Was sollen wir nur tun?

In den aktuellen Skandalen gibt es nur Verlierer. So scheint es zumindest…

Verlierer Nr. 1
Das englische Königshaus

zunächst schauen wir mal nach London, wo sich König Charles gestern abermals einem Bürger stellen musste, der ihm bei einem Walkabout zurief, ob Andrew sich nicht langsam mal den Behörden stellen müsse.

Der Mann hat so Unrecht nicht.

Stehen doch nicht nur Kindesmissbrauch am Horizont, sondern auch Geheimnisverrat und Untreue. Kurz – Fehlverhalten im öffentlichen Amt.

Andrew Lownie wiederum wird nicht müde zu betonen, dass er diverse Unterlagen hat, die strafrechtlich relevant wären. Auch bietet er sie wie schales Bier den britischen Behörden an, da diese – so seine Einschätzung – wesentlich bessere Mittel zur Verfügung haben als er, um die Unterlagen zu prüfen und für ihre Ermittlungen zu verwenden.

Doch wenn es keine Ermittlungen gibt, bekommt man auch keine Einschätzung der Beweise.

Hier stoßen wir jetzt auf den seit Jahrzehnten propagierten Quatsch von der politischen Zurückhaltung, ja Neutralität des Königshauses.
Sie mögen parteipolitisch den Mund halten, doch wenn es um ihre Belange geht, sind sie jeder Zeit bereit, in die (rechts)staatlichen Abläufe einzugreifen.

Eines der bekanntesten Beispiele: Der Paul Burrell- Prozess.
Hier wurde Paul Burrell, Dianas Butler, angeklagt, zahlreiche Stücke aus ihrem Besitz gestohlen und auf seinem Speicher versteckt zu haben.

Er selbst behauptete, er habe die Sachen nach Dianas Tod in Sicherheit gebracht, da bereits Stücke verschwunden waren.

Im letzten Moment – der Prozess hatte bereits begonnen – der Knalleffekt: Die Königin selbst griff ein und erklärte, sie sei von Burrell unterrichtete worden, dass er Stücke in Sicherheit gebracht habe. Es sei also kein Diebstahl …

Jetzt sinn mer mal speziell und denken nach…
Wieso ist es kein Diebstahl, nur weil ein anderer davon weiß?
Wenn die Sachen nur in Sicherheit gebracht werden sollten – wo wären sie sicherer gewesen als auf einem königlichen Anwesen? In einem königlichen Tresor? Des Weiteren: die von Burrell „gesicherten“ Stücke gehörten Diana – die war tot – also gehörten sie ihren Erben. Wobei mir jetzt irgendwie zuallererst ihre Söhne einfallen.
An deren Stelle – da minderjährig – hätte Charles die Stücke für die Söhne an sich nehmen müssen.
Spannend, dass die Queen eingreift und all diese von mir genannten Punkt ad absurdum führt und damit auch noch durchkommt.
So viel zur „neutralen“ Gerichtsherrin.

Wahrscheinlicherer Grund des Eingreifens:
Man fürchtete, dass Zeugen Unliebsames zutage fördern könnten. Aussagen werden gemacht. Es wird nachgefragt. Man sieht nicht gut dabei aus.

Am Ende des Tages galt es, die Notbremse zu ziehen, was die Königin gemacht hat.

Und irgendwie fand das jeder okay.

Warum eigentlich?

Und auch was Andrew angeht, hat die Queen jahrelang die Türe zugehalten und Wachposten bezogen.
Zahlreiche Zeugen stehen jetzt auf und berichten, wie sie direkt angedroht bekamen, dass es Konsequenzen habe, wenn sie mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit gingen.
Der BBC wurde klargemacht, dass sie jeglichen Zugang zum Palast verlieren würden, wenn sie die Doku über Andrew, Sarah und Jeffrey machen würden.
Andrew Lownie bekam es mit dem geballten Rechtsberaterstab des Palastes zu tun, als er nur die Archive mit den Unterlagen über Edward VII für sein Buch „Traitor King“ einsehen wollte.

