Archewell und As Ever – Wohin des Wegs?

Archewell und As Ever – Wohin des Wegs?

In einem meiner letzten Filme habe ich vorgestellt, wie es zum Abgang von Netflix in der Zusammenarbeit mit „As Ever“ gekommen ist.

Da mit Netflix die einzig nennenswerte Unterstützung für die Firma verschwunden ist, dürfte damit auch das Ende der Marke an sich eingeleitet sein.
Zwar behauptet Meghan, sie wolle mit „As Ever“ global gehen, doch wie das aussehen soll ohne die entsprechenden Strukturen, ist fraglich.

Bis heute frage ich mich sowieso, wie die Umsätze von „As Ever“ sind … Allerdings wird man das wohl nicht so schnell erfahren, denn in den USA sind Unternehmen, die nicht an der Börse gelistet sind, nicht dazu verpflichtet, Geschäftszahlen offen zu legen.
Was Meghan tunlichst unterlassen wird, wenn sie nicht das sofortige Ende der Marke einläuten will.

Mein persönliches Bauchgefühl: As Ever hatte ein Anfangs- Hoch, weil alle mal probieren wollten, wie die Marmelade und der Honig so schmecken. Man gab das Geld zähneknirschend aus und stellte dann fest, dass die Produkte – egal wie gut sie vielleicht sein mochten- das Geld nicht wert sind.

Wir sehen hier nämlich zum Beispiel das „Heritage Library Set“. Es beinhaltet

  • – Leder- Lesezeichen
  • – Zitronen- Ingwer- Tee
  • – Pfefferminztee
  • – Honig- Duo (Wildblüten und Orangenblüte)
  • – Kerze No. 519

Das Ganze kostet 174 Dollar. 😨

Das ist auch für amerikanische/ kalifornische Verhältnisse steil.

Da es sich bei den „Marmeladen“ aber um „Fruitspreads“ – also Fruchtaufstriche handelt und nicht mal um „echte“ Marmelade, kann man sich ausrechnen, welche Qualität man hier geboten bekommt.

Es soll mit den hohen Preisen wohl ausgedrückt werden, dass man sich im Luxus- Segment tummelt, was aber relativ unsinnig ist, wenn man nicht auch Luxus-Qualität anbietet.

Alles, was man auf der Website sieht, ist der äußere Anschein von Luxus, doch die Inhalte erzählen eine andere Geschichte.
Damit kommt man strategisch nicht weit, denn gerade in den USA legt man großen Wert auf Handwerkskunst. (Auch wenn das jetzt den einen oder anderen verwundert… 😉)
Wenn man dort durch die Läden und über die Bauernmärkte schlendert, sieht man allenthalben die Produkte von kleinen und mittleren Manufakturen, die stolz auf ihre Produkte sind und mit Informationen nicht hinter dem Berg halten.

Es ist also nicht sonderlich zweckdienlich, wenn man sich in diesem Bereich erfolgreich platzieren will, aber dabei voll und ganz auf Show setzt.
Tut man dies, muss man gewahr sein, dass sich keine treuen Kunden einfinden werden.

Und so denke ich, steht „As Ever“ vor dem totalen Absturz, da die Neugier- Käufe der ersten Monate vorüber sind.

Warum geht es trotzdem weiter?
Ganz klar:
Derzeit dürften Meghan und Harry massiv Geld in die Firma zubuttern um z.B. neue Produkte einzuführen.

Schenk uns reinen Wein ein!

Aber gerne doch:
Außer dem ledernen Lesezeichen war der letzte große Neuzugang der As Ever- Rosé- Wein, Sauvignon Blanc und Brut.

Jetzt wollt ihr sicher wissen, ob ihr mal Meghans Weinberge besuchen könnt …
Könnt ihr… Allerdings gehören die nicht ihr, sondern der Fairwinds Estate Winery.
https://fewinery.com

Abgefüllt wiederum wird bei der Kunde Family Winery.
https://www.kunde.com
Dies vor dem Hintergrund, dass Fairwinds bei den großen Feuern ihre Abfüllanlage verloren hat und deswegen bei Kunde abfüllen lässt.

