Archewell und As Ever – Wohin des Wegs?

Archewell und As Ever – Wohin des Wegs?

In einem meiner letzten Filme habe ich vorgestellt, wie es zum Abgang von Netflix in der Zusammenarbeit mit „As Ever“ gekommen ist.

Da mit Netflix die einzig nennenswerte Unterstützung für die Firma verschwunden ist, dürfte damit auch das Ende der Marke an sich eingeleitet sein.
Zwar behauptet Meghan, sie wolle mit „As Ever“ global gehen, doch wie das aussehen soll ohne die entsprechenden Strukturen, ist fraglich.

Bis heute frage ich mich sowieso, wie die Umsätze von „As Ever“ sind … Allerdings wird man das wohl nicht so schnell erfahren, denn in den USA sind Unternehmen, die nicht an der Börse gelistet sind, nicht dazu verpflichtet, Geschäftszahlen offen zu legen.
Was Meghan tunlichst unterlassen wird, wenn sie nicht das sofortige Ende der Marke einläuten will.

Mein persönliches Bauchgefühl: As Ever hatte ein Anfangs- Hoch, weil alle mal probieren wollten, wie die Marmelade und der Honig so schmecken. Man gab das Geld zähneknirschend aus und stellte dann fest, dass die Produkte – egal wie gut sie vielleicht sein mochten- das Geld nicht wert sind.

Wir sehen hier nämlich zum Beispiel das „Heritage Library Set“. Es beinhaltet

  • – Leder- Lesezeichen
  • – Zitronen- Ingwer- Tee
  • – Pfefferminztee
  • – Honig- Duo (Wildblüten und Orangenblüte)
  • – Kerze No. 519

Das Ganze kostet 174 Dollar. 😨

Das ist auch für amerikanische/ kalifornische Verhältnisse steil.

Da es sich bei den „Marmeladen“ aber um „Fruitspreads“ – also Fruchtaufstriche handelt und nicht mal um „echte“ Marmelade, kann man sich ausrechnen, welche Qualität man hier geboten bekommt.

Es soll mit den hohen Preisen wohl ausgedrückt werden, dass man sich im Luxus- Segment tummelt, was aber relativ unsinnig ist, wenn man nicht auch Luxus-Qualität anbietet.

Alles, was man auf der Website sieht, ist der äußere Anschein von Luxus, doch die Inhalte erzählen eine andere Geschichte.
Damit kommt man strategisch nicht weit, denn gerade in den USA legt man großen Wert auf Handwerkskunst. (Auch wenn das jetzt den einen oder anderen verwundert… 😉)
Wenn man dort durch die Läden und über die Bauernmärkte schlendert, sieht man allenthalben die Produkte von kleinen und mittleren Manufakturen, die stolz auf ihre Produkte sind und mit Informationen nicht hinter dem Berg halten.

Es ist also nicht sonderlich zweckdienlich, wenn man sich in diesem Bereich erfolgreich platzieren will, aber dabei voll und ganz auf Show setzt.
Tut man dies, muss man gewahr sein, dass sich keine treuen Kunden einfinden werden.

Und so denke ich, steht „As Ever“ vor dem totalen Absturz, da die Neugier- Käufe der ersten Monate vorüber sind.

Warum geht es trotzdem weiter?
Ganz klar:
Derzeit dürften Meghan und Harry massiv Geld in die Firma zubuttern um z.B. neue Produkte einzuführen.

Schenk uns reinen Wein ein!

Aber gerne doch:
Außer dem ledernen Lesezeichen war der letzte große Neuzugang der As Ever- Rosé- Wein, Sauvignon Blanc und Brut.

Jetzt wollt ihr sicher wissen, ob ihr mal Meghans Weinberge besuchen könnt …
Könnt ihr… Allerdings gehören die nicht ihr, sondern der Fairwinds Estate Winery.
https://fewinery.com

Abgefüllt wiederum wird bei der Kunde Family Winery.
https://www.kunde.com
Dies vor dem Hintergrund, dass Fairwinds bei den großen Feuern ihre Abfüllanlage verloren hat und deswegen bei Kunde abfüllen lässt.

Derzeit verdichten sich aber die Hinweise darauf, dass Meghan sowieso „White- Labeling“ betreibt. Das bedeutet, dass sie ihre Produkte ohne Etikett einkauft und dann einfach eigene Etiketten aufkleben lässt. (Bei Wein nennt man diese unetikettierten Flaschen auch „Shiners“)

Dass sie ihren Wein zum gleichen Preis verkauft wie man ihn auch direkt bei Fairwinds bekommen kann, liegt daran, dass sie ihn zu Großhandelspreisen einkauft, die natürlich deutlich unter den Preisen für den Endverbraucher liegen.