Er ist es auch, der der Öffentlichkeit in Erinnerung bringt, dass in den Archiven der königlichen Schlösser einige der größten Kunstwerke der Menschheitsgeschichte lagern und der Öffentlichkeit vorenthalten werden, einfach, weil es die Krone so möchte. Es gibt auch keinerlei Handhabe, sie zu zwingen, einen Zugang zu ermöglichen, respektive eine Ausstellung zu organisieren.
Die Stücke bleiben einfach unter Verschluss, als besitze sie kein europäisches Staatsoberhaupt, sondern ein russischer Oligarch.

Wir sehen – das Königshaus wird immer dann aktiv, wenn es um die eigenen Interessen geht. Sieht man sich (heraus)gefordert, zieht man es vor, mit altbekannten Sprüchen wie „Never complain – never explain“ (Niemals bescheren – niemals erklären) die Menschen abzuspeisen.

Und in dieser Tradition stellt man sich vor den Sohn/ Bruder Andrew und hilft diesem, den Nachstellungen der Justiz zu entgehen.

JETZT ZEIGT ES SICH, WER DEN LÄNGEREN ATEM HAT. KÖNIGSHAUS ODER ÖFFENTLICHKEIT…

Verlierer Nr. 2
Das norwegische Königshaus

Zugegeben – sie sind in einem nicht auflösbaren Dilemma (eigentlich beide Königshäuser)…

Vor Jahren haben sie eine Art Ursünde zugelassen. Im einen Fall ein Prinz, der einfach mit allem durchkam und im anderen Fall, ein Prinz, der mit seiner Herzensdame durchkam.

Beides hätte gutgehen können, wäre den Nachrückern nicht ein gewisser Jeffrey Epstein begegnet.

Dieser packte die Royals wo sie verwundbar waren. Er war ein Mephistopheles, der sie in eine Welt entführte, die er aussehen ließ wie die jeweilige Traumwelt.
Mette Marit erlebte Bestätigung. Vielleicht sogar etwas, das sie für echte Freundschaft hielt. Sarah Ferguson bekam Geld und Anerkennung. Andrew Sex und Privatjets.
So bekam jeder wovon er träumte.
Und sage jetzt niemand, Royals hätten doch alles. Die könnten doch von gar nichts mehr träumen…

Sie biederten sich dem Financier mit Privatinsel an, glitten auf seiner Schleimspur dahin und dachten, die Party werde niemals enden.
Und was bekam Epstein im Gegenzug? Das Glitzern von Krönchen und jahrhundertealter Tradition.
Netzwerke! Die größten, besten, berühmtesten Netzwerke der Welt. Die Queen als ultimativer Jackpot!
Seine Lebensgefährtin Ghislaine Maxwell hatte einen „All Area“- Pass und konnte sich in den königlichen Palästen überall bewegen. Sarah Ferguson ermöglichte Führungen durch die Schlösser.
Sie alle benutzten jene Schlösser, die ihnen gar nicht gehörten als Kulissen für ihre Finanztransaktionen. Mit dem jahrhundertealten Pomp beeindruckten sie zweifelhafte Geschäftspartner.
Eine schmierige Truppe in einer Schmierenkomödie.

Timeline Jeffrey Epstein

1. Aufstieg und frühe Karriere

  • 1953: Geburt in Brooklyn, New York.
  • 1973–1975: Arbeitet als Mathematiklehrer an der exklusiven Dalton School in Manhattan.
  • 1976–1981: Startet seine Karriere an der Wall Street bei der Investmentbank Bear Stearns, wo er schnell zum Partner aufsteigt.
  • 1988: Gründung seiner eigenen Firma J. Epstein & Company. Er beginnt, ein Vermögen zu verwalten, unter anderem für den Milliardär Leslie Wexner.
  • 1990er Jahre: Erwirbt Immobilien weltweit, darunter ein Anwesen in Palm Beach und die Privatinsel Little St. James

2. Der erste Skandal (Florida-Verfahren)

  • 2005: Ermittlungen beginnen in Palm Beach, nachdem Eltern eine Anzeige wegen Belästigung einer Minderjährigen erstattet hatten.
  • 2008: Epstein schließt einen höchst umstrittenen „Non-Prosecution Agreement“(NPA). Er entgeht Bundesanklagen und bekennt sich lediglich in zwei Fällen der Prostitution vor einem Staatsgericht schuldig.
  • 2008–2009: Er verbüßt eine 13-monatige Haftstrafe, darf das Gefängnis jedoch an sechs Tagen die Woche für die Arbeit verlassen (Work Release). 