Derzeit verdichten sich aber die Hinweise darauf, dass Meghan sowieso „White- Labeling“ betreibt. Das bedeutet, dass sie ihre Produkte ohne Etikett einkauft und dann einfach eigene Etiketten aufkleben lässt. (Bei Wein nennt man diese unetikettierten Flaschen auch „Shiners“)

Dass sie ihren Wein zum gleichen Preis verkauft wie man ihn auch direkt bei Fairwinds bekommen kann, liegt daran, dass sie ihn zu Großhandelspreisen einkauft, die natürlich deutlich unter den Preisen für den Endverbraucher liegen.

Über den gesamten Prozess, wo die Produkte herkommen und was mit ihnen geschieht, wird natürlich Stillschweigen von Meghans Seite bewahrt.


Lets jam …


Was nun ihre Fruchtaufstriche angeht, so kann man nur erfahren, dass die Früchte aus Kalifornien stammen. Aus welcher Gegend, ist unbekannt. (Kalifornien ist übrigens verflixt groß….)

Die Produktion der Aufstriche liegt bei der Firma „The Republic of Tea“.
Die Produktionsstätte liegt somit in Illinois, schlappe 3200 km von Montecito entfernt.

Vom Garten in Montecito inspiriert…

Heißt natürlich nicht, dass die Aufstriche auch dort zubereitet werden.
Betrachtet man die Inhaltsangaben der Gläser, dann stellt man schnell fest, dass in die Aufstriche nichts gewandert ist als das, was man in jeder stinknormalen Supermarktmarmelade findet. Es wurden auch beim Rezept keine neuen Wege eingeschlagen, indem man interessante Kombinationen entwickelt und z.B. Champagner hinzufügt, oder andere Extras.

Auch hier finden wir wieder „White-Labeling“. Die „Republic of Tea“ stellt die Aufstriche her und Meghan lässt nur ihre Etiketten draufkleben.

Flüssiger als flüssig – überflüssig!

Speziell über den Himbeerfruchtaufstrich wurde viel diskutiert, denn seine Konsistenz ist wohl eher sirupartig als marmeladig-fest.
„As Ever“ erklärte das damit, dass man den Aufstrich auch in Joghurt einrühren können sollte, oder zum Zubereiten von anderen Gerichten verwenden.
Gut – ich will sie in ihrem Erklärungsenthusiasmus nicht bremsen – aber das kann man durchaus auch mit festeren Fruchtaufstrichen.
Allerdings haben die dann auch einen kostspieligeren Produktionsprozess.

Und was ist mit Archewell – Gibt es da Zahlen?

Ja – hier gibt es Zahlen, denn Stiftungen sind in den USA verpflichtet, sogar sehr genau Auskunft über ihre Finanzen zu geben.

Dies ist Archewell so schlecht bekommen, dass sie inzwischen sogar umbenannt werden musste.

Von der Archewell Foundation zu Archewell Philanthropies

Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 sind ernüchternd …

Die Einnahmen/ Spenden sanken von 13 Millionen Dollar auf 2,1 Millionen Dollar.

Problem hierbei: Die Gesamtausgaben belaufen sich auf über 5 Millionen Dollar. Macht ein Defizit von knapp DREI MILLIONEN Dollar. Nicht schlecht.

Problem ist für Archewell, dass sie von einem einzelnen Großspender abhängig waren, der praktisch das gesamte Budget gestellt hat. Fragt man nun, wer dieser Großspender war, braucht man nicht lange suchen…

Harry hatte vor Jahren zugesagt, die Einnahmen aus seinen Memoiren einem wohltätigen Zweck zuzuführen. Und das hat er auch getan: Der Großteil ging nämlich in den Archewell- Topf, in der festen Überzeugung, es sei gut investiertes Geld.
Man würde sich damit am Stiftungs-Markt platzieren und weitere Spender aquirieren.

Dies ist allerdings nicht passiert.

Die Sender bleiben aus. Nicht zuletzt wegen des verheerenden Rufs der beiden. Auch will wohl niemand sein Geld im Reisegepäck des Herzogspaares verschwinden sehen … Denn es ist bekannt, dass die Kosten ihrer Quasi- Royal- Tours – wenn sie denn nicht von den Gastgebern bestritten werden – aus dem Archewell- Topf stammen.
Und die sind denkbar hoch, reisen die beiden doch stets nur First Class.