Über den gesamten Prozess, wo die Produkte herkommen und was mit ihnen geschieht, wird natürlich Stillschweigen von Meghans Seite bewahrt.


Lets jam …


Was nun ihre Fruchtaufstriche angeht, so kann man nur erfahren, dass die Früchte aus Kalifornien stammen. Aus welcher Gegend, ist unbekannt. (Kalifornien ist übrigens verflixt groß….)

Die Produktion der Aufstriche liegt bei der Firma „The Republic of Tea“.
Die Produktionsstätte liegt somit in Illinois, schlappe 3200 km von Montecito entfernt.

Vom Garten in Montecito inspiriert…

Heißt natürlich nicht, dass die Aufstriche auch dort zubereitet werden.
Betrachtet man die Inhaltsangaben der Gläser, dann stellt man schnell fest, dass in die Aufstriche nichts gewandert ist als das, was man in jeder stinknormalen Supermarktmarmelade findet. Es wurden auch beim Rezept keine neuen Wege eingeschlagen, indem man interessante Kombinationen entwickelt und z.B. Champagner hinzufügt, oder andere Extras.

Auch hier finden wir wieder „White-Labeling“. Die „Republic of Tea“ stellt die Aufstriche her und Meghan lässt nur ihre Etiketten draufkleben.

Flüssiger als flüssig – überflüssig!

Speziell über den Himbeerfruchtaufstrich wurde viel diskutiert, denn seine Konsistenz ist wohl eher sirupartig als marmeladig-fest.
„As Ever“ erklärte das damit, dass man den Aufstrich auch in Joghurt einrühren können sollte, oder zum Zubereiten von anderen Gerichten verwenden.
Gut – ich will sie in ihrem Erklärungsenthusiasmus nicht bremsen – aber das kann man durchaus auch mit festeren Fruchtaufstrichen.
Allerdings haben die dann auch einen kostspieligeren Produktionsprozess.

Und was ist mit Archewell – Gibt es da Zahlen?

Ja – hier gibt es Zahlen, denn Stiftungen sind in den USA verpflichtet, sogar sehr genau Auskunft über ihre Finanzen zu geben.

Dies ist Archewell so schlecht bekommen, dass sie inzwischen sogar umbenannt werden musste.

Von der Archewell Foundation zu Archewell Philanthropies

Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 sind ernüchternd …

Die Einnahmen/ Spenden sanken von 13 Millionen Dollar auf 2,1 Millionen Dollar.

Problem hierbei: Die Gesamtausgaben belaufen sich auf über 5 Millionen Dollar. Macht ein Defizit von knapp DREI MILLIONEN Dollar. Nicht schlecht.

Problem ist für Archewell, dass sie von einem einzelnen Großspender abhängig waren, der praktisch das gesamte Budget gestellt hat. Fragt man nun, wer dieser Großspender war, braucht man nicht lange suchen…

Harry hatte vor Jahren zugesagt, die Einnahmen aus seinen Memoiren einem wohltätigen Zweck zuzuführen. Und das hat er auch getan: Der Großteil ging nämlich in den Archewell- Topf, in der festen Überzeugung, es sei gut investiertes Geld.
Man würde sich damit am Stiftungs-Markt platzieren und weitere Spender aquirieren.

Dies ist allerdings nicht passiert.

Die Sender bleiben aus. Nicht zuletzt wegen des verheerenden Rufs der beiden. Auch will wohl niemand sein Geld im Reisegepäck des Herzogspaares verschwinden sehen … Denn es ist bekannt, dass die Kosten ihrer Quasi- Royal- Tours – wenn sie denn nicht von den Gastgebern bestritten werden – aus dem Archewell- Topf stammen.
Und die sind denkbar hoch, reisen die beiden doch stets nur First Class.

Nun versuchte man Ende 2025 mit Stellenstreichungen der Misere Herr zu werden. Ob das so eine gute Idee war? Denn dadurch wurde die Stiftung weiter geschwächt.

„CharityWatch“ wiederum bemängelt, dass stolze 50% der Ausgaben von Archewell unter der Rubrik „Sonstige Ausgaben“ gelistet sind. Recht schwierig, denn das bedeutet für jeden Spender, dass die Hälfte seiner Spende in einer Art Schwarzem Loch verschwindet.