3. Rückkehr in die Elite und neue Vorwürfe

  • 2010er Jahre: Trotz seiner Registrierung als Sexualstraftäter pflegt Epstein weiterhin Kontakte zu Prominenten, Wissenschaftlern und Politikern.
  • 2018: Ein Enthüllungsbericht des Miami Herald rückt den Fall und den milden Deal von 2008 wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. 

4. Die finale Verhaftung und der Tod

  • 6. Juli 2019: Epstein wird am Flughafen Teterboro (New Jersey) festgenommen. Die Anklage lautet auf Sexhandel mit Minderjährigen und Verschwörung.
  • 18. Juli 2019: Ein Richter verweigert ihm die Freilassung auf Kaution; er bleibt im Metropolitan Correctional Center (MCC) in Manhattan in Haft.
  • 23. Juli 2019: Epstein wird mit Verletzungen am Hals in seiner Zelle gefunden und vorübergehend unter Selbstmordbeobachtung (Suicide Watch) gestellt.
  • 8. August 2019: Epstein unterschreibt sein letztes Testament.
  • 10. August 2019: Jeffrey Epstein wird leblos in seiner Zelle aufgefunden. Die offizielle Todesursache wird später als Suizid durch Erhängen festgestellt. 

Sein Tod löste zahlreiche Spekulationen und Verschwörungstheorien aus, da Sicherheitsvorkehrungen in der Nacht seines Todes missachtet wurden (z. B. schlafende Wärter, defekte Kameras). 

Geheimnisverrat?

Massive Vorwürfe gegen Prince Andrew

Immer, wenn man denkt, es könne nicht schlimmer kommen, hebt irgendwo irgendwer einen Deckel hoch und man kann in einen Topf schauen, in den man lieber nicht geblickt hätte …

Im Moment werden schier unfassbare Anschuldigungen laut, die sich aus den neu veröffentlichten Unterlagen von Jeffrey Epstein ergeben.

China- Gate

So ist seit 2005/ 2006 gerichtsnotorisch, dass Andrew einen direkten Informationskanal zum chinesischen Präsidenten Xi Jinping unterhielt.
Sein enger Vertrauter Yang Tengbo (genannt: „H6“) wurde vom britischen Inlandsgeheimdienst MI5 als mutmaßlicher Spion eingestuft und aus Großbritannien verbannt. Er soll versucht haben, Andrews Einfluss für politische Einflussnahme Chinas zu nutzen.
Tengo hatte Andrew unter anderem dabei unterstützt, eine Geburtstagskarte an den Präsidenten zu schreiben.
Das dürfte allerdings noch der harmloseste Freundschaftsdienst gewesen sein …

Es wird derzeit untersucht, ob Gelder aus China über die Initiative „Pitch@Palace“ an Andrew flossen. Der britische Geheimdienst warnte, Andrew sei aufgrund seines angeschlagenen Rufs anfällig für eine sogenannte „Elite Capture“-Operation Pekings gewesen.

From Russia With Love

In den im Februar 2026 veröffentlichten Epstein-Akten finden sich Hinweise darauf, dass Jeffrey Epstein versuchte, über seine Kontakte zu Andrew und anderen Prominenten Einfluss in Russland zu gewinnen. Es gibt jedoch keine Belege für einen direkten Verrat von Staatsgeheimnissen an den Kreml durch Andrew.
Berichten zufolge besaß Andrew sensible Dokumente (das sogenannte „Helmand-Dokument“) aus seiner Zeit als Handelsbotschafter. Es besteht der Verdacht, dass solche Informationen in den Dunstkreis Epsteins und damit potenziell an fremde Mächte gelangt sein könnten.