Nun versuchte man Ende 2025 mit Stellenstreichungen der Misere Herr zu werden. Ob das so eine gute Idee war? Denn dadurch wurde die Stiftung weiter geschwächt.

„CharityWatch“ wiederum bemängelt, dass stolze 50% der Ausgaben von Archewell unter der Rubrik „Sonstige Ausgaben“ gelistet sind. Recht schwierig, denn das bedeutet für jeden Spender, dass die Hälfte seiner Spende in einer Art Schwarzem Loch verschwindet.

Man hat aber auch eine Strukturreform durchgeführt.
Dies bedeutet, dass man bislang selbst aktiv geworden ist und sich in Stiftungen aktiv engagiert hat.
Das wird künftig nicht mehr der Fall sein.
Künftig wird man nur noch als reiner Geldgeber auftreten, was auch deutlich preiswerter ist, da man dazu so gut wie kein Personal braucht.

Alles in allem kann man wohl sagen, dass es auch mit Archewell den Bach runter geht.

Sitzt die Frisur?

Das ist die Frage des Tages, denn bei allem was die Sussexes anpacken, geht es offensichtlich nur um Kosmetik.

Es soll immer eine bestimmte Aura verbreitet werden. Doch wenn man ein ganz kleines bisschen an der Aura kratzt, stellt man fest, dass diese überhaupt keinen Inhalt abbildet.
So arbeitet Harry seit Jahren für Travelyst und bekommt gutes Geld von denen. Was er dort tut – weiß eigentlich niemand.
Ziel der Firma ist die Förderung ökologisch nachhaltigen Reisens.
Absolut spannend, vor allem wenn man betrachtet, dass Harry prinzipiell in Privatjets unterwegs ist.
Meghan hingegen ist eine Feministin, die ihresgleichen sucht. Nichtsdestotrotz trotz äußert sie sich aber prinzipiell nicht zu kontroversen Themen. Beschneidung von Mädchen? Fehlanzeige. Missbrauch von Mädchen (Onkel Andrew)? Fehlanzeige.
So ließe sich die Aufzählung bis ins schier Unendliche fortsetzen.

Für beide gilt: Hauptsache es funkelt. Muss ja kein echtes Gold sein.


Archewell – Beschreibung eines Untergangs

Wir alle kennen inzwischen die von Harry und Meghan gegründete Charity-Plattform „Archewell“. Warum ich sie „Plattform“ und nicht „Organisation“ nennen? Das werdet ihr im folgenden Beitrag erfahren …


Zu Beginn der Woche erschien der neueste Finanzbericht von Harry und Meghans Wohltätigkeitsplattform „Archewell“. Die dort für die amerikanischen Finanzbehörden veröffentlichten Zahlen habe ich mir zum Anlass genommen, Archewell mal ein bisschen genauer anzuschauen.

Die (Vor)Geschichte

Gegründet haben die beiden Archewell zwar im Oktober 2020, doch das war nicht der Beginn der Geschichte.

„Sussex Royal“

Ursprünglich gab es „Sussex Royal“, eine Erfindung von Harry und Meghan, um dort ihre eigene Marke zu präsentieren und Produkte zu verkaufen, die mit Krönchen und Logo verziert sein sollten.
Wie ihr vielleicht wisst, ist „Sussex Royal“ daran gescheitert, dass die beiden die Auflage hatten, dass jedes Produkt die Freigabe durch den Palast brauchen würde.
Diese Freigabe hatten sie sich nicht geholt, sondern die Website noch vor dem mit Queen Elizabeth II vereinbarten Starttermin online gehen lassen.
Konsequenzen? Es gab mächtig Ärger.

Nicht nur, dass der Palast sauer war, dass sie sich nicht an die Absprachen gehalten hatten – man hatte auch nachhaltig das Vertrauen in das Paar verloren. Wenn diese sich schon bei einer solchen Banalität nicht an ihr gegebenes Versprechen hielten – was käme dann noch auf den Palast zu?!