Man hat aber auch eine Strukturreform durchgeführt.
Dies bedeutet, dass man bislang selbst aktiv geworden ist und sich in Stiftungen aktiv engagiert hat.
Das wird künftig nicht mehr der Fall sein.
Künftig wird man nur noch als reiner Geldgeber auftreten, was auch deutlich preiswerter ist, da man dazu so gut wie kein Personal braucht.

Alles in allem kann man wohl sagen, dass es auch mit Archewell den Bach runter geht.

Sitzt die Frisur?

Das ist die Frage des Tages, denn bei allem was die Sussexes anpacken, geht es offensichtlich nur um Kosmetik.

Es soll immer eine bestimmte Aura verbreitet werden. Doch wenn man ein ganz kleines bisschen an der Aura kratzt, stellt man fest, dass diese überhaupt keinen Inhalt abbildet.
So arbeitet Harry seit Jahren für Travelyst und bekommt gutes Geld von denen. Was er dort tut – weiß eigentlich niemand.
Ziel der Firma ist die Förderung ökologisch nachhaltigen Reisens.
Absolut spannend, vor allem wenn man betrachtet, dass Harry prinzipiell in Privatjets unterwegs ist.
Meghan hingegen ist eine Feministin, die ihresgleichen sucht. Nichtsdestotrotz trotz äußert sie sich aber prinzipiell nicht zu kontroversen Themen. Beschneidung von Mädchen? Fehlanzeige. Missbrauch von Mädchen (Onkel Andrew)? Fehlanzeige.
So ließe sich die Aufzählung bis ins schier Unendliche fortsetzen.

Für beide gilt: Hauptsache es funkelt. Muss ja kein echtes Gold sein.


König Charles – War’s das?

König Charles – War’s das?

Die Stimmen werden immer lauter, die in Großbritannien den Rücktritt von König Charles fordern.

Seit bekannt wurde, dass man sowohl Charles als auch seinen Privatsekretär bereits 2019 über Andrews Freundschaft mit dem zwielichtigen Finanzier David Rowland informiert hatte und diese nichts unternommen haben, gerät auch Charles ins Zwielicht.

Bislang wussten wir nur, dass die Queen stets eine schützende Hand über ihren Tunichtgut von Sohn gehalten hat, dass aber auch der heutige König beteiligt war, war so nicht bekannt. Respektive – es gab keine Beweise.

Wobei natürlich der Bericht der Sun darüber, dass die Queen, Prinz Philip und Prinz Charles die Geldbeutel geöffnet und 12 Millionen Pfund für Virginia Guiffres Schweigegeld zusammengelegt haben, bereits in eine bestimmte Richtung gewiesen haben.

Da ist es nun auch nicht mehr hilfreich, wenn es heute heißt, Charles sei entschieden gegen eine Berufung Andrews zum Sonderbotschafter gewesen.
Er habe seinem Bruder diesen Job nicht zugetraut, doch es war ausgerechnet Peter Mandelson, der dafür gesorgt hat, dass Andrew an den Posten kam. Wie wir heute wissen – eine katastrophale Entscheidung.

Aber das Problem liegt noch tiefer – nicht nur bei der Queen, sondern direkt bei Charles…

Sag mir wer deine Freunde sind …

Eines der großen Rätsel rund um König Charles sind seit jeher die Leute, mit denen er sich umgibt. Seine Freunde. (Wenn man als Prince of Wales oder König überhaupt so etwas wie Freunde hat…)

Das erste Mal, dass mir das Schema aufgefallen ist, war im Zusammenhang mit Jimmy Savile, einem der schlimmsten Pädophilen der europäischen Geschichte.

Jimmy Savile

Bereits Jahrzehnte vor seinem Tod und der endgültigen Aufdeckung von dessen Verbrechen, gab es Gerüchte und Warnungen in seinem Umfeld. Neue Mitarbeiterinnen bei der BBC wurden gewarnt, sich nicht alleine mit ihm irgendwo aufzuhalten.
Es gab immer wieder Ermittlungen, die dann aber im Sande verliefen.
Die BBC versuchte eine Doku über ihn zu machen – diese Doku wurde gestoppt.

Derweil im Buckingham Palace …

Charles wiederum suchte stets händeringend nach Leuten, die ihn im Bereich Öffentlichkeitsarbeit beraten könnten.
Leute, die bekannt sind für ihren guten Zugang zur Öffentlichkeit und für ihre Erdung bei den Menschen.
Jimmy Savile war tragischerweise so jemand.
Da nur die wenigsten seine Schattenseiten kannten (wenn man mir diese Untertreibung gestattet), bejubelte man ihn als einen der größten Philantropen Großbritanniens. Den ewig lustigen Tausendsassa, der bei allem mitmacht, was Geld für einen guten Zweck einbringt.