Ich fürchte, wer denkt, dass ein Jeffrey Epstein keine Gegenleistungen erwartet hat, ist ziemlich naiv. Und Andrew war sicherlich töricht und selbstverliebt genug, um dem Werben des Finanziers nachzugeben.

Bislang ist nur ein Bruchteil der Unterlagen ausgewertet und wir werden definitiv noch mit den Ohren schlackern. Dann geht es nicht mehr nur um solche Sex- Histörchen wie wir sie bislang von Andrew kannten …

Epstein – noch nicht das letzte Wort

Epstein – noch nicht das letzte Wort

Jeffrey Epstein, Polizeifoto 2006
Copyright: gemeinfrei

Die letzten Monate haben uns alle mit Neuigkeiten überzogen, auf die wir gerne verzichtet hätten.

Ein langer Schatten zieht sich, von New York ausgehend, über den gesamten Erdball. Von wem er ausgeht? Von Jeffrey Epstein, einem amerikanischen Investmentbanker und verurteilten Sexualstraftäter.
Ich glaube, ich muss seine Vita nicht noch einmal aufrollen, aber ich will einen genaueren Blick auf seinen Einfluss auf europäische Königshäuser werfen und das Ganze versuchen, in einen Kontext zu stellen.

Epstein hatte ein Netzwerk aus einfluss(reichen) Männern erschaffen, denen er bei allen Möglichkeiten junge Mädchen zum Sex zuführte. Diese Frauen waren sozusagen die Kirsche auf der „Entspannungstorte“ ihrer Meetings.
Weiterhin hat er wohl auch Informationen über diese Männer gesammelt – für Regentage. Sozusagen.

Die Geschichte von Epstein hätte eigentlich im Jahre 2019 ihr endgültiges Ende finden können, denn da wurde er erhängt in seiner Gefängniszelle gefunden. Wie es heißt – unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen.
Sei es nun drum – ob er Selbstmord begangen hat, oder ermordet wurde – für uns viel spannender ist die Frage, wer sich alles in seinem klebrigen Netz verfangen hatte.
Zumal: welche (späteren) Royals…

Zunächst erwischte es Prince Andrew, da dieser direkt von Virginia Guiffre, einem der Epstein- Opfer öffentlich angeklagt wurde. Als sie drohte, ihn anzuzeigen, traf man eine außergerichtliche Vereinbarung mit ihr. Das Schweigegeld wurde von der Queen gestellt.
Auch wenn Andrew in seinem umstrittenen Maitliss- Interview behauptete, jederzeit mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten zu wollen, fand sich dann im Nachgang leider nie ein passender Termin.

Erst als König Charles im Spätsommer bei der Beisetzung der Herzogin von Kent ganz ungeniert mit seinem Bruder Andrew scherzte und plauderte, platzte der Öffentlichkeit die Hutschnur.
Prince William, dem der umtriebige Onkel schon lange ein Dorn im Auge war, schritt gemeinsam mit Stiefmutter Camilla zur Tat.
Kurz darauf verzichtete Andrew auf all seine Titel und Ehrenzeichen. Dass man es gestattete, dass er in der Erklärung schrieb, dies sei seine Entscheidung gewesen und damit seinen Bruder einmal mehr als Weichei dastehen ließ, steht auf einem anderen Blatt.
Auf diesem anderen Blatt steht auch die Frage, warum Andrews Töchter, die keine Working Royals sind, trotzdem auf Staatskosten Apartments im Kensington Palace und im St. James Palace haben, für die sie lediglich eine symbolische Miete entrichten.
Auf dem Blatt steht weiterhin die Frage, warum die Töchter jahrelang auf Staatskosten mit ihrem Wirtschaftsbotschafter- Vater um die Welt reisen durften, um dann unterwegs für ihre jeweiligen Arbeitgeber Verbindungen zu knüpfen.

Aber mit dem Ablegen der Titel schien dieser Alptraum für das Königshaus gebannt.

Wäre da nicht der US-Kongress, der einfach keine Ruhe geben will … Und die Öffentlichkeit, die ein Ende der royalen Anspruchshaltung auf Kosten der Nation fordert. Zumal für untätige Royals, die nichts vorzuweisen haben als ihre Geburt im richtigen Bett.