Die „Markle Windsor Foundation“ („MWX“)

Im Juli 2019 gegründet, sollte MWX der neue Name von „Sussex Royal“ werden, dessen Website vom Palast gestoppt wurde. Die beiden hatten sich ja aus der „Royal Foundation“ von William, Catherine und Harry zurückgezogen und wollten nunmehr ihre eigenen Brötchen backen.
Man kann sicherlich davon ausgehen, dass die beiden zu diesem Zeitpunkt ihren Rücktritt als Working Royals bereits in Auge gefasst hatten, verkündeten sie doch via Instagram am 8. Januar 2020 diesen Rückzug offiziell.
(Eine Mitteilung, die den Palast abermals kalt erwischte, denn sie hatten dies nicht kommuniziert)

Am 21. Februar 2020 teilten sie dann – nach einem Treffen mit anderen hochrangigen Royals – mit, dass sie den Begriff „Sussex Royal“ nicht weiter verwenden würden. Im Juli 2020 wurde „Sussex Royal“ offiziell aufgelöst.

Aber auch die „MWX Foundation“ hatte nur ein kurzes Leben, denn sie wurde bereits am 5. August 2020 wieder liquidiert.

Was allerdings noch festzustellen wäre: der Vorstand von MWX bestand doch aus beeindruckend vielen Person:


• The Duke of Sussex
• The Duchess of Sussex (zurückgetreten am 1 Juli 2020) 
• Stefan Paul Allesch-Taylor (zurückgetreten am 1 Juli 2020) 
• Karen Tracey Blackett (zurückgetreten am 1 Juli 2020) 
• Natalie Denise Campbell (zurückgetreten am 22 Aug 2019) 
• Steven Martin Cooper (zurückgetreten am 1 Juli 2020) 
• Kirsty Jackson Jones (zurückgetreten am 1 Juli 2020)  
• Sara Latham (zurückgetreten am 22 Aug 2019)[1]

Zum damaligen Zeitpunkt erklärten Harry und Meghan in einem Statement, dass sie nicht vorhätten, eine neue Stiftung zu gründen, sondern „rather intend to develop a new way to effect change and complement the efforts made by so many excellent foundations globally“ (= „vielmehr vorhätten, einen neuen Weg zu entwickeln, einen Wechsel einzuleiten und die Anstrengungen der zahlreichen exzellenten Stiftungen weltweit zu unterstützen.“)

Sie gründeten dann nach diesem Statement, dass sie keine Stiftung mehr gründen würden, die Stiftung Archewell

Wie immer bei den Sussexes gab es auch hier im Nachgang eine juristische Untersuchung, die dazu führte, dass die Vorstände dafür gerügt wurden, dass ein viel zu großer Anteil der Spendengelder für die Gründung und umgehende Auflösung der Stiftung verwendet worden seien. Ansonsten habe man keine Verstöße feststellen können. Die Gruppe „Republic“, die MWX angezeigt hatte, entschuldigte sich daraufhin besonders bei Harry, den sie persönlich für das Missmanagement verantwortlich genannt hatten.

Archewell betritt die Bühne

Im April 2020 war es dann endlich soweit und die vorherigen Pleiten konnten dem Vergessen anheim gegeben werden. Denn nun gab es Archewell.

Die Struktur: Archewell besteht aus einem wohltätigen („non-profit“) Teil und einem „for profit“- Teil. Letztere sind Archewell Audio und Archewell Productions . Jene Firmen, die die Fokus und Podcasts der beiden produzieren soll(t)en.

Nachdem sie glücklich ihre Firma gegründet hatten und auch die Website online hatte, drohte bereits neues Ungemacht.
Im Mai 2020 beanstandete die USPTO (Die Patenrechts-Behörde der USA) im Zusammenhang mit Hary und Meghans Antrag auf Namensschutz, dass die Ziele von Archewell – auf gut Deutsch – zu wischiwaschi formuliert seien. Es wurde dem Paar eine Fehlerliste ausgehändigt und eine Frist zur Behebung gesetzt.

Sie hatten den Namensschutz noch nicht in trockenen Tüchern, da stoppten sie bereits auf dem Klageweg eine philippinische Firma, ihren Namen „Archewell Harvatera“ schützen zu lassen.