Erwartungsgemäß traf Charles Savile bei diversen Gelegenheiten und lud ihn dann auch öfter privat zu sich ein. Für ihn war Savile jemand, der ihm sagen konnte, wie man mit der Öffentlichkeit umzugehen hat. Was normale Menschen anspricht. Wie man mit ihnen eine Verbindung bekommt.
Und Savile half: Er verfasste Memos und erstellte dem Prince of Wales Handreichungen für die PR.

Die beiden tauschten Briefe und trafen sich.
„Yours ever, Charles„, war die Formel, die Charles an das Ende seiner Briefe an ihn setzte.

Für seine Opfer hatte diese Freundschaft gravierende folgen, denn Savile galt bald als „unantastbar“. Niemand kam an ihn heran.

Findet man es erst heute befremdlich wenn jemand – auch wenn er Komiker ist – Mitarbeiterinnen im St. James‘ Palace damit begrüßte, dass er seine Lippen an deren Armen rieb?

Und nicht nur für die Beziehung zur Öffentlichkeit sollte Savile Charles die Lösung bieten – auch für seine Beziehung zu Diana sollte er als Berater und Vermittler fungieren.
Begeistert von seinem Kumpel, empfahl er Fergie, sich mit Savile ins Benehmen zu setzen und sich von ihm ebenfalls beraten zu lassen.

Peter Mandelson

Mandelson dürfte den wenigsten unter uns etwas gesagt haben, bis er als Teil des Trio Infernale Jeffrey Epstein und Andrew Mountbatten Windsor aufgetaucht ist.

Einst gefeiert als Mit-Begründer von New Labour wurde er zum aufgehenden Stern der Regierung Tony Blair.
Nachdem er sich eine zeitlang aus der aktiven Politik zurückgezogen hatte und als Wirtschaftsberater fungierte, kehrte er unter Keir Starmer zurück. Er gilt als Wegbereiter des Labour- Wahlsiegs.
Blöderweise war er auch derjenige, der Blairs Idee anstieß, Andrew zum Wirtschaftssonderbotschafter zu machen. Warum? Nun – Trio Infernale … ?!
Obwohl seine enge Beziehung zu Epstein bekannt war, machte Starmer ihn zum Botschafter in Washington.
Im Februar dieses Jahres war dann Schluss. Nachdem weitere Mails sowie ein Buch zu Epsteins 50. Geburtstag, in dem Mandelson sich verewigt hatte, aufgetaucht waren, trat Mandelson aus der Labour- Party aus, verlor seinen Adelstitel und steht seither auf der Abschussliste der Ermittlungsbehörden.

Mandelson lernte Charles in den frühen 90er Jahren kennen und beriet Charles im Folgenden wenn es darum ging, sein öffentliches Image wieder zu verbessern. Wenn die Männer sich zunächst aus skeptisch begegnet waren, so änderte sich dies bald maßgeblich.
Wir erinnern uns an Tampongate/ Camillagate und die schmutzige Scheidung von Diana…

Charles hatte also guten Grund, einen guten Berater zu suchen. Und das war Mandelson ohne jeden Zweifel. Er erarbeitete im Folgenden wirklich gute Ideen, wie Charles Camilla und sich selbst präsentieren solle:

„Operation Camilla“ / „Operation PB“

Ziel der PR- Kampagne der ausgehenden 1990er und beginnenden 2000er Jahre war es, aus Camilla Parker Bowles, der meist gehassten Frau Großbritanniens die akzeptierte Frau an Charles Seite und künftige Königin zu machen.

Hauptstratege war zusammen mit Mandelson Mark Bolland, den Charles als stellvertretenden Privatsekretär eingestellt hatte. Dieser verfügte über hervorragende Beziehungen in die Chefetagen der großen Zeitungen und Medienunternehmen.

Bolland Meisterstück: Er steckte seinerzeit diskret den Journalisten, wann Charles mit Camilla das Ritz nach der Geburtstagsparty ihrer Schwester gemeinsam verlassen würden. So warteten hunderte von Journalisten als die beiden zum ersten Mal gemeinsam vor den Kameras auftauchten.

Bolland war es auch, der das erste private Zusammentreffen von Camilla und der Queen in Highgrove orchestrierte.