Derzeit fordert nun Premierminister Keir Starmer, Andrew solle vor dem Untersuchungsausschuss des US-Kongresses aussagen. Das hatte er schonmal gefordert, aber damals wurde er niedergeschrien.

Da man Andrew nicht dazu zwingen kann, wird er sich wohl kaum dazu herbeilassen, Rede und Antwort zu stehen. Er wird weiterhin behaupten, unschuldig zu sein und das Leben eines reichen Schnösels führen. Wer das bezahlt? Der König natürlich und damit der Steuerzahler.

Ich trete nun hier nicht an, über Spione, Politiker und Wirtschaftsbosse zu spekulieren – ich schaue mir bekanntlich vor allem die Königshäuser an und die sind ganz offensichtlich ein gefundenes Fressen für die Epsteins dieser Welt.

Meistens nicht besonders helle und umgeben von Ja-Sagern, lieben sie die Art und Weise, wie sie in den USA hofiert werden. Man mag es kaum glauben, aber selbst Royals können Fanboys und Fangirls werden, wenn sie bei einer Einladung neben einem Bill Gates oder Elon Musk stehen. Diese wiederum lieben es, nach Windsor Castle eingeladen zu werden und umgeben zu sein von Geschichte und royalem Pomp.

Und das ist nur der zuckrige Überzug auf der Torte.
Darunter liegt ein weniger appetitlicher Brei aus Geben und Nehmen. Aus Beziehungen, Geheimnissen, Druck. Aus Menschen, die gelernt haben, dass niemand ihnen was kann. Dass sie mit allem durchkommen. Und … ihren Opfern.

Und damit kommen wir nach Norwegen und Schweden, denn bis dorthin reicht der Schatten des Jeffrey E.
In Schweden hat es Prinzessin Sofia, die Schwiegertochter von Königin Silvia und König Carl Gustav erwischt und in Norwegen Kronprinzessin Mette Marit. Immerhin die künftige Königin …
Was die beiden gemeinsam haben?
Nun – die Vergangenheit als das, was man gemeinhin als „Partygirl“ bezeichnet. Gutaussehende junge Frauen, die sich in einer Spaßgesellschaft bewegen, in der ein munteres Laissez Faire herrscht. Ein Gebäude, das auf den Säulen Feiern, Spaß, Drogen und Geld ruht.
Hier fanden und finden sich die Reichen und Mächtigen ein. Vor allem aber Männer, die den Partygirls bieten, was diese wollen: ein gutes Leben in Reichtum und Einfluss. Passt dieser Life-Style zu einem Königshaus?

Nein!

Und nun werden jene Partygirls von damals von eben jener Vergangenheit eingeholt.
Es werden E-Mails bekannt, die zwischen ihnen und JE hin und her gingen.

Mal so gefragt – glaubt irgendwer, dass ein Epstein – nachdem seine guten Freundinnen in die entsprechenden Kreise eingeheiratet hatten – nur noch goldige Selfies mit den Royals erwartet hat?
Lassen wir uns nicht in die Irre führen. Epstein war Geschäftsmann. Bei dem hing an allem ein Preisschild und er hat sich am Ende mit absoluter Sicherheit sein Pfund Fleisch geholt. Seine Gäste mögen Fanboys gewesen sein – er war es mit Sicherheit nicht.

Sofia Hellqvist – eine nordische Schönheit, die von Epstein das Angebot bekam, ihr einen Platz auf einer Schauspielschule sowie einen auf seiner Privatinsel zu verschaffen… glaubt irgendwer, dass Epstein nicht erwartet hat, dass sie sich erkenntlich zeigt?
Mette Marit Tjessem Høiby – ein weitere nordische Schönheit, die ihren guten Freund Jeffrey fragte, ob es wohl unpassend sei, dass sie ihrem fünfzehnjährigen Sohn (Marius) ein Wallpaper mit zwei nackten Surferinnen geschickt habe.
Hi- hi- hi und ha-ha-ha. Wie witzig…

Aber wir alle haben ja gelernt, dass man nicht auf die Vergangenheit einer königlichen Braut schauen darf, wenn sie doch so herzig und nett/ adrett daherkommt. Wenn sie eine solch wunderbare Prinzessin ist.