Die leidige Sache mit der Kohle …

Money … money … money. It’s a rich man’s world – sangen bereits ABBA

… und es hat sich seitdem nichts geändert.

Schauen wir also mal in die Bücher von Archewell …

Im Jahr 2020 verzeichnete Archewell zunächst keinerlei Geldbewegungen. Das erste Konto wurde 2021 eröffnet. Allerdings konnten 2020 bereits insgesamt 50.000 $ Spenden eingesammelt werden.

Im Jahr 2021 konnte man Einlagen in Höhe von 13 Millionen Dollar verzeichnen. Dazu kamen weitere 2 Millionen Dollar an Spenden. Davon verteilte man 3 Millionen Dollar an verschiedene wohltätige Aktionen.

Ihre Steuerunterlagen zeigten, dass die 13 Millionen in 2021 von zwei anonymen Spendern kamen.

Das Jahr 2022 endete weniger hoffnungsvoll, denn nachdem Harry 2021 10 Millionen Dollar in den Topf geworfen hatte (man geht davon aus, dass er einer der beiden anonymen Spender war), überstiegen im Jahr 2022 die Ausgaben die Einnahmen beträchtlich. Es kam zu einem Minus von $674,000. Man konnte aber noch auf Rücklagen in Höhe von 8,3 Millionen Dollar zurückgreifen.

Wie viel 2022 an Spenden reinkam? 2x je eine Million Dollar. Wer hier gespendet hat, ist abermals nicht bekannt. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass Harry nochmals in die Tasche gegriffen hat, bzw. die Sussexes Freunde „überzeugen“ konnten, zu spenden.

Einzig das Gehalt des Geschäftsführers James Holt sank nicht. Im Gegenteil – er durfte sich zu seinen $227,405 Gehalt auch noch über einen Bonus in Höhe von 20.000$ freuen. Das bedeutete eine Gehaltserhöhung von schlappen 280% verglichen mit dem Vorjahr. (Ich werfe jetzt mal meinem Chef einen langen Blick zu und hoffe, er versteht die Andeutung …)
Da fragt man sich natürlich, was Herr Holt in diesem Jahr so Phänomenales geleistet hat, dass man ihm so einen Schluck aus der Pulle gönnt. Zumal wenn man bedenkt, dass jeder Dollar, der da aufgeteilt wurde, eigentlich einem guten Zweck dienen sollte. Und die Spender meinten damit sicher nicht dem Wohlstand des Geschäftsführers.

Wie die Spender sowieso über eine enorme Großzügigkeit verfügen müssen, denn ihr Geld kann für alles mögliche draufgehen. Nicht nur für das Geschäftsführergehalt, sondern für alle möglichen Anliegen. Vom ethischen Gebrauch von Technik, über Geschlechtergerechtigkeit und der Eingliederung afghanischer Frauen, bis zu HALO, der sich für den Bann von Landminen kümmert. Ach – und den Archewell Civil Rights Award gibt es auch noch, der für ein menschenfreundlicheres Internet belohnt. Da kriegt der Gewinner 125.000$.

Man sieht also, dass Archewell nur über wenig wirkliche Spendengelder verfügt und auf die Spritzen aus Harrys Geldbeutel maßgeblich angewiesen ist.

Und wie geht’s weiter? Von Netflix, Spotify und anderen Flops …

Das Problem bei der Sache ist folgende: Es gibt Archewell Studios und Archewell Productions. Beide Firmenteile sollten offensichtlich das Geld verdienen, um die wohltätigen Kassen zu füllen.

Was da in den zurückliegenden Monaten passiert ist, wissen wir alle: Bei Spotify sind die Sussexes rausgeflogen, was einen Rattenschwanz an Hähne hinter sich hergezogen hat. Von Spotify haben sie deswegen auch nur einen Bruchteil dessen bezahlt bekommen, was ihnen bei Erfüllung des Vertrages zugestanden hätte.
Gehen wir weiter zu Meghans Kinderbüchern: „Pearl“ und Co. waren ein Flop. Die mit Netflix geplanten Verfilmungen der Bücher kamen nicht zustande, da Netflix die Projekte abgelehnt hat. Da hat es auch nichts genutzt, dass Meghan durch Schulen in sozialen Brennpunkten getingelt ist, um die Kinder mittels ihrer Bücher „zum Lesen zu animieren“.

