Konfliktsituationen, in Vorgänge mit einbezogen. Man wollte ihre Meinung hören. Und nicht wenige englische Regierungen setzten die Königin mit ihrer „Tanz-Diplomatie“ ein.

Einen solchen Nimbus muss ein Monarch erst erwerben. Der wird ihm nicht verliehen.
Insofern war es gut, dass Königs Charles so viele Jahre Zeit hatte, sich selbst einen Namen zu machen, um so seinem Wort international Gewicht zu verleihen.

Dies sei auch all jenen ins Stammbuch geschrieben, die sich für eine baldige Regentschaft eines King William einsetzen. Bislang konnte William noch kein wirklich nachhaltiges Profil entwickeln. Zumindest nichts als Staatsmann.
Da sollte man ihm noch ein paar Jahre Zeit gönnen.

Und wie sieht das bei König Charles aus?

Der König hat auch hier Paperwork auf ein neues Level gehoben.
Er bekommt im Normalfall keine der kleineren „Reading Boxen“ mehr, sondern auch unter der Woche täglich die großen „Standard Boxes“. Wie ein Mitarbeiter sagte, einfach weil er mehr Informationen zu diversen Themen verlangt und diese natürlich auch bekommt.
Wieder einmal beweist Charles, dass er ein ungemein interessierter König ist und einen wirklich guten Job macht.

Es liegt nämlich am jeweiligen Monarchen, wie intensiv er sich mit den Unterlagen befassen will.

Charles war schon immer ein Mann, der es gewohnt war, Unmengen zu lesen. Wohingegen die Königin eine Frau war, die es liebte, zum einen, in der Natur zu sein und zum anderen, Menschen zu treffen.

Übrigens haben auch die Regierungsmitglieder solche „Red Boxen“ …
Sie sind jeweils mit den Initialen des regierenden Monarchen versehen.

Wie ihr an dem Foto sehen könnt, wurden solche Boxen auch schon versteigert. Im Falle von jener, die Margaret Thatcher benutzte, kamen 242.500 Pfund zusammen. Die von Winston Churchill erbrachte hingegen nur 158.500 Pfund.
Dennoch ein stolzes Ergebnis, wenn man betrachtet, dass die Anschaffungskosten einer Box heutzutage nur bei rund 1000 Pfund liegen.

Es sind auch immer wieder Minister und Regierungschefs zu sehen, die fotowirksam eine wichtige Red Box in die Kameras halten.

Wir sehen also – König Charles geht in vielen Bereichen neue Wege. Es mögen jetzt keine spektakulären Neuerungen sein, die er einführt, aber doch viele kleinere Schritte in die richtige Richtung.
Und die führen ja bekanntlich auch zum Ziel …

Sorge um Prinzessin Catherine

Am Mittwoch wurde vom Kensington Palace bekanntgegeben, dass sich die Prinzessin von Wales am vergangenen Dienstag einer Bauch-Operation unterziehen musste.
Nun stellt sich die Frage, was geschehen ist und welche Auswirkungen das hat.

Am gestrigen Tag hat der Kensington Palace bekanntgegeben, dass sich Catherine, die Prinzessin von Wales einer Bauch-OP habe unterziehen müssen.
Diese Operation sei geplant gewesen und gut verlaufen. Sie werde noch zwei Wochen im Krankenhaus bleiben und sodann nach Hause zurückkehren, um sich zu erholen.
Ihre offiziellen Verpflichtungen wird sie nicht vor Ostern wieder aufnehmen.

Von dieser Offenheit mal abgesehen, haben sich für mich allerdings gleich mehrere Fragen ergeben …

Der Begriff „geplante Operation“ soll ganz offensichtlich der Beruhigung dienen, denn damit wird zum Ausdruck gebracht, dass man alles unter Kontrolle habe.
Ob das wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich denke, es ist zumindest ein Hinweis darauf, dass es sich um keinen mehr oder minder Routine-Eingriff gehandelt hat.
Schlussendlich ist ja so ziemlich jede OP „geplant“, außer du kommst als Notfall ins Krankenhaus und wirst sofort in den OP geschoben.

Was mich nun beunruhigt hat, ist die Tatsache, dass man mitteilt, die Prinzessin müsse zwei Wochen im Krankenhaus bleiben, was heutzutage eine extrem lange Zeit ist. Denn wir sind es heutzutage gewohnt, dass man selbst nach schwerwiegenden OPs umgehend nach Hause geschickt wird.

So berichtete mir eine Followerin von ihrer Herz-OP und, dass schon nach wenigen Tage entlassen wurde.

Hier spielt natürlich auch mit hinein, dass die heutigen OP-Techniken minimalinvasiv sind. Heißt: es entstehen nur sehr begrenzte Wunden, die dann auch eine Heilung wesentlich beschleunigen.

Wann die Prinzessin ihre royalen Termine wieder wahrnehmen wird? Der Palast hat bereits jetzt angekündigt, dass dies erst nach Ostern wieder der Fall sein werde.

Was macht Prince William derweil? Er ist so weit als möglich an der Seite seiner Frau. Nicht nur direkt vor der OP, sondern auch danach.

Er hat die meisten seiner Termine abgesagt, um bei Catherine und den Kindern sein zu können.
Natürlich sind George, Charlotte und Louis groß genug, um zu verstehen, dass die Mama krank ist, aber dennoch ist es für jede Familie eine sehr belastende Situation.

Was mich auch noch irritiert hat, ist ein Interview, das ich heute mit dem ehemaligen BBC- Royalty Korrespondenten Michael Cole gesehen habe.
Er zeigte sich auch aus einem weiteren Grund um die Prinzessin besorgt: Man habe sie zum letzten Mal am Weihnachtstag öffentlich gesehen.

Dies könnte durchaus darauf hindeuten, dass die Prinzessin weitaus gravierender erkrankt ist und, dass sie einfach nicht in der Lage war, Termine wahrzunehmen.

Und eine Frage, die sich mir hier stellt: Wann werden wir diesbezüglich etwas von den Sussexes hören? Normalerweise würde es sich ja gehören, dass man die Schwägerin bzw den Bruder kontaktiert und sich nach dem Befinden der Patientin erkundigt.
Ich lehne mich da bestimmt nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass wir bestimmt bald mit Schlagzeilen aus Montecito versorgt werden …

Zu den Sorgen um die Prinzessin von Wales kommt gestern auch noch die Nachricht, dass auch König Charles sich unters Messer begeben müsse.

Seine Majestät leide an einer vergrößerten Prostata. Es handle sich um einen Eingriff, dem sich alljährlich zahlreiche Männer unterziehen müssten, teilte der Palast in ungewohnter Offenheit mit.

Ich persönlich finde das einen sehr guten Schritt, verglichen mit der früher herrschenden Zurückhaltung bei Themen die Gesundheit des Monarchen betreffend.

Unausgesprochen sehen wir bei diesem Statement aber auch die Aufforderung an alle Männer, sich regelmäßig in ärztliche Kontrolle zu begeben.

Wenn ich mit allem gerechnet hätte – aber damit, dass der König auch in diesem Bereich neue Zeiten ausrufen würde – das hätte ich nicht gedacht.