Camilla wurde gezielt als Schirmherrin der National Osteoporosis Society positioniert, um ihr Image als engagierte und nahbare Persönlichkeit zu stärken. Es gab hierbei den persönlichen Anknüpfungspunkt, der sie noch zusätzlich glaubwürdig machte, dass ihre Mutter an den Folgen der Krankheit verstorben war.

Dabei benutzt man gezielt die Drip- Feed- Technik, bei der gezielt Nachrichten an einzelne Journalisten durchgestochen werden. Wichtig ist, dass die Öffentlichkeit nicht mit einer Lawine von Geschichten erschlagen wird, sondern der stete Tropfen den Stein höhlt. In Camillas Fall bedeutete es, dass man sie als Gefährtin des künftigen Königs darstellte und so von der „Mätresse“ und „Ehebrecherin“ wegkam.

Die Kampagne gilt als eine der gelungensten der Moderne, denn sie machte aus der meistergehassten Frau Großbritanniens die vielleicht nicht geliebte, aber doch akzeptierte Königin an Charles Seite.

Dennoch ist sie bis heute eine der unbeliebtesten Royals, die nur Andrew, Harry und Meghan in Meinungsumfragen hinter sich lässt.

Wie kommt es nun, dass Charles so lange an Mandelson festgehalten hat?

Nun – bringen wir es auf den Punkt: Mandelson kennt die Leichen im royalen Keller. Zudem war Charles ihm dankbar für die Leistung, die er für ihn und Camilla gebracht hat.
Es war Mandelson, der festlegte, wie man Camilla präsentieren müsse, der festlegte, dass Charles als Staatsmann und Visionär anstatt als verschrobener Multimillionär gezeigt werden müsse.

Rehabilitierung durch Normalisierung

Das war die von Mandelson entwickelte Strategie!
Charles solle Themen aufgreifen, die besonders junge Menschen umtreiben: Umweltschutz, Nachhaltigkeit und soziale Stadtplanung.

Zu diesem Zweck ging man aber nicht etwas gegen die Presse auf Konfrontationskurs, sondern stach (wie schon bei Camilla) gezielt Stories durch.

Charles sollte als politisch relevant, aber über dem Parteiengezänk stehend verkauft werden.

Dabei sollte das steife Image des Königshauses aufgebrochen werden, indem man die beiden bevorzugt in einem entspannten Rahmen zeigte, so bei Stehempfängen und beim lockeren Zusammensein mit Vertretern von Charities oder Kulturschaffenden.

Wie das in der Praxis aussah und aussieht, können wir permanent in den Medien anschauen.

Aber was lernt uns das?

Nun – Es lernt uns, dass Charles selbst die fragwürdigsten Typen in seinem Umfeld belässt, wenn er für sich selbst zu dem Schluss kommt, dass der Vorteil, den er durch diese Person hat, die möglichen Konsequenzen für Staat und Krone übertrifft.

Genau die gleiche Denke hatte offensichtlich auch schon die Queen und ob William das anders sieht, darf bezweifelt werden.

Wir sind jahrzehntelang der Fama aufgesessen, dass die Royals stets, ständig und absolut immer das Wohlergehen des Staates und der Bürger über ihr eigenes Wollen und ihre eigenen Bedürfnisse stellen.
Die Queen, die ihr Leben in den Dienst der Krone stellt. Charles, dessen erster Gedanke beim Aufwachen das Land und seine Menschen sind, und ebenso der letzte bevor er einschläft.
Für William wird auch schon an diesem Märchen gesponnen.

Und wo kommt Andrew ins Bild?

Ganz einfach: Dank Andrew – und auch Harry – wissen wir heute, dass Royals tatsächlich ganz anders ticken.

Es ist ihnen vollkommen Wurscht was wir von ihnen denken. Also zumindest so lange bis wir anfangen, ihnen Ärger zu machen. Wenn wir anfangen, ihre Geldflüsse zu hinterfragen.
Wenn wir uns nicht mehr damit zufrieden geben, wenn William erklärt, dass er nur noch eine Handvoll Termine im Monat macht, weil er seine Priorität auf die Familie legt.
(Dass er dafür aber die volle Überweisung mitnimmt, versteht sich von selbst).

Langsam sind es nur noch die eingefleischtesten Fans, die sich weigern, der Wahrheit ins Auge zu blicken…

An Andrew haben wir gesehen, was die englischen Royals wirklich umtreibt: nicht unser aller Wohlergehen, sondern das ihre. Fertig.
Alles andere ist Strategie.