Netflix hatte einen überragenden Erfolg mit der Doku „Harry& Meghan“, wo diese die Königsfamilie nach allen Regeln der Kunst hingerichtet hat. Dieser Erfolg kam allerdings mit einem Preisschild für die beiden: Sie galten fortan als weinerliche Jammerlappen, die eine wunderbare, von so vielen geliebte Einrichtung beschmutzt hatten. Beinahe so, als hätten sie Reisbrei über der Mona Lisa ausgeleert.

Die nachfolgende Invictus Games- Doku ging sang und klanglos baden. Warum? Nun – man hatte es ihnen eigentlich gleich vorausgesagt: Wenn es nichts mit den Royals zu tun hatte, wollte niemand ihren Weltverbessererkram sehen. Es gab noch andere Fokus der beiden bei Netflix, aber die waren schneller weg, als man sich den Titel merken konnte.


Sie hatten sich wirtschaftlich in einen toten Winkel bugsiert: Sie lehnten das Einzige ab, was ihnen Erfolg und Aufmerksamkeit bescherte: das englische Königshaus. Dumm gelaufen.

Insofern war es auch nicht verwunderlich, dass Harrys „Spare“ von null auf hundert in den Top Ten der Sachbuch-Charts landete. Aber auch hier kam er Absturz mit Ansage: Dieses Buch war wie ein Verkehrsunfall: man bleibt stehen und schaut, aber nicht um zu helfen, sondern um die Neugier zu befriedigen. (Inwieweit man Harry überhaupt helfen kann, ist ein Thema für Fachkreise.)

Dann muss man auch noch Harrys Versuch, Geld mittels einer live übertragenen Harry- Therapiesitzung zu machen, erwähnen. Denn wenn man da zusehen wollte, musste man ordentlich bezahlen. (Dafür hat man im Nachgang aber auch ein Exemplar von „Spare“ zugeschickt bekommen.) Die Kritik war – erwartungsgemäß – verheerend.

Alles in allem kann man wohl sagen, dass alle Versuche, in der Unterhaltungsbranche Geld zu verdienen, gescheitert sind.

Bleibt für die beiden ein letzter Strohhalm: Sie haben die Rechte an dem Roman „Meet me at the Lake“ gekauft. Es geht – quel surprise – mal wieder um Traumata und ansonsten boy meets girl. Über dieses Projekt ist allerdings nicht viel mehr bekannt, als dass die beiden die Rechte gekauft haben.


Da die beiden inzwischen enorm toxisch sind, wird es wohl schwer werden, einen Regisseur und Schauspieler zu finden, die bereit sind, ihre Karriere auf dem Altar der Sussexes zu opfern. Vielleicht finden unsere beiden Neu-Produzenten ja Job-Anfänger, die dann eines Tages sagen können: „Ich war jung und brauchte das Geld.“

Harry – A Boy is Coming Home.

Wenn nun in den einschlägigen Kreisen diskutiert wird, was aus Harry und Meghan und ihren weltverbessernden Projekten werden könnte, so ist das nicht weiter verwunderlich.

Derzeit sollen die beiden auf Haussuche in Malibu sein, was ich mir nur schwer vorstellen kann, denn sie haben von ihrem Haus in Montecito noch eine ordentliche Rechnung am Hals. Andererseits dürfte für Archie auch langsam das Thema „Schule“ relevant werden, was dann bedeutet, dass man sich für einen endgültigen Wohnsitz entschieden haben sollte.

Archewell als wohltätige Stiftung hat den Untergang vor Augen und Archewell als Produktionsfirma hat nur noch ein Eisen im Feuer: die Rechte an einem kitschigen Trauma-Roman. Ich fürchte, es gibt auf der Welt nicht genügend dreizehnjährige Mädchen, um das Projekt zu retten.