Möglicherweise ist aber auch Vorsicht geboten, wenn Prinzen mit Bräuten ankommen, die außer einem großen Loch in ihrem Lebenslauf nicht viel vorzuweisen haben. Und vielleicht sollten wir uns daran erinnern, zu welchen Personen Royals Zugang haben… Könnte es eine charmantere Art der Einflussnahme geben, als eine kleine Plauderei bei einem schönen Essen in einem königlichen Schloss mit einer schönen Frau?

Dass Royals gerne solche Beziehungen nutzen, sehen wir nicht zuletzt bei Andrew, der als Wirtschaftsbotschafter seine Kontakte zu zwielichtigen Oligarchen genutzt hat, um ein Millionenvermögen anzuhäufen. Freunde, die zur Stelle waren, als er sein Haus Sunning Hill einfach nicht loswurde und die – ohne zu zögern – mehrere Millionen mehr bezahlt haben, als für das Anwesen verlangt wurde. Ja – Honi soit qui mal y pense…
Und wer glaubt, dass diese Freunde keine Gegenleistung erwarten?

Inzwischen wissen wir, u.a. dank dem Buch „Entitled“ von Andrew Lownie, wie eifrig Andrew am Aufbau und der Verwaltung seines Privatvermögens gearbeitet hat. Dass seine (Ex)Frau Sarah Ferguson und er das Geld allerdings schneller ausgegeben haben als eingenommen, steht auf einem anderen Blatt.
Man bekommt da schon den Eindruck, dass Royals, die nicht scharf auf Termine sind, ihre Zeit lieber ihren privaten Finanzen widmen als dem öffentlichen Wohl.
Oder wie sagte Lownie: „Sie geben gerne Geld aus. Nur nicht ihr eigenes…“

Was lernen uns nun all diese Skandale?
Ob es den Fürstenhäusern passt, oder nicht – wir brauchen Transparenz! Nicht MEHR Transparenz, sondern überhaupt mal Transparenz. Es kann nicht sein, dass man die Öffentlichkeit damit abspeist, die Royals arbeiteten halt „hinter den Kulissen“ unermüdlich. Wenn sie die Beziehungen, die sie in ihrer öffentlichen Position knüpfen, in ihr Privatleben mitnehmen und dort davon – nicht zuletzt finanziell – profitieren.
Wenn sie Millionen von einem Oligarchen kassieren, dann brauchen sie die Steuergelder ja offensichtlich nicht. Wenn sie keine Termine wahrnehmen, dann sollen sie auch keine steuerfinanzierte Security bekommen, oder eine steuerfinanzierte Apanage.
Wenn die Queen bezüglich Andrew gewarnt wird und daraufhin absolut nichts geschieht, dann kann das nicht sein.
Wenn die BBC einen Bericht über Andrew machen will und man daraufhin klipp und klar sagt, dann verlöre die BBC den Zugang zum Königshaus – dann kann das nicht sein.
Wenn das norwegische Kronprinzenpaar von Marius Freundin und ihrer Mutter gewarnt wird bezüglich Marius‘ Problemen und nichts geschieht, sondern weiter zwielichtige Gestalten auf Skaugum feiern kommen, dann kann das nicht sein.

Es müssen also unbedingt Strukturen geschaffen werden, um solches künftig zu verhindern. Die Personen, mit denen Royals sich umgeben werden ganz offensichtlich zu wenig bis gar nicht überprüft. Sicherheitsfreigaben existieren nicht. Jeder Andrew bekommt Zugang zu geheimdienstlich relevanten Dokumenten, auf die jeder seiner „Freunde“ Zugriff hat.
Ganz zu schweigen von den gegnerischen Geheimdiensten, für die die Skandale eines Royals unbezahlbar sein dürften, wenn es darum geht, ihn – oder seine Familie – nun sagen wir … gewogen zu stimmen.