Bliebe noch die Option, nach England zurückzukehren. Zumindest Teilzeit und zumindest Harry. Dass Meghan noch einmal einen Fuß auf englischen Boden setzen wird – damit rechnet wohl niemand mehr. Dann könnte er vielleicht – kleinere Brötchen backend – wieder als Working Royal antreten.


Mein Blick in die Glaskugel:

Harry wird sich eine Bleibe in England suchen. Möglicherweise auf dem Areal von Windsor Castle. Er wird mehrere Monate im Jahr in England sein und dort – gegen Bezahlung vom Papa – den Working Royal spielen. James Holt wird vor die Türe gesetzt und Meghan macht Geschäftsführerin von Archewell. Sie wird ihre Homepage „The Tig“ wiederbeleben und zusehen, dass sie als Lifestyle- Guru Kasse macht.
Dies nachdem sie sich ein positive(re)s Image zurückerobert hat.
Die Einnahmen aus „The Tig“ wird sie steuerschonend bei Archewell unterbringen.

Und Archewell?

Das wird erhalten bleiben, aber auf wesentlich kleinerem Level. Vielleicht ab und an ein kleines Projekt à la „Harry in Afrika“, „Harry besucht die Truppen“ oder „Harry hilft Camilla Plätzchen backen“.
Sie werden mit ein paar Dollar das eine oder andere Projekt unterstützen, wo sich Meghan dann als Wohltäterin fotografieren lassen kann und wiederum auf The Tig demonstrieren, wie unglaublich cool Charity ist. (Vor allem in Dior …)

Die passenden Werbedeals könnten dann auch wieder Geld in die Archewellschen Kassen spülen.

Alles in allem schätze ich, werden die beiden auf kurz oder lang auf Charles milde Gaben angewiesen sein.

Außerdem werden wir wohl sehen, dass Archewell aufgrund von undurchsichtigen Geldströmen immer wieder in schwere See gerät und schlussendlich aufgrund juristischer Bedenken das Zeitliche genauso segnen wird wie Sussex Royal, MWX oder (was sicherlich auch noch untergehen wird): die Invictus Games.

Invictus Games – Eine endliche Geschichte?

Das einzige noch vorhandene Erfolgsprojekt der Sussexes sind derzeit die Invictus Games.
Wie wir alle mitbekommen haben, sind sämtliche anderen Projekte glorios gescheitert. Wie aber stehen die IG überhaupt da?
Harry und Meghan halten sich derzeit in Vancouver auf, um die Games 2025 vorzubereiten und das heißt für mich: Zeit für ein vorläufiges Resümee …

2014 fanden die ersten IG in London statt. Sie gehen auf eine Idee Prince Harrys zurück und orientieren sich am Vorbild der amerikanischen Warriors Games.
Die Spiele finanzieren sich aus Spenden und Zuschüssen der Länder, in denen die Spiele stattfinden (40 Millionen Euro für die Spiele in Düsseldorf. Bezahlt durch das Verteidigungsministerium).

Aus diesen Zahlen entnehmen wir, dass Einnahmen und Ausgaben sich die Waage halten. Es gibt keine Rücklagen. Laut diesem Bericht gibt man nicht nur Geld für die Spiele aus, sondern auch für Untersuchungen. So zum Beispielen zu den Auswirkungen der IG auf ihre TeilnehmerInnen.

Nun muss ich sagen, dass ich keine Fachfrau für die Finanzen von Wohltätigkeitsorganisationen bin, aber wenn ich das so sehe, sage ich: sollte ein Land mal nicht bereit (oder in der Lage) sein zu zahlen, können die IG auf nichts ausweichen. Sie sind also auf Gedeih und Verderb dem guten Willen der ausrichtenden Länder ausgeliefert.

Weiterhin sind die Games auf den guten Ruf der teilnehmenden Armeen angewiesen. Geraten sie in der öffentlichen Meinung in schwierige Fahrwasser, können Regierungen nicht mehr so ohne Weiteres Geld für die IG lockermachen.

Hier spielen auch die undurchsichtigen Kriterien eine Rolle, nach welchen die Teilnehmerländer ausgewählt werden. Der deutschte Veteranenverband rügte dies, denn es gebe auch keine Definition, was akzeptable Kampfeinsätze sind und welche nicht. Auf die Spitze getrieben: dürfen russische Soldaten mitmachen, die in der Ukraine gekämpft haben?

Harry und Meghan wiederum sind die einzigen Zugpferde dieser – von bösen Stimmen – „Bundesjugendspiele auf hohem Niveau“ genannten Veranstaltung.
Sie alleine – und hier vor allem Meghan und ihre Mode – sind es, die die Medien anziehen.
Da mag man in den Social Media noch so sehr unken, es sei eine Meghan Markle- Selbstbeweihräucherungsveranstaltung.

Tatsächlich aber muss man feststellen, dass es ohne Meghan die ganze Chose wahrscheinlich längst nicht mehr gäbe.

Harry hat sich hierbei den Stunt geleistet, in seinen militärischen Projekten stets auf das Pentagon zu schielen. Er besucht amerikanische Soldatenfriedhöfe und eröffnet Einrichtungen für amerikanische Soldaten. Das ist vielleicht ein bisschen viel des Guten für einen englischen Prinzen. Wenn er in den Ruch gerät, zu eng mit dem Pentagon verhandelt zu sein, dürfte dies neue Probleme mit sich bringen.

Wie wenig Interesse die IG an sich generieren können, wird einem spätestens dann klar, wenn man sich das Interesse anschaut, das die Doku zu den IG auf Netflix hervorrufen konnte. Sie schaffte es bei Netflix nicht mal auf die hinteren Ränge, geschweige denn in die Top Ten, wo sich die Harry& Meghan- Doku seinerzeit noch munter halten konnte.

Archewell als Produktionsfirma der Serie hat damit den nächsten Flop eingefahren und wird früher oder später die Existenzfrage stellen müssen. Einziges noch vorhandenes Pferd im Stall sind die Filmpläne des Paares.

Sie haben nämlich die Rechte an dem Roman „Meet me at the Lake“ gekauft. Bei der Verfilmung wird Netflix mit im Boot sein. Wahrscheinlich nicht zuletzt wegen der noch laufenden, unerfüllten Verträge. Denn – wir erinnern uns – die Verfilmung von Meghans Kinderbuch „Pearl“ wurde ja von Netflix abgelehnt; wohl wegen fehlender Erfolgsaussichten.

Alles in allem ist ihre bisherige Zeit in den USA keine Erfolgsgeschichte.

Mich würde mal interessieren, wie es hinter den Kulissen wirklich aussieht. Wie die Stimmung an Bord ist. Schließlich besteht Archewell nicht nur aus Harry und Meghan. Aber mit Sicherheit haben ihre Mitarbeiter auch einen Knebelvertrag unterschrieben, der ihnen öffentliche Äußerungen zu ihren Arbeitgebern verwehrt. (Man muss ja auf seine Privatsphäre achten … )

Was die Invictus Games angeht, so hängt viel von der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden Jahren ab, ob es sich Regierungen auch weiterhin leisten werden, die Spielwiese eines Prinzen(paares) mit überschaubarer Popularität weiter zu finanzieren. Dazu kommt die Frage, inwieweit zukünftig Militäreinsätze von der Bevölkerung mitgetragen werden.
Zudem muss man wohl einfach feststellen, dass behinderte SoldatInnen unattraktiv sind. Mit deren Schicksal will sich ein breites Publikum einfach nicht befassen.
So sehr auch alle applaudieren, wenn die IG erwähnt werden.

Alles in allem kann man wohl sagen, dass die IG zu sehr am Sussexschen Tropf hängen, als dass sie ohne deren direktes Zutun überleben könnten. Trennen sich Harry und Meghan heute, sind wohl auch die IG Geschichte. Dies einfach, weil sie sich bislang nicht eigenständig etablieren konnten.

Insofern ist es nicht immer von Vorteil, wenn etwas nur von seinem einzigen Zugpferd abhängt.
Eine Lösung wäre, wenn Harry und Meghan noch andere Prominente dazu kriegen könnten, sich vor den IG- Karren spannen zu lassen. Aber so toxisch wie die beiden inzwischen sind, prügelt sich wohl niemand um diesen Job.